Außergewöhnliche Ausstellung: Museum holt Pieter-Hugo-Schau nach Dortmund

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. In Lagos fotografierte Pieter Hugo Abdullahi Mohammed mit Mainasare. Sein besonderes Interesse gilt Subkulturen, der Kluft zwischen Ideal und Realität. Er porträtiert Obdachlose, Albinos und Aidskranke ebenso wie Männer, die Hyänen, Schlangen und Affen zähmen oder Elektroschrott sammeln. (Foto: Pieter Hugo)

Was trennt, was verbindet uns? Wie leben Menschen jeglicher Couleur mit den Schatten kultureller Unterdrückung oder politischer Dominanz? Der südafrikanische Fotograf Pieter Hugo geht diesen Fragen in seinen Porträts, Stillleben und Landschaftsbildern nach.

Eine Ausstellung seiner Arbeiten kommt im November nach Dortmund:

Als zweites deutsches Museum zeigt das Museum für Kunst und Kulturgeschichte vom 24. November bis 13. Mai einige seiner Foto-Serien. Es handelt sich dabei um die Übernahme der Ausstellung „Pieter Hugo. Between the devil and the deep blue sea“, die in Wolfsburg zu Ende ging.
Die Ausstellung in Dortmund gehört zu einer Reihe von Aktivitäten rund um den Kontinent Afrika, die nach dem „Afro Ruhr“-Festival im Herbst in der Stadt zu erleben sind.

Mit der Kamera sensibel durch soziale Schichten

Pieter Hugo wuchs im postkolonialen Südafrika auf und erlebte 1994 das Ende der Apartheid. Kennzeichnend für seine Arbeit ist sein feines Gespür für soziale Dissonanzen: Sensibel bewegt er sich mit seiner Kamera durch alle sozialen Schichten, in seiner Heimat sowie in Ländern wie Ruanda, Nigeria, Ghana, China oder den USA.
Einzelausstellungen des Künstlers waren bislang im Fotomuseum Den Haag, dem Musée de l’Elysée Lausanne, dem Müpa Budapest und der Fondation Henri Cartier-Bresson Paris zu sehen. Nach Dortmund kommt ein Überblick über sein Schaffen mit Serien wie „Looking Aside“, „Kin“, „The Hyena & Other Men“, „Permanent Error“, „There’s a Place in Hell for Me and My Friends“ oder „Nollywood“, die Pieter Hugo bekannt machte. Auch jüngere Projekte „1994“, „Rwanda 2004: Vestiges of a Genocide“ und „Californian Wildflowers“ werden präsentiert.

Von den Narben gelebter Biographien 

In seinen Fotografien erfasst Pieter Hugo die Spuren und Narben gelebter Biografien sowie erlebter Landesgeschichte. Sein besonderes Interesse gilt dabei den Subkulturen, der Kluft zwischen Ideal und Realität. Er porträtiert Obdachlose, Albinos und Aidskranke ebenso wie Männer, die Hyänen, Schlangen und Affen zähmen oder Elektroschrott sammeln. Seine Modelle sind Nollywood-Schauspieler in Kostüm und Pose, aber auch seine eigene Familie und Freunde
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