"Ich gebe, also bin ich!"

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Die Kabarettgruppe RESTKULTUR. Foto: privat
„Meins bleibt meins“ heißt es am 11. Februar, um 19 Uhr in der Aula der Freien Waldorfschule Dinslaken. Zum dritten Mal in Folge gibt es zugunsten des Projekts "Vom Leben Lernen" (VLL) der Klasse Neun eine Benefizveranstaltung der Kabarettgruppe RESTKULTUR. Vier Wochen arbeiten die Schüler der Klasse, diesmal in Moldawien, am Bau einer Freizeiteinrichtung für einheimische Kinder, für die sonst jegliche Form von Urlaub nicht möglich wäre.

„Meins bleibt meins“, die Waldorfschule singt und lacht.

Ganz in diesem Sinne stellen sich die Kabarettisten der RESTKULTUR mit „Meins bleibt meins“ dem aktuellen Zeitgeist entgegen, prallen aber an alltäglichen Egoismen ab.
Da beschützen Lehrer ihr Konzept vor den Eltern, Eltern ihr Kind vor dem Lehrer und das Kind seine Klausur vor den gierigen Augen der Abschreiber.
Und draußen, außerhalb des Schullebens geht es weiter: Am Arbeitsplatz, im Straßenverkehr, im Urlaub, am Discounter-Wühltisch oder einfach nur im Gespräch scheint es aussichtslos, auf die Spuren einer gehofften „Restkultur“ zu stoßen.

Lachen für einen guten Zweck

Stattdessen treffen sie sicher auf die als Erkenntnis getarnte Meinung, auf das Recht-Haben - nicht das Recht-Sein - auf die zur Sensationsnachricht gestylte Information und die lähmende Wirkung der Dinge, die man endlich einmal tun müsste.
Bei derartiger Desillusion geriete dieses Programm zum Trauerspiel, wären da nicht jene fünf Akteure, die gewohnt exzessiv Worthülsenentlarvung betreiben.
Da lehrt der Sprachprofessor im Deutschunterricht die Hergeflüchteten nach den Unregeln der Sprachkunst Meins und Deins zu unterscheiden.
Da avanciert der Tupperwarenschrank zur Intimzone und die Talkshow zum Schlachtfeld derer, die nichts zu hören haben.
Das „Ich habe also bin ich“ unserer Zeit spiegelt RESTKULTUR mit „Meins bleibt Meins“, obwohl es dabei singt und lacht, wieder. In der Pause ist für ein schmackhaftes Buffet gesorgt.
Samstag, 11. Februar, 19 Uhr, Freie Waldorfschule Dinslaken, Eppingstraße 173. Karten für zehn Euro gibt's im Vorverkauf in der Schulmensa und an der Abendkasse für zwölf Euro.
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