Frühschicht mit dem USB: Stadtspiegel-Leser wurde spannender Blick hinter die Kulissen des Umweltservices Bochum gewährt

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Einblicke der ganz besonderen Art und vor allem zu ungewöhnlicher Uhrzeit bekamen Stadtspiegel-Leser bei einer exklusiven Führung auf dem Gelände des Umweltservice Bochum. (Foto: Molatta)
 
Dr. Thorsten Zisowski, kaufmännischer Geschäftsführer des USB, begrüßt früh morgens um 6 Uhr die Teilnehmer der Betriebsbesichtigung. (Foto: Molatta)
Bochum: USB Bochum |

5.45 Uhr im Eingangsbereich des USB. Mit einem lauten und freundlichen „Guten Morgen“ geben sich die Stadtreiniger die Klinke in die Hand. Punkt sechs Uhr öffnen sich dann die Garagentore des Betriebshofes und Bochums „Saubermacher“ nehmen mitsamt des orangefarbenen Fuhrparks Kurs auf ihre Ankerpunkte in dieser Stadt.

Das rege Treiben auf dem USB-Gelände wird an diesem Morgen interessiert von Lesern des Stadtspiegels verfolgt, denen ein exklusiver Einblick hinter die Kulissen des Unternehmens gewährt wird.
Freundlich begrüßt werden die Frühaufsteher an diesem Morgen von Dr. Thorsten Zisowski, kaufmännischer Geschäftsführer des USB. Der Chef des Hauses hält in den Verwaltungsräumen hoch über dem Betriebhof reichlich spannende Informationen für die Gäste bereit.
Mit dabei sind auch fünf höchst interessierte „Nachwuchskräfte“. Darunter der sechsjährige Emil, ausgewiesener Fan des USB, den der Geschäftsführer gleich vertraglich binden will. „Müll ist nicht nur Naserümpfen, Müll ist attraktiv“, betont Thorsten Ziesowski und führt als Beleg gleich eindrucksvolle Zahlen an: Auf sechs bis acht Auszubildendenstellen kommen jeweils rund 300 Bewerbungen – Nachwuchs­probleme gibt es beim USB nicht. Zudem sind die Berufsfelder vielfältig. Sie reichen vom Berufskraftfahrer über Kfz-Mechatroniker bis hin zur Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft. „Unsere Aufgabe ist es, Abfälle korrekt zu entsorgen und zu verwerten. Wir organisieren das Sammeln und Sortieren von Müll, führen ihn der Wiederverwertung zu oder entsorgen ihn umweltschonend“, erklärt Azubi Malte Schulze.
„Deckel auf, Abfall rein, Deckel zu“ – so mag sich das Thema Müll mitunter im Bewusstsein des ein oder anderen Verbraucher darstellen. Doch die Herausforderungen sind weitaus vielfältiger. Die Sünden der Vergangenheit, als Müll ungetrennt und ungefiltert entsorgt wurde, sind größtenteils überwunden. Heute ist Müll Teil einer Wertschöpfungskette. Sammeln, aufbereiten und verwerten sind dann auch die drei Säulen, die diesen Bereich ausmachen. Neben der Abfallentsorgung steht die Stadtreinigung als zweiter großer Baustein, mit dem sich der USB beschäftigt.
Mit welchen Spezialmaschinen die Müllhandwerker täglich zu Werke gehen, zeigt ein Blick in die erste Werkshalle. Den Verunreinigungen wird mit Kehrsaugmaschinen, Sammel- und Straßenspülfahrzeugen der Garaus gemacht. „Im Moment ist das Laub unsere größte Herausforderung“, betont Rainer Sturath, Abteilungsleiter der Bereiche Stadtreinigung und Winterdienst. Rund 3 500 Tonnen werden davon in diesen und den kommenden Tagen wieder gesammelt. Unter anderem in den zahlreichen Metallgitterboxen, die im Stadtgebiet verteilt sind, „und übrigens nicht für das private Laub aus dem Garten gedacht sind“, so Thorsten Zisowski. Ist die Laubphase vorbei und drohen Eis und Schnee, werden die Spezialfahrzeuge komplett auf den Winterdienst umgestellt. „Das dauert ungefähr zwei Wochen und man muss den Wetterprognosen vertrauen“, weiß Werkstattleiter Jörg Heßling.
Dass Fehlbefüllungen ein großes Problem darstellen, in den Gebühren für jede Restmülltonne zwölf Euro für das Beseitigen wilder Müllkippen steckt, die Elektromobilität großgeschrieben wird, der USB sich „technikverliebt“ zeigt, aber auch der traditionelle Handbesen noch seine Berechtigung hat und sich die Akzeptanz für die Biotonne allmählich erhöht, waren weitere Infos, die die Stadtspiegel-Leser nach der zweistündigen Führung mit auf den Heimweg nahmen.
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