Tritt für Tritt - hier drehen Sie am Rad

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Die laute Musik gibt einen schnellen Takt vor und die Teilnehmer treten im entsprechendem Tempo in die Pedale. Beim Spinning-Kurs des ASV Tönisheide trainieren Anfänger und Fortgeschrittene zusammen. Egal ob Jung oder Alt - jeder kann individuell sein Trainingsniveau bestimmen. Ein Kurs für Jedermann eben.
„Mit Fahrradfahren hat Spinning nichts zu tun“, sagt Sabrina Schmitz, die den Kurs leitet. Regelmäßig sorgt sie dafür, dass die Teilnehmer durch kräftige Tritte am Rad drehen.
Während es relativ ruhig und mit wenig Widerstand beginnt, wird die Intensität im Laufe der Kurszeit natürlich gesteigert. „Jetzt geht es bergauf“, heißt es nach dem Aufwärmtraining und somit wird durch die Veränderung der Bremskraft auf die Schwungscheibe der Widerstand erhöht. Auch Sprünge lassen nicht lange auf sich warten: „Jump!“, ruft Schmitz und der Hintern wird für vier Takte aus dem Sattel genommen, wobei das Tritttempo natürlich konstant gehalten wird. Der Takt der Musik macht es den Teilnehmern leicht, das richtige Tempo zu halten.
„Die Einweisung ist sehr wichtig“, betont Sabrina Schmitz, die eine spezielle Schulung besuchte, um Spinning-Kurse anbieten zu können. „Das Spinning-Rad muss unbedingt richtig eingestellt sein, damit die Gelenke nicht überlastet werden und man dem Rücken nicht schadet.“ Die Beine sollten nicht ganz durchgestreckt sein, wenn die Pedale nach unten getreten werden und auch die Entfernung zum Lenkrad müsse stimmen. Während die Fortgeschrittenen schon wissen, auf welche Höhe der Sattel gehört und wie eine optimale Sitzposition aussieht, bekommen die Anfänger Hilfestellungen. „Ich bestehe außerdem auch darauf, dass du zwischendurch ausreichend trinkst“, fordert Schmitz.

„Spinning ist ein gutes Herz-Kreislauf-Training!“

Der Sattel ist hart, komfortable ist in der Tat was anderes. Aber es soll ja auch nicht gemütlich werden, sondern bewegungsreich und schweißtreibend. „Spinning ist ein gutes Herz-Kreislauf-Training“, sagt die 45-jährige Trainerin, die in den einzelnen Phasen der Übungsstunde vorgibt, was die Pulsuhr nun im besten Fall anzeigen sollte.
Doch auch die Teilnehmer ohne Pulsuhr merken mit Sicherheit, dass sie doch weit über ihrem Ruhepuls liegen. „Manchmal muss ich aufpassen, dass der Ehrgeiz nicht überhand nimmt und die Teilnehmer sich nicht übernehmen.“ Es sollte zwar ein intensives, dennoch aber gesundes Training sein, erklärt sie.
Nach der Stunde ist der Kopf rot und die Beine sind schwer, aber auch ein Gefühl von Erholung - eben wie bei einer ausgiebigen Radtour - ist spürbar.

Autor:

Maren Menke aus Velbert

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