Theater setzt Zeichen für Demokratie

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Wie war es, als das Ruhrgebiet kackbraun war? Das Stück "Lumpenpott" macht Geschichtsunterricht lebendig. (Foto: Veranstalter)
Vorverkauf für die Schulvorstellungen der Anne-Frank-Kulturwochen läuft

"Bange machen gilt nicht!", sind Birgit Iserloh und Ralf Lambrecht überzeugt. Und deshalb wollen die beiden Theatermacher gerade in Zeiten wie diesen, in denen eine immer stärker werdende aggressive Stimmung und zunehmende Fremdenfeindlichkeit die Demokratie in ihren Grundfesten zu erschüttern scheint, mit ihren Jugendvorstellungen anlässlich der diesjährigen Anne-Frank-Kulturwochen mit den Mitteln des Theaters ein starkes Zeichen für Akzeptanz, Toleranz, Mitmenschlichkeit und Demokratie setzen und zur Vermittlung eben dieser Grundwerte beitragen.

Noch ist es eine Weile hin bis zu den diesjährigen Anne-Frank-Kulturwochen. Sie finden vom 26. Oktober bis zum 5. Dezember im Kulturmagazin Lothringen, Lothringer Straße 36c, statt. Doch gerade für die Schultheatervorstellungen, die das Theater Traumbaum dort anbietet, ist eine rechtzeitige Reservierung ratsam. Nicht nur, weil einige Vorstellungen bereits ausverkauft sind, sondern auch, weil durch die Förderung des Jugendamtes der Stadt Bochumer Schulen die Möglichkeit haben, Freikarten im kompletten Klassensatz für die Vorstellungen der Stücke "Lumpenpott" und "Braune Engel" zu erhalten. Allerdings nur, solange der Vorrat reicht.
Das Programm richtet sich an Schüler aller Altersstufen, von der ersten bis zur 12. Klasse.
Bereits ausverkauft sind die beiden Vorstellungen des Stücks "Mobfer-f", das sich mit dem Thema Mobbing unter Schülern auseinander setzt, am 26. und 27. Oktober. Mit dem Themenkomplex Extremismus, Nationalismus und Gewalt setzt sich das Stück "Braune Engel" auseinander, das vom 31. Oktober bis zum 3. November zu sehen ist und sich an Schüler der Klassen 9 bis 12 richtet.
Rund um den Jahrestag der Reichspogromnacht bietet das Stück "Lumpenpott" vom 7. bis zum 11. November eine lebendige Geschichtsstunde über das Ruhrgebiet im Zeiten des Nationalsozialismus. Das Stück richtet sich an Schüler der Klassen 9 bis 12. Die Vorstellung am 9. November ist allerdings ebenfalls bereits ausverkauft.
Vom 14. bis zum 17. November lädt das Stück „Grenzen-Los, k/ein Flüchtlingsmärchen“ Schüler der 2. bis 6. Klasse dazu ein, sich eine eigene aktuelle Meinung zu den Geflüchteten heute zu bilden. Den Abschluss bildet dann vom 5. bis zum 8. Dezember, mit „Schlamasel-Masel“, ein unterhaltsames Stück, das Schülern der 1. bis 6. Klasse spannende Eindrücke vom Judentum jenseits der Opferrolle vermittelt.
Die Schulvorstellungen beginnen jeweils um 10 Uhr. Weitere Informationen zu allen Stücken unter www.theater-traumbaum.de. Karten können unter info@theater-traumbaum.de oder unter Tel.: 8906681 reserviert werden.

Für Familien:

Von dem Stück "Schlamasel-Masel" gibt es auch eine Familienvorstellung – und zwar am Sonntag, 4. Dezember, um 15 Uhr.
Kartenreservierung unter Tel.: 8906681 oder unter info@theater-traumbaum.de.
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