Leonard Awa lernt Mechatroniker // Dank HWK-Initiative bildet das Autohaus Weber in Wambel einen Flüchtling aus Kamerun aus

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Beim Besuch im Autohaus Weber in Wambel: (unten, v.l.) Jürgen Buschmeier, Ina Scharrenbach, Leonard Awa; (2. Reihe, v.l.) Berthold Schröder, Andreas Ehlert; (3. Reihe, v.l.) Oskar Burkert, Frank Schnepper vom Autohaus Weber sowie (4. Reihe, v.l.) HWK-Mitarbeiterin Kathrin Engel und Prof. Dr. Hans Jörg Hennecke. (Foto: HWK Dortmund)
Dortmund: Autohaus Weber |

Berthold Schröder, Präsident der Handwerkskammer (HWK) Dortmund, besichtigte gestern (19.1.) mit den CDU-Landtagsabgeordneten Ina Scharrenbach und Oskar Burkert sowie Andreas Ehlert, Präsident der HWK Düsseldorf, und dem NWHT-Geschäftsführer Prof. Dr. Hans Jörg Hennecke das Dortmunder Autohaus Weber an der so genannten Automeile Wambel.

Das Unternehmen an der Ludwig-Lohner-Straße bildet im Zuge der Ausbildungsinitiative der HWK Dortmund einen Flüchtling bei sich aus. Ziel des Besuches war die Vorstellung der Initiative anhand eines praktischen Beispiels.

Bund fördert Pilotprojekt im Kammerbezirk


Die Dortmunder Kammer hatte das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung geförderte Pilotprojekt im Frühjahr 2015 ins Leben gerufen, um insgesamt 20 Flüchtlingen aus Krisengebieten eine berufliche Perspektive zu geben. Nach einer intensiven Vorbereitungsphase haben die Teilnehmer im August eine Lehre bei Handwerksbetrieben im Kammerbezirk angetreten.
Im Toyota-Autohaus Weber erlernt der 19-jährige Leonard Awa aus Kamerun das Mechatroniker-Handwerk. Kammer-Präsident Schröder nutzte den Besuch, um zu sehen, wie sich der Flüchtling knapp ein Jahr nach Start des Projekts integriert hat.
„Das Pilotprojekt hat uns gezeigt, dass die Sprachförderung ganz besonders wichtig ist“, sagte Schröder. Solide Deutschkenntnisse wären eine Grundvoraussetzung für die Aufnahme einer Lehre. „An der Motivation fehlt es den meisten jungen Leuten nicht, die zu uns kommen. Darum müssen wir sie möglichst frühzeitig in die Lage versetzen, unsere Sprache zu erlernen.“
Aus diesem Grund werden Deutschkurse wieder fester Bestandteil des kammerweiten Anschlussprojekts sein, das die HWK Dortmund in diesem Jahr starten will.
Eine weitere Hürde sei der komplizierte Bürokratieapparat. So seien beispielsweise verschiedene Ämter für die Flüchtlinge zuständig. Schröder: „Eine zentrale Koordinierung wäre hier wünschenswert.“
Die anfallenden Behördengänge seien ein Grund, warum die Unternehmen während der Ausbildung weiterhin Unterstützung benötigten. „Wir wollen unsere Betriebe damit nicht alleine lassen. Darum hat die Kammer eine zentrale Ansprechpartnerin, die ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht.“
Beim Autohaus Weber ist man über diese Unterstützung dankbar. Ob man noch einmal einen Flüchtling einstellen würde? „Wenn der Bewerber motiviert ist und ausreichende Deutschkenntnisse hat, dann auf jeden Fall“, sagt Jürgen Buschmeier, stellvertretender Center-Leiter bei Weber.

www.hwk-do.de
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