WDR zeigt das Abenteuer Leben in Dortmund

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Delscha aus Syrien spielt am liebsten Fußball in seiner Hafenelf, zu sehen am 12. dezember im WDR-Fernsehen. (Foto: WDR)
 
Geschichten, wie die der Hafen-11, erzählt der WDR aus der Dortmunder Nordstadt. (Foto: WDR)

Sieben Kinder - sieben Geschichten. Sieben Dokumentarfilmer erzählen die Geschichten von diesen Nordstadtkindern. Gesendet werden sie ab Samstag (5.) um 18.20 Uhr und in der kommenden Woche um 18.05 Uhr im WDR Fernsehen.

Zum Beispiel die Geschichte von Stefan: Stefan ist zehn Jahre alt und lebt mit seiner Mutter und vier Geschwistern in einer Einzimmerwohnung in der Nordstadt. Sie sind Roma aus Rumänien. Stefan muss sich täglich großen Herausforderungen stellen: Die Enge der Wohnung, der ständige Geldmangel, das Gefühl, als ältester Sohn den Vater ersetzen zu müssen, der seit drei Jahren im Gefängnis sitzt.

Tägliche Herausforderungen

Und nicht zuletzt die Anstrengung, die deutsche Sprache zu erlernen. Doch Stefan ist ehrgeizig, kämpft beharrlich und stellt sich auf die fremde Sprache und die Werte ein, die ihm seine Mutter Lucia vermittelt. Über allem thront der abwesende und doch allzeit präsente Vater. Ein intimer Einblick in den Alltag der Familie.

Jonas schafft das!

Am Montag, 7. Dezember, um 18.05 Uhr läuft die Geschichte von „Jason“im WDR: Jeden Morgen dreht der zehnjährige Jason mit seinem Hund eine Runde durch die Nordstadt. Hier ist er geboren und hier fühlt er sich wohl. Er geht gerne in die Schule, auch wenn jede Schulstunde eine Herausforderung für ihn ist. Jason hat ein ‚Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom‘. Für ihn heißt das, dass er sich im Unterricht bemühen muss, sich nicht von Gedanken an entflogene Uhus oder der bevorstehenden Operation seines Bruders ablenken zu lassen. Aber er schafft das – immer häufiger. Besonders stolz ist er, die Realschulempfehlung geschafft zu haben. Und dann ist da auch noch Iris – seine Freundin…

Der Baseballplatz als neues Zuhause

Am Dienstag, 8. Dezmeber, folgt um 18.05 Uhr „Leon“: Jede freie Minute verbringt der 13-jährige Leon im Hoeschpark auf dem Baseballplatz, um zu trainieren. Das Baseballspielen hat er für sich entdeckt, als er mit seinen Eltern und seinem kleineren Bruder aus Arnsberg in die Nordstadt gezogen ist. Er wollte nicht hierher, doch sein Bruder war an Krebs erkrankt und musste in einer Dortmunder Klinik behandelt werden. Leon war in dieser Zeit viel auf sich allein gestellt und Baseball gab ihm nicht nur ein neues Zuhause, sondern half ihm auch, seine Aggression in den Griff zu bekommen.

Mit 16 eigenes Label gründen

Der vierte Teil der Reihe folgt am Mittwoch, 9. Dezember, um 18.05 Uhr: Der 16-jährige Medad ist ehrgeizig, und die Erwartungen an ihn sind hoch, sowohl seine eigenen als auch die seiner Eltern. Sie kamen vor 30 Jahren aus Ghana und hatten schwierige Startbedingungen in Deutschland. Medad möchte seine Eltern nicht enttäuschen und etwas aus seinem Leben machen. Momentan gründet er zusammen mit seinem besten Freund Claudio ein Modelabel mit dem Namen „Black Luxus“. Für Medad aber ist auch klar, dass er das Abitur machen und studieren will.

