Erfolgsmodell Task Force

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Die Task Force soll in der Nordstadt auch weiter für die öffentliche Ordnung sorgen (Foto: Archiv)
Die gemischten Streifen aus einem Polizisten und einem Mitarbeiter des Ordnungsamts gehören schon zum Stadtbild. jetzt werden zusätzliche Kräfte eingesetzt.

Dazu teilt die Stadt mit: Seit Inkrafttreten des Verbots der Straßenprostitution nach der neuen Sperrbezirksverordnung im Mai 2011 und des ebenfalls seitdem geltenden Kontaktaufnahmeverbots für Freier arbeitet die Task Force stetig an einer positiven Entwicklung der Dortmunder Nordstadt.
Um die Einsätze auch weiterhin effizient durchführen zu können, wurden die Streifendienstkräfte der Ordnungspartnerschaft in Reihen des Ordnungsamtes von vormals 25 auf nunmehr 48 Mitarbeiter aufgestockt. Dadurch war es in den zurückliegenden Monaten erfreulicherweise auch wieder möglich, in allen Stadtbezirken präsent zu sein und gleichzeitig die Nordstadt personell mit hoher Priorität zu begleiten.

Mittlerweile versehen regelmäßig 14 Kräfte des Ordnungsamtes im Schichtbetrieb allein in der Nordstadt ihren Dienst; hinzu kommt eine etwa gleich große Anzahl von Polizeibeamten.
Zu den täglichen Aufgaben der Einsatzkräfte zählt neben der Präsenz auf den Straßen und Plätzen der Nordstadt nicht nur die Überwachung der Sperrbezirksverordnung und des Kontaktaufnahmeverbots für Freier, sondern auch die Sanktionierung aller anderen störenden, ordnungswidrigen Verhaltensweisen, wie beispielsweise das Wegwerfen von Abfall oder das Trinken von Alkohol auf Kinderspielplätzen. Wenngleich städtische Einsatzkräfte im strafrechtlich relevanten Bereich der Bekämpfung von Drogenkriminalität keine Eingriffsbefugnisse haben, so unterstützen sie im Rahmen der Ordnungspartnerschaft dennoch die wichtige Arbeit von Polizei und Staatsanwaltschaft.

Darüber hinaus gehört zum Beispiel auch die intensive Kontrolle von Gaststätten, Teestuben, Spielhallen und Wettbüros, die Überprüfung verwahrloster Häuser oder aber die Verkehrsüberwachung zu den Handlungsfeldern der Task Force Nordstadt.
Beteiligt sind vor allem uniformierte und zivilgekleidete Kräfte der Ordnungspartnerschaft, aber auch solche des Bereichs Gewerbeangelegenheiten, der Verkehrsüberwachung und der Ausländerbehörde. Im Bedarfsfall unterstützen zudem weitere Fachkräfte die Task Force Nordstadt.

Nach wie vor hält die seit längerem festzustellende erfreuliche Entwicklung bezüglich des Rückgangs der Straßenprostitution an. Dies Wahrnehmung haben nicht nur die Einsatzkräfte der Task Force Nordstadt und der Polizei, sondern auch Bewohner, Immobilieneigentümer, Geschäftsleute oder Schulen in der Nordstadt.
Nach Feststellungen der Einsatzkräfte von Ordnungsamt und Polizei wird in den letzten Monaten wiederkehrend nur noch ein kleiner Bruchteil der vormals tätigen Prostituierten in der Nordstadt angetroffen – etwa 25 bis 30 überwiegend drogenabhängige Prostituierte, die über diesen Weg ihre Sucht finanzieren und bei denen repressive Maßnahmen bislang keinen nachhaltigen Erfolg erzielen. Eine Verdrängung der Straßenprostitution ist dabei unverändert weder in andere Stadtbezirke noch in das unmittelbare Umland Dortmunds festzustellen, so die Stadt.

Andererseits ist zunehmend der Drogenhandel und Drogenkonsum in den Fokus öffentlicher Wahrnehmungen und repressiver wie präventiver Maßnahmen gerückt; hier wird in den kommenden Wochen und Monaten ein Schwerpunkt vor allem der polizeilichen Arbeit liegen.
Die nachfolgende Einsatzstatistik der Task Force Nordstadt für das Jahr 2012 spiegelt die erheblichen Anstrengungen zur Situationsverbesserung in der Nordstadt anschaulich wieder. Mit Stand vom 31. Dezember 2012 ergeben sich folgende Zahlen:
• 9513 Personalienfeststellungen
• 2355 Platzverweise
• 1289 Ordnungswidrigkeitenanzeigen
• 1637 Verwarngelder (ohne Verkehrsüberwachung)
• 1.663 Verwarngelder (Verkehrsüberwachung)
• 185 Kontrollen sogenannter Problemimmobilien

In der Vergangenheit hat Oberbürgermeister Sierau bereits mehrfach gemeinsame Begehungen der Nordstadt mit Streifenteams der Ordnungspartnerschaft dazu genutzt, eigene Eindrücke von der Entwicklung der Nordstadt und der Arbeit der Einsatzkräfte vor Ort zu gewinnen.
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Bernhard Ternes aus Marl | 28.02.2013 | 13:41  
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