"Eving kann Flüchtlinge!"

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Bezirksbürgermeister Oliver Stens (vorne rechts) hatte zur Besichtigung der Einrichtung eingeladen. (Foto: Schmitz)
 
V.l: Ahmet Zaghloul, der Leiter der neuen Fküchtlingseinrichtung, Ulrich Hoffmann, Leiter des Flüchtlingsheims an der Osterfeldstraße, Johannes Kleff, Fachleiter bei den Johannitern, Ulli Pichota, Fachleiter am Sozialamt, Bezirksbürgermeister Oliver Stens und Jörg Süshardt, Leiter des Dortmunder Sozialamts. (Foto: Schmitz)
Dortmund: Flüchtlingseinrichtung ehemalige Minister-Stein-Förderschule |

Jörg Süshardt, der Leiter des Dortmunder Sozialamtes, ist zuversichtlich: Die Evinger werden auch die neue Flüchtlingseinrichtung am Gretelweg 35-37 gemeinsam stemmen.

Rund 130 Menschen sollen spätestens Ende Februar in die ehemalige Minister-Stein-Förderschule einziehen. Am Wochenede konnten sich Lokalpolitiker und Anwohner bei einer Begehung des Gebäudes ein erstes Bild machen. Rund 30 Evinger Bürger waren der Einladung gefolgt und wurden in zwei Gruppen durch das Haus geführt.

"Ich bin besonders froh, dass nicht nur direkte Nachbarn zur Besichtigung gekommen sind,sondern auch Menschen, die in ganz anderen Teilen Evings wohnen", freute sich Bezirksbürgermeister Oliver Stens.

Helle und freundliche Räume


Noch ist nicht alles fertig eingerichtet, die ersten Betten aus Kiefernholz, bezogen mit frischer, bunter Bettwäschen, sind schon aufgestellt. Das schlichte Schulgebäude aus den späten 50er Jahren macht einen guten Eindruck. Es riecht nach Holz, die Räume sind großzügig und hell.

"Man kann es sicherlicht schlechter treffen in der Unterbringung", erklärt Johannes Kleff, Fachdienstleiter bei der Johannitern, die nach der ehemaligen Hauptschule an der Osterfeldstraße nun auch diese Einrichtung in Eving als Betreiber übernehmen.

"Es wird 4-, 6- und 8-Bett-Zimmer geben", erklärt Kleff. "Das Haus ist eine Selbstversorger-Einrichtung, die Bewohner sollen selbst kochen und ihre Wäsche selbst waschen." Darüber hinaus verfügt die ehemalige Schule noch über eine recht neue Schulküche, die von den Bewohnern genutzt werden kann. Die Reinigung wird zweigeteilt: Alle öffentlichen Bereiche werden von einer Reinigungsfirma geputzt, die Schlaf- udn Aufenthaltsräume müssen die Bewohner selbst sauberhalten."Das ist schließlich kein Hotelbetriebhier", so Kleff.

Die Aula der Schule wurde schon zuvor in zwei kleinere Räume aufgeteilt, sie sollen für Freizeitangebote genutzt werden. Im Erdgeschoss wurden schon die Toiletten fertiggebaut, für Männer und Frauen stehen jeweils fünf Duschen zur Verfügung. "Das klingt erst einmal wenig, die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass das ausreicht", erklärt Kleff.

Einrichtung für Selbstversorger


In das ehemalige Gebäude der OGS soll eine Kinderbetreuung sowie ein Aufenthalts- und Essraum mit Küche einziehen, auch hier ist noch einiges zu tun. Die benachbarte Turnhalle wird von der Einrichtung nicht genutzt, hier können die Evinger Vereine weiterhin trainieren. Auf dem gelände gibt es einen Bolzplatz, der genutzt werden kann, und auch der ehemalige Kräutergarten der Schule könnte reaktiviert werden, so Kleff.


Leiten wird die neue Einrichtung Ahmed Zaghloul von den Johannitern, Unterstützung bekommt er von Ulrich Hoffmann, der die Einrichtung an der Osterfeldstraße leitet. Zaghloul ist Schnttstelle und Ansprechpartner für alle Belange des Flüchtlingsheims.

Zitate:


"Es gibt so viele Menschen in Eving, die helfen wollen, wir haben insgesamt sicherlich 30 bis 40 Freiwlillige allein in Eving"

Oliver Stens, Bezirksbürgermeister

"Rund 200 Flüchtlinge kommen pro Woche zur Unterbringung nach Dortmund. Das bleibt im ganzen Jahr 2016 eine Herausforderung für uns"

Jörg Süshardt, Leiter des Dortmunder Sozialamtes

Info:


- Rund 24 zusätzliche Flüchtlingsheime werden im Dortmunder Stadtgebiet in den nächsten Monaten noch entstehen

- Etwa 9000 stationäre Unterbringungsplätze werden dortmundweit gebraucht

- 200 Flüchtlinge werden der Stadt pro Woche zugewiesen

- Mindestens 1000 Dortmunder Bürger sind freiwillig in der Flüchtlingshilfe tätig

- Um Synergien besser nutzen zu können, sollen Einrichtungen möglichst stadtbezirksweit an einen Betreiber übergeben werden
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1 Kommentar
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Sabine Tetzlaff aus Dortmund-Nord | 07.04.2016 | 21:04  
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