Tausende Schätze warten

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Mit GPS-Gerät auf schatzsuche: Harry, Tim und Steffi Wetzold-Schubert beim Geocacher-Stammtisch am Sonntag auf "Herr Walter" im hafen. (Foto: Günter Schmitz)

Wenn Harry, Tim und Steffi Wetzold-Schubert in den Urlaub fahren, dann nie ohne ihr kleines GPS-Gerät. Denn seitdem sie vor zwei Jahren das erste Mal beim Geocaching auf Schatzsuche gegangen sind, sind sie nicht mehr davon losgekommen.

Immer mehr Dortmunder gehen beim Geocaching auf moderne Schnitzeljagd. Wir sprachen mit Familie Wetzold Schubert, was die „Real world outdoor“- Schatzsuche so einzigartig macht. Nicht nur in Dortmund, auch auswärts, mal mit Freunden, mal mit der ganzen Familie machen sich die Wetzold-Schuberts ausgerüstet mit einem GPS-Gerät auf die Suche nach Schätzen (Caches).

Das Familien-Hobby

„In Dortmund sind bestimmt 2000 oder mehr versteckt, darunter gibt es auch Multis mit mehreren Stationen, bei denen man Aufgaben lösen muss“, erzählt Steffi Wetzold-Schubert vom Familien-Hobby. Die Caches sind in der Regel versteckte Dosen mit „Schätzen“ und einem Logbuch, in dem sich die Finder eintragen können.

Verstecke werden im Internet verraten

Wo die Verstecke sind, erfahren Sucher im Internet. Hier auf der amerikanischen SeiteGeocaching sowie auf der deutschen Seite Open Cachingwerden die Koordinaten veröffentlicht, die ins GPS-Gerät oder Smartphone eingegeben werden. Und dann kann die Suche beginnen. „Wer sich bei der amerikanischen Seite anmeldet bekommt alle Caches, sonst 80 Prozent“, erklärt sie.

"Ottos Haus" war nicht zu finden

Auch, dass die Familie, die sich beim Geocachen den Spitznamen „Hasteti“ gegeben hat, auch selbst Schätze versteckt. Einen Kinder-Cache, „Ottos Haus“ im Rombergpark hat die Familie nicht lösen können, obwohl sogar die Eltern geholfen haben. Besonders gut bei jungen Schatzsuchern kommen Verstecke an, bei denen man klettern muss.

Geocacher sind rücksichtsvoll

Und eins ist den Schatzsuchern sehr wichtig: Rücksicht. „Wenn ein Versteck vom Weg ab liegt, wo gerade Kröten wandern, haben wir auch schon abgebrochen, denn wir wollen die Natur schützen“, betont Steffi Wetzold-Schubert. Gleiches gelte für brütende Vögel, die nicht gestört werden sollten. Und es würden auch keine Caches ohne Erlaubnis auf Privatgrund versteckt.
„Wir machen jede Woche eine kleine Tour“ berichtet Mutter Steffi, die am Sonntag auch mit der Familie zum Geocacher Stammtisch auf „Herr Walter“ kam. Außerdem veranstalten Geocacher Flachmobs, einmal unter dem Motto „Bubble“ bei dem rund 200 Dortmunder sich in der City zum Seifenblasenpusten trafen, ein anders Mal, um auf dem Westenhellweg für fünf Minuten zu picknicken.

Die Suche führt ins Unbekannte

Doch eigentliche führt Geocaching ins Grüne, oft ins Unbekannte. „Wir machen das regelmäßig im Urlaub und haben Gegenden kennen gelernt, die wir als normale Touristen niemals entdeckt hätten“, erinnert sich die passionierte Cacherin besonders an einem märchenhaften Wald mit Hinkelsteinen von dem sie heute noch begeistert ist: „Das war ein ganz besonderes Erlebnis.“

Tipp:

Wer Geocaching unverbindlich ausprobieren möchte, kann sich zu einer Aktion am 25. Mai oder 16. Juni im Westfalenpark anmelden unter Tel: 0172-5327795, info@digitales-draussen.de
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