Johan Simons wird neuer Intendant der Triennale

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„Der Neue“ hat bereits mehrfach beim Festival inszeniert



Johan Simons folgt Heiner Goebbels: Der gebürtige Niederländer wird Intendant der Ruhrtriennale für die Spielzeiten 2015 bis 2017. NRW-Kultusministerin Ute Schäfer und Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des Regionalverbandes Ruhr, stellten ihn jetzt in der Gebläsehalle Duisburg vor.
Für Simons ist die Triennale kein gänzlich unbekanntes Terrain: Bereits zwischen 2002 und 2009 lieferte er einige Inszenierugen für das Festival ab - darunter unter anderem „Der Fall der Götter“ und die Ruhrgebietsoper „Sentimenti“.
Derzeit ist der Regisseur Johan Simons noch Intendant der Münchner Kammerspiele - hat in der bayerischen Landeshauptstadt aber bereits im Mai dieses Jahres seinen Rückzug angekündigt, um wieder bei seiner Familie in den Niederlanden leben zu können. Der Wechsel ins Ruhrgebiet sollte das nun möglich machen.
Besonders interessant: Der Münchener Kulturreferent, der Simons gerne an der Isar gehalten hätte, ist Hans-Georg Küppers, zwischen 1998 und 2007 Kulturdezernent in Bochum und in dieser Funktion mitverantwortlich dafür, die Ruhrtriennale auch in Bochum zu etablieren.
„Mit Johan Simons haben wir einen der profiliertesten und innovativsten internationalen Theatermacher unserer Zeit als neuen Intendanten der Ruhrtriennale gewinnen können“, so Ministerin Ute Schäfer bei der Vorstellung des neuen künstlerischen Leiters. „Seine Arbeit steht dafür, Kultur für breite Bevölkerungsschichten zu öffnen und dabei zugleich Kunst auf höchstem Niveau zu präsentieren.“
Johan Simons inszeniere bereits seit 1985 in leerstehenden Fabrikhallen, Scheunen oder Kirchen auf dem Land. Dabei verlasse er bewusst die großen Städte, um Kunst und Kultur auch in die ländlichen Regionen zu bringen. Im Mittelpunkt seines Werkes standen immer wieder Arbeiterinnen und Arbeiter.
„Die Entscheidung für Johan Simons ist ein Glücksfall für die Ruhrtriennale. Er ist vielen Besuchern bereits bestens bekannt durch mehrere spannende Produktionen, die er für vergangene Triennalen entwickelt und gezeigt hat – und er selbst kennt die vielfältigen Möglichkeiten, die ihm die Orte der Industriekultur bieten. Und bei aller dadurch gesicherten Kontinuität wird er mit seiner großen künstlerischen Kraft sicherlich andere, neue Akzente setzen“, sagte der amtierende Intendant Heiner Goebbels bei der Präsentation seines Nachfolgers.
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