Bilanz der Bombenentschärfung in Dortmund-Eving: Außergewöhnlich viele Krankentransporte verzögerten Evakuierung

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Die Karte zeigt den Radius, in dem die Anwohner evakuiert werden mussten. (Foto: Grafik: Stadt Dortmund)
Dortmund: Bauernkamp 24 |

Eine 500-Kilogramm-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist in der Nacht auf Dienstag erfolgreich entschärft worden. Um 1:59 Uhr, 39 Minuten nach Beginn der Entschärfung, meldeten die Feuerwerker Andreas Brümmer und Karl-Friedrich Schröder von der Bezirksregierung Arnsberg Vollzug.

Die amerikanische, bunkerbrechende Bombe war am Montagnachmittag bei Bauarbeiten auf einer privaten Baustelle am Bauernkamp 24-26 in Dortmund-Eving gefunden worden. Nach Einschätzung der Kampfmittel-Experten der Bezirksregierung musste der Blindgänger sofort entschärft werden, da es einen Wassereinbruch in der Baugrube gab und die Gefahr bestand, dass die Bombe abrutscht.

Aus Sicherheitsgründen musste das umliegende, dicht bebaute Wohngebiet in einem Radius von 500 Metern evakuiert werden. Davon waren knapp 7000 Anwohnerinnen und Anwohner betroffen. Die Evakuierung verzögerte sich vor allem durch außergewöhnlich viele Krankentransporte: 72 überwiegend ältere Menschen wurden von zehn Krankentransportern und einem Rettungswagen in Sicherheit gebracht.

In der Turnhalle und Mensa des Heisenberg Gymnasiums, die als Evakuierungsstellen eingerichtet wurden, versammelten sich 622 Anwohnerinnen und Anwohner, die von 75 Mitarbeitern der Johanniter betreut und mit Heiß- und Kaltgetränken sowie einer Mahlzeit versorgt wurden. Die übrigen Bewohnerinnen und Bewohner warteten die Entschärfung bei Verwandten und Bekannten ab. Fünf Menschen verweigerten zunächst die Evakuierung. Polizei und Ordnungsamt mussten zwei Haus- bzw. Wohnungstüren öffnen, um alle Menschen aus der Gefahrenzone zu bringen.

Ab 2 Uhr konnten alle betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner wieder in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren. Das Ordnungsamt der Stadt Dortmund war mit insgesamt 68 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Einsatz, unterstützt durch das Tiefbauamt und sieben Personen aus dem städtischen Callcenter an der Telefonauskunft. Weiterhin im Einsatz waren die Feuerwehr, das Rote Kreuz und die Polizei mit einer gesamten Hundertschaft.
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