Dortmund: Stets klamme Stadt soll Kirchentag 2.700.000 Euro opfern - Ev. Kirche 2014 mit 5,2 Milliarden Kirchensteuerrekord

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Laut einer Hochrechnung der "Forschungsgruppe Weltanschauung in Deutschland" (fowid) von 2013 stellen die Konfessionslosen mit 36,6 Prozent inzwischen den größten Bevölkerungsanteil dar. Nur noch 28,2 Prozent gehören der evangelischen und nur noch 29,2 Prozent der katholischen Kirche an. In Großstädten die jedes Jahr einen großen Anteil der Kosten der Kirchentage übernehmen, ist der Anteil der Konfessionslosen in der Regel sogar noch deutlich höher: Hamburg 44,4 Prozent oder Berlin 69 Prozent (Foto: http://www.11tes-gebot.de)
Dortmund: Rathaus |

Im Jahre 2019 nach unserer Zeit soll in der stark verschuldeten Stadt Dortmund ein Evangelischer Kirchentag stattfinden. Die stets klamme Ruhrgebietsmetropole, die regelmäßig mangels unzureichender Finanzausstattung an einer Haushaltssicherung vorbeischrammt und ebenso regelmäßig das städtische Angebot an die eigenen Bürger ausdünnt, spart und kürzt, soll gemäß einer Forderung der Kirchentagsbetreiber das evangelische Spectaculum mit 2.700.000 Euro unterstützen. Die Entscheidung soll eigentlich bereits in der nächsten Ratssitzung fallen. Allerdings haben SPD, Grüne und Linke schon weiteren Beratungsbedarf angemeldet.

Die evangelische Kirche hat trotz zahlloser Kirchenaustritte angesichts der Skandale im Jahr 2014 trotzdem eine Rekordeinnahme bezüglich der Kirchensteuer in Höhe von 5,2 Milliarden verbuchen können. Dazu kommen noch weitere umfangreiche Einnahmen aus unternehmerischen Tätigkeiten.

Im Schnitt jährlich 7.000.000 Euro Kirchentagssubventionen

Alle zwei Jahre findet ein "evangelischer Kirchentag" und zeitlich versetzt dazu alle zwei Jahre ein "Katholikentag" statt, also jedes Jahr ein "Kirchentag". Die Fünf-Tage Veranstaltungen kosten jeweils zwischen 8 und 26 Millionen Euro. Ein gutes Drittel bis die Hälfte davon wird aus staatlichen Steuergeldern finanziert, also zwischen 3 und 10 Millionen Euro. Im Schnitt 7 Millionen Euro pro Jahr.

"Selbstverständlich ist es eine Bevorzugung der Mitglieder der beiden Großkirchen und eine Benachteiligung Anders- und Nichtgläubiger, wenn der Staat jedes Jahr den Kirchen Millionenbeiträge für PR-Veranstaltungen schenkt, während andere Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaften leer ausgehen.", so die Kritiker der Kirchentagssibventionen auf der Internetseite "Das 11. Gebot". "Es wäre ein demokratierechtlicher Skandal, würde der Staat einseitig beispielsweise die Parteitage von CDU mit mehreren Millionen Steuergeldern subventionieren, während konkurrierende Parteien mit ähnlich hohem Wähleranteil keine entsprechende Zuwendung erhalten.", legen die Kritiker nach. Genau dieser Skandal geschehe im Hinblick auf die Großveranstaltungen der beiden großen Kirchen jedoch jedes Jahr.

Konfessionslose inzwischen größte Bevölkerungsgruppe

Laut einer Hochrechnung der "Forschungsgruppe Weltanschauung in Deutschland" (fowid) von 2013 stellen die Konfessionslosen mit 36,6 Prozent inzwischen den größten Bevölkerungsanteil dar. Nur noch 28,2 Prozent gehören der evangelischen und nur noch 29,2 Prozent der katholischen Kirche an. In Großstädten die jedes Jahr einen großen Anteil der Kosten der Kirchentage übernehmen, ist der Anteil der Konfessionslosen in der Regel sogar noch deutlich höher: Hamburg 44,4 Prozent konfessionsfreie Menschen oder Berlin mit sogar 69 Prozent.

"Ein erheblicher Anteil der Konfessionsfreien dürfte aus Menschen bestehen, die bewußt aus einer der beiden großen Kirchen ausgetreten sind, etwas weil sie deren Positionen zu Abtreibung, Sterbehilfe oder Homosexualität nicht teilen", so die Kritiker. Die derzeitige Praxis dem Steuerzahler und somit auch den bewußt kirchenfernen Menschen die Mitfinanzierung christlicher Kirchentage zuzumuten, muss umgehend beendet werden.", fordern die Kritiker der Kirchentagssubventionen auf der Internetseite Das 11. Gebot.
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Maximilian Steinhaus aus Dortmund-City | 22.06.2015 | 16:56  
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