Sanftes Clownsspiel mit Ventilator: „Klara“ und „Knolle“ waren in Wickeder Tagespflege zu Besuch

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Selfies, Spaß und Spontaneität damit punkteten jetzt wieder einmal die beiden Klinikclowns Klara und Knolle vom Verein Clownsvisite bei den Gästen und ihren Angehörigen in der Wickeder AWO-Tagespflege. Möglich gemacht hat den Nachmittag wieder mal die Wickeder AWO-Gymnastikgruppe. (Foto: Schmitz)
 
Clown Knolle (r) scherzt und singt mit den teils demenziell erkrankten Besucherinnen und Besuchern der Wickeder AWO-Tagespflege. Diese Dame hat, trotz abwehrender Handbewegung, offensichtlich ihren Spaß dabei. (Foto: Schmitz)
Dortmund: AWO-Tagespflege Wickede |

Kein festes Programm, dafür jede Menge Spaß, spontane Einfälle und Herz für die Zuschauer: Für Stimmung sorgten die Klinikclowns Klara und Knolle mit ihrem Besuch in der AWO-Tagespflege an der Meylantstraße 85 in Wickede.

Eifrig schwingt Knolle das Tanzbein mit einer Seniorin. Klara spielt dazu auf der Flöte. Nachdem er die erschöpfte, aber glückliche Dame zu ihrem Platz zurück gebracht hat, schwingt Knolle seine orangefarbene Schiebermütze: „Ich hab einen Ventilator dabei. Die frische Luft gibt es umsonst.“

In dem bunt dekorierten Raum gehen die beiden Clowns auf die Besucher ein, scherzen mit ihnen, singen und sorgen dafür, dass die Senioren aus sich heraus gehen. Zahlreiche bunte Luftballons und quer durch den Raum gespannte Papiergirlanden sorgen für die passende Stimmung. Knolle heißt eigentlich Bernd Witte aus Schwerte, Klara ist Eva Paulus aus Dorsten. Beide sind seit über zehn Jahren Klinikclowns bei Clownsvisite.

Da die Klinik-Clowns kein festes Programm haben, können sie sich sehr gut auf die verschiedenen Stimmungen der Tagesgäste einstellen. „Es ist jedes Mal anders“, beschreibt Klara. „Wir müssen immer sehr spontan sein.“ Modern sind sie auch: Während Klara mit den Besuchern bunte Tücher durch die Luft wirbelt, macht Knolle Selfies (Selbstportraits mit dem Handy) mit den Gästen.

Musik spielt eine wichtige Rolle im Programm der beiden Clowns. Unter anderem singen die beiden „Ich wollt, ich wär ein Huhn“ und „Marmor, Stein und Eisen bricht“, begleitet von Klaras umgehängten, mit bunten Blumenbildern verziertem Keyboard. Mit einer Besucherin tanzt Knolle zu „Hänschen klein“, was beide textsicher mitsingen. Die Dame kann sogar den Text der zweiten, weniger bekannten Strophe.

Aus seinem Koffer holt Knolle auch einen pinken Plastikfrosch heraus und fragt einen Besucher der Tagespflege, was der Frosch wohl kann. Der Senior kontert: „Ich kann auch was. Nix.“ „Das halte ich nicht mal eine Minute aus“, erwidert Knolle. „Ich kann das viel länger“, antwortet der Senior. „Wie lange denn?“ „Zwei Minuten,“ heiß die Antwort, die von den anderen Gästen mit großem Gelächter begleitet wird.

Die Besucher sind ganz begeistert von den Clowns. „Es war spitzenmäßig“, sagt ein 76-Jähriger, der regelmäßig in die Tagespflege kommt. „Manch einer, der auf der Bühne steht, kommt nicht so gut an. Hier hat alles gepasst.“ Besonders gut gefallen haben ihm die Musik und das Luftballon aufblasen. Auch seiner Frau fand das Programm gut.

„Wir sind das ganze Jahr über aktiv“, sagt Knolle. Unter anderem sind sie auch regelmäßig in der LWL-Klinik in Aplerbeck zu Gast. Die Idee der Klinkclowns kommt ursprünglich aus den USA und wurde von Patch Adams inspiriert. Die beiden Clowns sind bereits zum dritten Mal bei der AWO-Tagespflege in Wickede zu Gast, die das Ganze auch organisiert. Die Idee hatte Gisela Bauer, die ehrenamtlich die Gymnastikgruppe leitet. „Die Gruppe hat auch das Geld für den Auftritt gespendet. Die Show kommt bei unseren Besuchern jedes Jahr gut an“, sagt Kornelia Groß, die Leiterin der Tagespflege. Die Fortsetzung im nächsten Jahr dürfte damit sicher sein.

Infos zum gemeinnützigen Verein Clownsvisite e.V. gibt es unter www.clownsvisite.de.
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