Dinslaken: Großes Interesse an Ehrenamtsbörse

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Lore Penzel (l.) und Mitstreiter.
Dinslaken: Freiwilligenzentral Dinslaken | Im Ratssaal Dinslaken informierten rund 20 Stände über ehrenamtliches Engagement: Das Interesse am ehrenamtlichen Engagement nimmt auch in Dinslaken weiter zu. Viele wollen helfen, angesichts der Bilder verzweifelter Flüchtlinge und ihrer schlimmen Schicksale.

So war der große Ratssaal in Dinslaken mit Beginn der 5. Ehrenamtsbörse „auch rappelvoll“, so Organisatorin Lore Penzel. Sie alle erlebten eine starke Begrüßung durch den ehrenamtlichen, stellvertretenden Bürgermeister Eyüp Yildiz, Sozialdezernentin Christa Jahnke-Horstmann und Guido Busch (Caritas Fachbereichsleiter, stellvertretend für alle Mitglieder des Trägerbündnisses der Freiwilligenzentrale).

Plötzlich brauchen viele Menschen Hilfe

Sie machten darauf aufmerksam, dass durch die vielen Flüchtlinge, die hier vorübergehend oder langfristig Schutz, Frieden und Perspektive suchen, sich die Ehrenamtslandschaft elementar verändert hat. Denn es gibt plötzlich sehr viele Menschen, die Hilfe brauchen - Aber es gibt auch sehr viele Menschen, die Hilfe anbieten! Damit dieses Hilfsangebot langfristig und sinnvoll genutzt werden kann, muss aber vorher Einiges geregelt werden. Alle baten um etwas Geduld und bedankten sich herzlich bei den jetzt schon aktiven freiwilligen Helfern.

An 20 verschiedenen Info-Ständen konnten sich die Besucher über die unterschiedlichen ehrenamtlichen Aufgaben im sozialen Bereich direkt bei den Menschen, die dort arbeiten, informieren. Hauptamtliche und Ehrenamtliche gaben bereitwillig Antwort auf viele Fragen, erste Kontakte wurden geknüpft, manchmal auch schon erste Termine vereinbart.

Die große Kaffee-Tafel in der Mitte des Saales war immer besetzt. Dort konnten die Ehrenamtlichen bei Kaffee und Kuchen miteinander reden und sich über ihre Erlebnisse und Erfahrungen austauschen, aber auch mit den Besuchern ins Gespräch kommen.

Alltagspaten:

Ein Beispiel von vielen Helfer-Möglichkeiten ist die Arbeit als „Alltagspate“. Hier geht es um ganz praktische Dinge: Wie nutze ich richtig öffentliche Verkehrsmittel? Was ist eine Notrufnummer? Wo und wie bekomme ich wichtig Alltagsutensilien? Woran erkenne ich Pfandflaschen? Welche Münzen gehören in einen Einkaufswagen? Was ist ein Handyvertrag? Wie benutze ich eine Waschmaschine? Wie unterscheiden sich Pakete für Lebensmittel von Haushaltsreinigern? Welche Lebensmittel sind günstig und gut und wo bekomme ich sie? Warum ist es wichtig, dass meine Kinder morgens ausgeschlafen sein sollten? (Schulpflicht). Voraussetzungen: Interkulturelle Kompetenz, Respekt, Gelassenheit, Anerkennung von kultureller Vielfalt als Normalität, Zuverlässigkeit, Selbstständigkeit, Humor, der Wunsch, Aufgaben nicht abzunehmen sondern „Selbermachen“ lehren und natürlich Privatsphäre respektieren.

Begleitet wird diese Arbeit durch Lore Penzel und Kollegin Killemann.

Helfer werden aber auch im Bereich Hausaufgabenbetreuung, Deutschlernen, Kinderbetreuung oder Gesundheitshilfe gesucht.

Interessierte können sich bei Lore Penzel, Freiwilligenzentrale, Telefon: 02064-970642, E-Mail: freiwilligenzentrale@caritas-dinslaken.de melden.
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