Hör ma: Bossen auf die Finger schauen

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(Foto: Molatta)

Der Kuhhirte, er ist für die Bochumer nicht nur ein Denkmal, sondern in diesen Tagen ein ganz besonderes Symbol. Blies er in vergangenen Tagen ins Horn, kamen die Menschen aus ihren Häusern, um ihm ihr Wertvollstes, das Vieh, anzuvertrauen. Jetzt stößt er wieder ins Horn, um die Menschen zu versammeln, denn ihnen droht Ungemach.

45.000 Familien in Bochum und der Region sind von der drohenden Werksschließung betroffen, verlieren 2016 Lohn und Brot. Sie, ihre Freunde, Nachbarn und Bekannten sind nun aufgefordert, aufzustehen und in die Stadt zu kommen, um gemeinsam Hand in Hand ein machtvolles Signal in die GM-Konzernzentrale zu senden.

Was Nokia innerhalb weniger Monate schaffte, setzt nun der US-Mutterkonzern bis 2016 scheibchenweise um: Die Verlagerung der Produktion in die Länder, in denen die größeren Marktanteile locken. Und hier? Hier hinterlässt Opel „verbrannte Erde“: Ein riesiges, fast leerstehendes Industrieareal und viele, viele enttäuschte Menschen.

Das Fest ist auch ein Signal der Hoffnung: Wenn nicht mit, dann eben ohne Opel. Auch diesen Strukturwandel werden, ja müssen wir meistern. Aber denen in den Chefetagen müssen wir Ruhries besser auf die Finger schauen.
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