Muffrika feierte drei Tage Schützenfest im sonnendurchfluteten Seufzertal

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Fotos vom Schützenfestsamstag - 01.08.2015 (Foto: Johannes Föster)
 
(Foto: Johannes Föster)
 
(Foto: Johannes Föster)
Arnsberg: Schützenbruderschaft St. Hubertus e. V. Arnsberg "Muffrika" | Das Muffrikaner Schützenfest am vergangenen Samstag, 1. August 2015, begann mit dem Antreten und der sich anschließender Schützenmesse. Der von Pfarrer Thomas Siepe abgehaltene Gottesdienst wurde wegen des guten Wetters auf der Vogelwiese gefeiert.

Ab 20:00 Uhr begann der „Alte Muffrikaner Abend“, der die zahlreichen Besucher bis in die frühen Morgenstunden des Sonntag aushalten ließ.

Am Sonntagvormittag trafen sich die eingeladenen Vereine um 10:30 Uhr zum Konzert zu Ehren des amtierenden Schützenkönigspaares Klaus Frigger und Angelika Korte. Neben dem Königspaar waren auch der Jungschützenkönig Merlin Babic und seine Königin Anna Kulke als Ehrengäste anwesend.
Während des Konzertes, dass von den Höveler Musikanten und dem Tambourcorps der Arnsberger Bürgerschützengesellschaft intoniert wurde, ehrte der 1. Vorsitzende Meinolf Neumeister die Jubelkönigspaare sowie verdiente Schützenbrüder.

Königspaar vor 25 Jahren waren Albert Hanke (†) und Marianne Fritsche. Gemeinsam mit dem Kinderkönigspaar Denny Görlitz und Katrin Schubert geb. Spiegel regierten sie für ein Jahr die Schützenbruderschaft. Albert Hanke leistete in der Bruderschaft jahrelang Vorstandsarbeit, so war er zwei Jahre 1. Geschäftsführer, sieben Jahre 1. Kassierer und sechs Jahre Beisitzer.

Vor 40 Jahren – 1975 – errang die Königswürde der Schützenbruder Peter Conzen (†) sen. Als Königin erwählte er sich Ingrid Hansknecht. Kinderkönigspaar im gleichen Jahr wurde Udo Fuchs und Sabine Berndt. Peter Conzen sen. war 12 Jahre lang 2. Vorsitzender und sieben Jahre Beisitzer.

Vor 50 Jahren regierte Georg Pfau. Er nahm die Ehefrau seines Cousins Manfred Cottin, Cäcilie, zu seiner Königin. Kinderkönigspaar war Peter Conzen jun. und Jutta Hering, geb. Dransfeld.

Vor 60 Jahren regierten Karl Hansknecht (†) und Gisela Hoscheidt (†). Auch Karl verrichtete lange Jahre wertvolle Vorstandsarbeit. So war er zwei Jahre Fahnenoffizier, acht Jahre Beisitzer und sieben Jahre Heimwart. Kinderkönigspaar in diesem Jahr war Heiner Risse (†) und Marlene Pieper, geb. Borucki.

Die anwesenden Königinnen und die Ehefrauen der verstorbenen Schützenkönige erhielten als Dank einen Blumenstrauß überreicht.

Als weitere Ehrengäste waren die Gründungsmitglieder Hans Bücker und Alfred Hansknecht mit ihren Ehefrauen anwesend.

Nach den Ehrungen der Königsjubilare wurden verdiente Vorstandsmitglieder geehrt.

So wurden die Schützenbrüder Gerd Wefing und Raimund Loniak (Raimund war leider kurzfristig erkrankt) für über 10-jährige Vorstandsarbeit und das Erreichen der Königswürde mit dem Orden für „Verdienste“ um das Schützenwesen geehrt.

Einen Orden für „besondere Verdienste“ wurde dem Schützenbruder Jörg Schmidt für über 20-jährige Vorstandsarbeit angeheftet. Jörg schoss im Jahr 1997 den Königsvogel aus dem Kugelfang.

Für zwei besondere Ehrungen waren der stellv. Kreisoberst Dietmar Werner und die Stadtobersten aus Neheim und Arnsberg Rainer Leygraf und Peter Berger ins Seufzertal gekommen. Für jeweils mehr als 30-jährige Vorstandarbeit in verschiedensten Bereichen wurde der amtierende Schützenkönig und Hauptmann Klaus Frigger und der 1. Geschäftsführer Hubert Vornweg mit dem Oder für „hervorragende Verdienste“ ausgezeichnet.

