Fairtrade Messe Fair Friends: Mehr Besucher und mehr Aussteller

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Die Leitmesse des fairen Handels, die "Fair Friends", fand vom 1. bis 3. September 2016 in Dortmund statt. (Foto: Carsten Klink)
Dortmund: Westfalenhalle |

Die bundesweite Leitmesse des fairen Handels, die Fair Friends, ist dieses Jahr in Dortmund mit einem Besucher- und Teilnehmerrekord von rund 4.000 zu Ende gegangen. Rund 180 Aussteller aus 15 Ländern präsentierten sich in den drei Themenwelten "Fairer Handel", "Neue Lebensmodelle" und "Gesellschaftliche Verantwortung."

Neben den großen, umsatzstarken Firmen wie GEPA oder EL PUENTE sind es aber oft auch gerade die kleinen, inhabergeführten fairen Handelsgeschäfte, die zwar wenig Marktanteile, aber nicht minder Effektivität und Leidenschaft des fairen Handels demonstrieren. Eine dieser kleinen und effektiven Firmen ist sicherlich auch pakilia aus Bayern. Im Jahre 2012 gegründet, handelt pakilia, der Begriff bedeutet in der Sprache der Azteken "Freude geben", nach Fair Trade Prinzipien hochwertigen Schmuck aus Sterlingsilber zu durchaus bezahlbaren Preisen, die sich durch einen direkten Kontakt zu den mexikanischen Kunsthandwerkerfamilien und den Verzicht auf Zwischenhändler ergeben.

Bananenretten

Eine Besonderheit war sicherlich auch das Bananenbrot von "be bananas". Das Problem: Frische Bananen, die lediglich minimale Druckstellen aufweisen, oder sich in einem reiferen Zustand befinden, sind auf dem deutschen Markt nicht mehr erwünscht und werden entsorgt. Die Lösung: Für die Zubereitung des Bananenbrot werden überreife Bananen benötigt, da sich in diesen der enthaltene Fruchtzucker auf eine rein natürliche Art bildet, welcher dem Bananenbrot den markanten Geschmack verleiht. Effekt: Mit jedem Brot werden optisch-nonkonforme, jedoch geschmacklich-perfekte Bananen vor der Entsorgung gerettet.

Einkaufsmacht der Kommunen

Am Rande der 3. Kommunalen Nachhaltigkeitstagung NRW, die die Fair Friends am ersten der drei Tage eröffnete, wurde von den Dortmunder LINKEN auf die enorme Markmacht der Kommunen angesicht eines öffentlichen Beschaffungsvolumens von jährlich rund 480 Milliarden Euro hingewiesen. "Diese bedeutende Einkaufsmacht hat ein großes Gewicht, das ganze Produktionsketten zugunsten von guten Arbeitsbedingungen und Umweltstandards beeinflussen kann. Ein wichtiges Signal für den gesamten Markt. Daher müsste das Vergabegesetz geändert werden, damit soziale und ökologische Beschaffung für die Kommunen als Standard festgelegt werden.", so Ratsmitglied Carsten Klink (DIE LINKE).

Hoffnungen und Ängste der Geflüchteten

Auf der Messe wurden auch rund zwei Dutzend Fotos der Fotoausstellung "Wir..." von Ännie Heider gezeigt. Auf den Bildern kommen die, über die sonst nur geredet und berichtet wird, selbst zu Wort. Flüchtlinge drücken ihre Ängste, aber auch ihre Hoffnungen aus. Die meist unwissende Aussenwelt bekommt einen neuen Eindruck von den Geflüchteten. Vielleicht bekommt man somit auch als Betrachter eine zweite Meinung über das, was man meist nur aus den Medien gehört hat.
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