"Mein größter Traum ist, etwas dazulassen"


Der Donnerstag, 10. Dezember, erzählt die Geschichte von Slawa. „Mein größter Traum im Leben ist es, wenn ich mal von dieser Welt gehe, etwas dazulassen.“ Slawa ist 14 Jahre alt und möchte Schriftstellerin werden. Jeden Abend schreibt sie in ihr Tagebuch, um all das Erlebte für später festzuhalten. Eine dieser Geschichten könnte die ihrer eigenen Familie sein. Als Kurden mussten die Eltern vor 15 Jahren aus Syrien fliehen.

Die ersten 10 Jahre im Heim gelebt

Slawa hat die ersten zehn Jahre ihres Lebens in einem Asylbewerberheim verbracht. Jetzt in der Pubertät bemerkt sie, was es heißt, in zwei unterschiedlichen Kulturen aufzuwachsen. Während sie schon mal über Jungs nachdenkt, sieht ihre Mutter das gar nicht gerne. Auch der Vater ist von ihrem Traum, Schriftstellerin zu werden, nicht so ganz überzeugt. Deshalb ist ihr die Freundschaft zu ihrer besten Freundin Rana das Allerwichtigste. Denn mit ihr kann sie weiter über große Träume nachdenken und über Dinge reden, die kein Erwachsener verstehen würde.

Zusammen von L.A, träumen


Rana, Slawas beste Freundin, wird am Freitag vorgestellt: Am allerliebsten zieht sie mit Slawa durch die Nordstadt. Dann träumen sie zusammen von Los Angeles und von Hollywood, davon gemeinsam die ganze Welt zu bereisen und für immer und ewig alles zusammen zu machen. Rana merkt, dass sich gerade etwas verändert. Was aber passiert wenn sie erwachsen wird? Rana geht davon aus, dass sie viel mutiger sein wird.

Hafen-11 will kicken wie Reus

Am Samstag, 12. Dezember, geht es um die „Hafen-Elf“. „Kicken wie Reus“ wollen die Fußballkinder, die im Hafenviertel der Nordstadt zuhause sind. Gio kommt aus Italien, Delbrin und Delscha aus Syrien, Kai aus Vietnam, Ayoup aus Tunesien – die anderen aus dem Kosovo, der Türkei, dem Irak. Aber ihre Herkunft ist ihnen eigentlich egal. Sie sprechen deutsch, viel besser als ihre Eltern, und sie spielen jeden Tag Fußball, meist auf dem Ascheplatz neben dem alten Bunker. Sie streiten sich und machen Witze, sie sorgen für einander und streifen gemeinsam umher im Viertel jenseits der Bahnlinie hinter den Eisenbahnbrücken.

Die nächste Schule wird sie trennen

Den Abschluss der Serie bilden am 19. Dezember um 18.20 Uhr die Geschichte von Paulina und Johanna: Paulina lebt mit ihrer kleinen Schwester und ihren Eltern ein bisschen wie auf einer Insel in der Nordstadt. Wegen des billigen Wohnraums sind Paulinas Eltern vor Jahren hierher gezogen. Die Familie hat sich eingestellt auf ein Leben in einem Umfeld, in dem es illegale Autorennen gibt und Tatorte gedreht werden. Paulina und ihre Eltern finden das Leben in der Nordstadt nicht wirklich gefährlich, aber der Besuch einer „Brennpunkt-Schule“ des Viertels kommt nicht infrage, deshalb geht Paulina zu einer Schule außerhalb der Nordstadt. Kontakte ins Viertel hat sie kaum, ihre beste Freundin wohnt nicht in der Nordstadt. Doch nun steht für Paulina der Wechsel auf die weiterführende Schule an, und die beiden Freundinnen müssen sich trennen, denn sie werden auf verschiedene Schulen gehen.
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1 Kommentar
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Manuela Burbach-Lips aus Dortmund-City | 04.12.2015 | 18:16  
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