Polizei stoppt Spur der Verwüstung einer 19-Jährigen in Dortmund

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Gestern nahm die Polizei zwei Frauen nach einer zerstörerischen Tour von der City in den Westen der Stadt fest. (Foto: Ralf Braun)

Fünf Unfälle in nicht mal einer Stunde, ein geschätzter Schaden von rund 53.000 Euro, aber glücklicherweise keineVerletzten: Eine 19-Jährige aus Erfurt hat am Donnerstagmittag (9. Februar) eine Spur der Verwüstung hinter sich hergezogen. Am Ende nahm die Polizei die junge Frau und ihre 18-jährige Beifahrerin, die ebenfalls aus Erfurt kommt, fest.

Zum ersten Mal fiel das Frauenduo gegen 14.05 Uhr auf, als sie in der Dortmunder Innenstadt erst Passanten um Geld baten und anschließend versuchten, eine Schranke an der Ausfahrt eines Parkhauses in der City anzuheben. Als dies nicht gelang, setzten sich die beiden laut Polizei chließlich in ihren silbernen Kombi und fuhren mit hoher Geschwindigkeit auf eine weitere Schranke zu. Diese durchbrachen sie und flüchteten dann in dem Wagen über die Hövelstraße in unbekannte Richtung.

Es dauerte nur rund zehn Minuten, bis der Pkw wieder Anlass eines Polizei-Einsatzes war. Auf der Rheinischen Straße hatte eine 37-jährige Dortmunderin an der Einmündung Ofenstraße gerade hinter weiteren Autos an einer roten Ampel gehalten. Plötzlich tauchte ein Wagen neben ihr auf der linken Fahrspur auf und wechselte unvermittelt auf ihren Fahrstreifen. Das Auto der 37-Jährigen wurde weggedrängt und das andere Fahrzeug - ein silberner Kombi - fuhr weiter in Richtung Westen.

Polizei: Nächsten Unfall verursacht

Um nur wenige Minuten später den nächsten Unfall zu verursachen - an der Einmündung Rheinische Straße/Emscherbrücke. Eine 35-jährige Dortmunderin wollte hier mit ihrem Wagen rechts auf die Emscherbrücke abbiegen und musste diesen wegen eines vorausfahrenden Fahrzeugs etwas abbremsen. Plötzlich merkte sie einen Aufprall von hinten und sah noch wie ein hinter ihr fahrender silberner Kombi zurücksetzte und weiterfuhr. Zwar hielt dieser zunächst noch einmal kurz an, beschleunigte dann jedoch und bog - eine rote Ampel ignorierend - nach rechts in die Dorstfelder Allee ein.

Zerstörerische Fahrt

Wo sich die zerstörerische Fahrt fortsetzte. An einer Rotlicht zeigenden Ampel am Übergang zur Huckarder Straße fuhr der Kombi nämlich einfach zwischen zwei nebeneinander auf dem rechten und mittleren Fahrstreifen stehenden Pkw einer 40-jährigen Dortmunderin und eines 39-jährigen Esseners hindurch. Dabei wurden beide Autos beschädigt. Über Rot ging es weiter in Richtung Norden auf die Huckarder Straße.

Letzter Kreuzungs-Crash

Weit kam der Kombi mit seinen beiden Insassinnen nun nicht mehr - jedoch auch nicht ohne einen letzten Crash: Wieder passierte es auf einer Kreuzung, diesmal an der Einmündung zur Allensteiner Straße.
Über die Linksabbiegerspur fuhr der Wagen in den entgegenkommenden Verkehr. Dort hatten soeben noch eine 68-Jährige, ein 39-Jähriger sowie eine 39-Jährige (alle aus Dortmund) mit ihren Fahrzeugen bei Rot auf der rechten, mittleren und linken Spur an der Ampel gehalten. Der silberne Kombi fuhr auf die Autos zu und schob diese ineinander.

Versuch zu fliehen scheiterte

Die beiden Frauen stiegen an der Beifahrerseite aus ihrem Kombi und versuchten es nun mit einer Flucht zu Fuß. Dies verhinderte die Polizei. Denn in die Fahndung nach dem Wagen waren mittlerweile gleich mehrere Einsatzkräfte eingebunden. Nicht nur wegen des hohen Schadens, der mittlerweile entstanden war. Es gab zusätzlich Hinweise darauf, dass es sich bei den Insassinnen um die Tatverdächtigen eines versuchten Tötungsdeliktes und eines schweren Raubes in Erfurt handeln könnte. Die Frauen wurden  festgenommen und ins Polizeigewahrsam gebracht.
Weil die 19-jährige Fahrerin möglicherweise auch unter Drogeneinfluss stand, wurde zusätzlich eine Blutprobe angeordnet.
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