Schwerer Verkehrsunfall mit unklarer Lage - Basislöschzug 6 bei Jahresübung durch komplexes Szenario gefordert

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Bruchhausen/Niedereimer. Die Feuerwehreinheiten des Basislöschzuges (BLZ) 6 aus Bruchhausen und Niedereimer führten gemeinsam mit dem Rettungsdienst des Hochsauerlandkreises aus Sundern am Samstag, den 24. Oktober ihre Jahresübung durch. „Schwerer Verkehrsunfall – unklare Lage, vermutlich mehrere Personen eingeklemmt!“ - so lautete die Alarmmeldung für den Löschzug Bruchhausen und die Löschgruppe Niedereimer, die sich einer anspruchsvollen Übung stellten.

Um möglichst realistische Übungsbedingungen zu gewährleisten, hatte das Team der Übungsleitung auf dem Werksgelände der Firma Ritschny in Arnsberg „Zu den Werkstätten 29“ ein Szenario vorbereitet, das auf den ersten Blick von einem echten Verkehrsunfall nicht zu unterscheiden war:

Komplexe Einsatzlage mit drei Übungsstationen

Mehrere PKW wurden mit Hilfe eines Gabelstaplers verformt. So konnte eine komplexe Einsatzlage mit letztendlich drei einzelnen Übungs-Situationen dargestellt werden. In den authentisch zerstörten Fahrzeugen warteten Verletztendarstellerinnen sowie Dummys, welche zuvor täuschend echt geschminkt worden waren, auf ihre Rettung“. In der Einsatzsimulation war vorgesehen, dass der Basislöschzug 6 während einer Übung zu dem Verkehrsunfall alarmiert wurde. Zeitgleich wurde auch der Rüstwagen der Hauptwache Arnsberg in Marsch gesetzt. Der Rettungsdienst des HSK befand sich mit einem Rettungswagen aus Sundern ebenfalls in der Nähe des Einsatzortes und konnte daher eine Erstversorgung der verletzten Personen vornehmen.

Für die Besatzungen der Einsatzfahrzeuge bestand die Aufgabe darin, trotz der zunächst unübersichtlichen Einsatzstelle schnellstmöglich eine genaue Lageerkundung durchzuführen, um alle Einsatzkräfte gezielt und effizient einsetzen zu können. Die Gruppenführer wurden zuvor vom Einsatzleiter jeweils einem der PKW zugewiesen. Für jeden PKW wurde ein eigener Einsatzabschnitt gebildet. Verletztendarsteller, welche nur leicht verletzt und aufgebracht waren, irrten umher, um so den Stresspegel für die Retter nochmals deutlich zu erhöhen.

Durch genaue Lageerkundung Überblick verschafft

Die Betreuung und Versorgung der Eingeklemmten und Verletzten wurde durch die Rettungssanitäter sichergestellt. Die Gruppenführer in den einzelnen Einsatzabschnitten mussten ihrerseits eine genaue Lageerkundung durchführen, um sich einen Überblick zu verschaffen: „Wie ist das Opfer eingeklemmt – und wie schwer ist es verletzt?“ Sodann galt es, strukturiert und sicher die technische Rettung durchzuführen und die schwerverletzten Patienten aus ihrer Zwangslage zu befreien.

Der Feuerwehr steht für diese Maßnahme in der Regel ein Zeitfenster von maximal 30 Minuten zur Verfügung. Das gelingt jedoch nur, wenn alle Beteiligten – trotz Stress – strukturiert Hand in Hand arbeiten. Aus diesem Grund stellte die Übung auf dem Gelände der Firma Ritschny der Abschluss einer Übungsreihe des BLZ 6 dar, basierend auf dem Rahmendienstplan, in denen zunächst theoretische Grundlagen vermittelt wurden, die dann in der Praxis geübt und schließlich während dieser Groß-Übung umgesetzt werden konnten.

Ehrenabteilung macht sich ein Bild vom Ausbildungsstand

Die Übungsleitung dankte der Firma Ritschny für das zur Verfügung stellen des Geländes und die Unterstützung bei der Vorbereitung der Übung. Ein Dank gilt auch der Kameradin und dem Kameraden vom Rettungsdienst des HSK aus Sundern. Die Kameraden der Ehrenabteilung waren ebenfalls bei der Übung als Beobachter anwesend und konnten sich ein Bild vom Ausbildungsstand der Einsatzabteilung machen.

In der abschließenden Übungsnachbesprechung wurde von den einzelnen Gruppenführern das abzuarbeitende Einsatzspektrum mit den getroffenen Maßnahmen an jedem Fahrzeug in einem Kurzreferat beschrieben. Das letzte Wort hatte Basislöschzugführer Dirk Sölken, welcher der Einsatzabteilung ein hohes Ausbildungsniveau bescheinigte.
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