"Rockabilly" im Varieté "et cetera": Hier ist Musik drin!

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Temporeich ist die Seilchennummer von Anezka Bockova alias "Fräulein Hildegard", Kellnerin und gute Seele des Clubs. Foto: Veranstalter

Keine Frage: Es ist die Show mit dem besten Soundtrack, die das Varieté "et cetera" je hatte! Von Buddy Holly über Chubby Checker bis zu Caterina Valente reicht die musikalische Bandbreite - da kommt so ziemlich jeder Besucher irgendwann ins Mitwippen. Doch "Rockabilly", die Zeitreise in die 1950er Jahre, vermag nicht nur musikalisch zu überzeugen.

Die Akteure spielen die Show schon seit vielen Jahren gemeinsam auf verschiedenen Varieté-Bühnen der Republik - und das merkt man ihnen an: In Abläufen und Timing sind sie perfekt aufeinander eingespielt, was "Rockabilly" zu einer glänzenden Ensemble-Show macht. Und selbst der schwedische Einrad-Artist Erik Ivarsson, der kurzfristig für den verletzten Toni Farello in der laufenden Show eingesprungen ist, fügt sich so nahtlos in das Ensemble ein, als hätte er schon immer dazugehört. Gemeinsam verwandeln sie den Varieté-Bau in einen Rockabilly-Club, in dem alle Mitarbeiter - von der Putzfrau bis zum Koch - über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügen.
Die Artisten vermögen vor allem mit jenen Nummern ihr Publikum zu begeistern, bei denen sie mit ganz gewöhnlichen Alltagsgegenständen höchst außergewöhnliche Dinge vollbringen. So kennt wahrscheinlich jeder im Zuschauerraum Seilchenspringen noch aus seiner Kindheit. Doch die Tschechin Anezka Bockova macht schnell deutlich, das ihr "Skipping Rope" alles andere als Kinderkram ist. So schnell fliegt bei ihr das Seil, das es mit bloßem Auge kaum noch zu erkennen ist. Mit ihrer unglaublichen Leichtfüßigkeit, ihrer Schnelligkeit, ihrer Ausdauer und vor allem mit ihrem nie endenden, strahlenden Lächeln hat sie das Potential zum Publikumsliebling.
Auch den Hula-Hoop-Reifen kennt man in erster Linie als Kinderspielzeug. Als Requisit auf der Varieté-Bühne sieht man ihn ab und an - genutzt aber vor allem von Artistinnen. Igor Boutorine jedoch tritt den Beweis an, wie männlich der Hula-Hoop sein kann und lässt den Ring gleich im halben Dutzend kreisen - da bleibt so manchem Zuschauer der Mund vor lauter Staunen offen.
Liebling der Damenwelt ist der charmante Valentino Bihorac, dem man auf den ersten Blick so viel Tempo bei seiner Jonglage gar nicht zutraut. Mitten im Zuschauerraum präsentiert Elisabeth Schmidt ihre anmutige Luftring-Nummer und fast genauso hoch hinaus wie sie zieht es Erik Ivarsson, dessen Einräder gewaltige Dimensionen annehmen. Schräge Partnerakrobatik mit hohem Humor-Faktor steuern "Die Farellos" bei.
Das Moderatoren-Duo Max Nix und Willi Widder Nix erstaunt durch seinen faszinierenden Fundus an Showanzügen, mal großkariert à la Peter Frankenfeld, mal so schillernd, dass sogar Libe-race neidisch geworden wäre. Der hessische Grantel-Humor von Max Nix allerdings ist gewöhnungsbedürftig und vermag beim Ruhrgebietspublikum nicht sofort zu zünden. Sein Kompagnon Willi Widder Nix dagegen heimst mit seiner Schusseligkeit und seiner verzweifelten Mimik schnell alle Sympathie- und Mitleidspunkte der Zuschauer ein.
Doch was wäre eine echte Rock'n'Roll-Show ohne Elvis? Richtig: Auch der King hat am Ende noch seinen großen Auftritt. Wie, das soll an dieser Stelle nicht verraten werden - nur so viel: Der Mythos, dass Elvis noch lebt, erhält im "et cetera" neue Nahrung...

Showinfos:

- "Rockabilly" ist noch bis zum 5. November im Varieté "et cetera", Herner Straße 299, zu sehen.
- Showzeiten sind donnerstags bis samstags um 20 Uhr; sonntags um 19 Uhr; Einlass und Küche jeweils ab zwei Stunden vor Showbeginn.
- Als "Specials" gibt es am Donnerstag, 27. Oktober, die Dinner-Show "Satt & Lustig" sowie an den Sonntagen 23. und 30. Oktober die "Brunch & Varieté"-Shows.
- Weitere Informationen unter www.et-cetera.de.
- Kartenreservierungen unter Tel.: 0234/13003.
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