Bochum braucht mehr und kleinere Klassen in Grundschulen.

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Fraktion "FDP & DIE STADTGESTALTER" beantragt eine schnelle Fortschreibung der Grundschulentwicklungsplanung, um neuen Anforderungen gerecht zu werden.

Bochum braucht dringend eine Anpassung der Schulentwicklungsplanung. Die Bevölkerungs- und Schülerprognosen, auf der der aktuelle Schulentwicklungsplan für Bochum und Wattenscheid basiert, sind durch aktuelle Entwicklungen überholt. In den nächsten Jahren ist aufgrund der Zuwanderung mit 200-300 zusätzlichen Kindern unter 10 Jahren pro Jahr zu rechnen. Das bedeutet rein rechnerisch einen Mehrbedarf von 9-13 zusätzlichen Grundschulklassen.

Ziel der Bildungspolitik des Landes NRW ist es, in Grundschulen Klassengrößen von um die 22-23 Kindern zu etablieren. Bereits heute gelingt das der Stadt nicht. Statt 116 vorgesehenen Eingangsklassen konnten aufgrund des bestehenden Schulentwicklungsplans bereits im aktuellen Schuljahr nur 110 gebildet werden.

"Grundschulklassen mit 28 oder gar mehr Kindern, die es heute noch in Bochum gibt, sollte es in Zukunft nicht mehr geben", fordert Dr. Volker Steude, stellv. Vorsitzender der Fraktion "FDP & DIE STADTGESTALTER" im Rat der Stadt Bochum. "Außerdem sollten Ablehnungen bei der Einschulung von Schülern auf der gewünschten Grundschule, soweit es geht, vermieden werden."

"Viele empirische und theoretische Studien zur Wirkung der Klassengröße auf die Schul- und Unterrichtsqualität zeigen, dass die Klassengröße gerade in Grundschulen ein maßgeblicher Faktor für den Lernerfolg der Schüler ist", so Steude weiter. "Vor allem in den unteren Klassen wirken sich kleine Klassengrößen besonders positiv auf die Leistungen der Schüler aus."

Bei den neu einzuplanenden Grundschülern ist in der Regel zudem ein erhöhter Förderbedarf, besonders beim Deutsch-Unterricht, anzunehmen. "Auch deswegen muss die Herstellung von optimalen Lernbedingungen zur Beschulung und Integration der Flüchtlingskinder besonders durch kleine Klassengrößen bei der Erstellung der neuen Schulentwicklungsplanung unser Ziel sein", erklärt Felix Haltt, Vorsitzender der Fraktion "FDP & DIE STADTGESTALTER" und Mitglied im Integrationsrat. "Eine gute Ausbildung in der Grundschule ist die wesentliche Basis für eine erfolgreiche Integration. Auf diese Weise erspart sich die Stadt hohe Folgekosten für spätere Bildungs- und Integrationsmaßnahmen, die entsprechende Defizite zudem kaum auszugleichen vermögen." Zu diesem Zweck hat das Land den Kommunen auch bereits zusätzliche Lehrerstellen zugesichert.

Haltt abschließend: "Neben der Anpassung der Grundschulentwicklungsplanung wird man zeitnah auch eine Fortschreibung der Planungen für die weiterführenden Schulen angehen müssen. Auch dort ist man von anderen Voraussetzungen ausgegangen, die durch die Zahl der zu beschulenden Flüchtlingskinder überholt sind."
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