Für die Paare des Hofstaates von König Klaus Frigger und Königin Angelika Korte hieß es bereits um 14:45 Uhr Antreten zum Fototermin beim Königspaar. Vor dem Hintergrund Kreuzberg mit dem Schriftzug „MUFFRIKA“ wurden Fotos gemacht.

Pünktlich um 16:00 Uhr ging der prächtige Festzug unter Führung des Tambourcorps und des Musikvereins aus Hövel in Richtung Festplatz über die Wennigloher Straße, Unterm Römberge und der Straße Im Seufzertal. Dort wurden die Majestäten von vielen Gästen unterm anderem aus dem Kommerskreis gebührend gefeiert. Der lange Sonntag klang mit Musik von „the offbeats“ aus.

Das Antreten am Montag in der Früh war wieder um 08:30 Uhr am Kuhbrunnen. Dort reihten sich jedes Jahr auch einige Schützen umliegender Schützenvereine ein. Vom Kuhweg aus ging es zum Hauptmann und König Klaus Frigger, um ihn für das folgende Vogelschießen abzuholen. Auf dem Weg zur Vogelwiese wurden noch zwei Königsvögel und die Rumbecker Böllerschützen (Wegen des Unfalls in Niedermarsberg wurde auf ein Böllern verzichtet.) in die Marschformation eingegliedert.

Nachdem einige Ehrenschüsse abgegeben wurden, begann zunächst der Kampf um die begehrten Insignien – Krone, Zepter, Reichapfel sowie linker und rechter Flügel. Als erfolgreichste Schützen erwiesen sich Gerd Wefing - der sich gleich Krone und Reichsapfel sicherte. Das Zepter musste der Vogel nach einem gezielten Schuss von Dr. Martin Hennecke loslassen. Den rechten Flügel schoss der spätere König Stefan Elsner ab. Nachdem der Flügel gefallen war, ging es zwischen Stefan Elsner und Thorsten Breuhahn um die Königswürde. Mit dem 726. Schuss um 13:11 Uhr gelang Stefan Elsner (38) sein Meisterstück gleich im ersten Anlauf.

Bei der anschließenden Proklamation durch den 1. Vorsitzenden Meinolf Neumeister erwählte sich der neue Schützenkönig Frau Caro Pieper (34) zu seiner Mitregentin. Nach kurzem Durchschnaufen ging es dann wieder zur Ermittlung des Jungschützenkönigs. Vier Bewerber losten die Reihenfolge aus. Nach über einer Stunde spannenden Gefechtes behielt der 17-jährige Hennig Weber die Oberhand vor seinen Mitkonkurrenten. Zurück auf der Jubelbühne erwählte Hennig Alina Heckmann (16) zu seiner Jungschützenkönigin.

Um 17:00 Uhr zeigte das neue Königspaar sich und den Hofstaat bei einer kurzen Runde über die Straße Unterm Römberge ins Seufzertal. Nach dem Königstanz mit drei Königspaaren wurde noch bis in den frühen Montagmorgen zu den Klängen von „the offbeats“ gefeiert.

Da die Sonne alle drei Tage vom Himmel lachte, konnte gleich am Dienstagvormittag die Zeltplane trocken vom Zeltgestänge genommen werden und so der Zeltabbau vorangetrieben werden.

Bei strömendem Regen trafen sich dann um 18:00 Uhr zahlreiche Zuschauer auf der rechten Brückenseite (stadtauswärts) versammelt, um dem traditionellen Heringsbegräbnisses beizuwohnen.

Unter der Führung des Heringsbestatters Karl-Heinz von Canstein wagten sich einige Schützenbrüder – unter ihnen der amtierende Schützenkönig Stefan Elsner und der Jungschützenkönig Hennig Weber - durch die Ruhr, um den Hering auf der Stadtseite zur letzten Ruhe zu legen. Vor dem feierlichen Begräbnis erhielt der Hering noch den Namen „Puschi vom Kölner Klüngel“.

Nach der Begräbniszeremonie ging es dann zur Nachfeier ins Schützenheim im Seufzertal. Hier hatte die Heimwartin Beate Krebs mit Unterstützung des 2. Vorsitzenden Jürgen Hufnagel schon alles für die Feier vorbereitet. Bei Gegrilltem und kühlen Getränken ließen alle das schöne - mit viel Sonne bedachte Schützenfest – noch einmal Revue passieren.
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