Dem Riesen-Bärenklau am Körner Fußweg soll es an den Kragen gehen

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Der Fußweg führt zum Sportplatz eund wird von KIndern, Jugendlichen und Hundebesitzern gerne genutzt.
 
Der Riesen-Bärenklau fühlt cih auf dem Grünstreifen neben dem Fußweg offensichtlich sehr wohl. (Foto: Simone Ratzlaff)
Dortmund: Weg östlich Sportplatz Lippstädter Straße |

Gärtner haben es in diesem Jahr schwer: Durch die feucht-warme Witterung wachsen alle Pflanzen schneller als sonst, und man kommt mit dem Mähen und Schneiden kaum nach.

Schon vor einigen Wochen war der Riesen-Bärenklau am Fußweg hinter dem ÖSG-Sportplatz Lippstädter Straße, der die Hannöversche Straße mit der Halleschen Straße in Höhe der Lippstädter Straße verbindet, gut zwei Meter hoch.

Zwar wurde die Stadt tätig und mähte die Pflanzen ab, doch eine Verbesserung bringt das kaum, wie die Anwohnerin Simone Ratzlaff erklärt, die sich mit ihrem Anliegen an unsere Redaktion wendete.

"Bereits im letzten Jahr stand ich mit der Stadt in Kontakt, weil sich in unserer Nachbarschaft der Riesen-Bärenklau breit macht. Die Gärtner der Stadt mähen zwar die Grünflächen, lassen den Bärenklau dabei aus", klagt sie.

"Nach Rücksprache des Gebietsleiters wurde dann einfach abgemäht, was zur Folge hat, dass sich die Pflanze weiter schön ausbreitet. Inzwischen hat sie wieder geblüht. Zudem wächst sie an einem Fußgängerweg direkt neben dem Sportplatz, hier halten sich gern Kinder auf."

"Anfangs hatte ich der Stadt Bescheid gegeben, allerdings halte ich mich nicht dafür zuständig, alle 14 Tage als Laie Landschaftsgärtnern ihren Job zu erklären.
Die Stadt sagte, sie würde rigoros gegen Bärenklau vorgehen."

Martin Rüthers ist Bereichsleiterbei den Technischen Diensten Grün der Stadt Dortmund. Er kennt die Probleme mit dem Riesen-Bärenklau: " Wir kommen in diesem Jahr, bedingt durch die Witterung, mit den Arbeiten kaum nach." Das Problem mit dem Riesen-Bärenklau, der aus Osteuropa eingewandert ist: Wenn er nur abgemäht wird, kommt die Pflanze immer wieder nach.

Die Lösung: "Einzelpflanzen müssen ausgegraben werden, das ist sehr aufwändig. Für das nächste Jahr bemühen wir uns derzeit darum, eine Fremdfirma mit der Beseitigung der Pflanzen zu beauftragen. Wir wollen das besser in den Griff bekommen."

Anwohner, die in ihrer Umgebung auf öffentlichen Grünflächen Riesen-Bärenklau-Bestände entdecken, können dies entweder beim Umweltamt unter Tel. 50-25422 oder direkt beim zuständigen Bereich der technischen Dienste Grün der Stadt Dortmund unter www.dortmund.de melden.

Wächst der Bärenklau im eigenen Garten oder angrenzend, so können Gärtner durchaus selber der Pflanze zu Leibe rücken, allerdings unter Beachtung gewisser Vorsichtsmaßnahmen:

"Sinnwoll ist es, die Pflanze so tief wie möglich auszugraben, und zwar bei der aufkommenden Blüte. Vor dem Ausgraben sollte man über die Blütenstände eine Plastiktüte ziehen und diese unten zubinden. Auf jeden Fall sollte man sich mit fester Kleidung und festen Arbeitshandschuhen schützen, auch ein Mund- und Gesichtsschutz ist sinnvoll", so Rüthers.

Bei einem größeren Bestand wird die Fläche abgemäht und das Schnittgrün als Restmüll entsorgt. Keinesfalls sollte es auf den Kompost gelangen.

Info:


Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum, Syn.: Heracleum giganteum), auch Bärenkralle, Herkulesstaude oder Herkuleskraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Doldenblütler

Sie ist eine zwei- bis mehrjährige, krautige Pflanze, also keine Staude. Ursprünglich stammt sie aus dem Kaukasus und ist in Europa und Nordamerika ein Neophyt

Der Riesen-Bärenklau bildet photosensibilisierende Substanzen, die in Kombination mit Sonnenlicht phototoxisch wirken

Berührungen in Verbindung mit Tageslicht können bei Menschen und anderen Säugetieren zu schmerzhaften Quaddeln und Blasen führen, die schwer heilen und wie Verbrennungen erscheinen. Riesen-Bärenklau kann über drei Meter hoch werden.
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