Ausflugstipp: Museum Insel Hombroich

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Erwin Heerich: Graubner-Pavillon. Im alten Park auf der Erftinsel liegt er fast versteckt in der reichen Vegetation. Er besteht aus zwei ineinander geschobenen Rundbauten. Aus der größeren geziegelten Rotunde wölbt sich der kleinere Glaszylinder nach außen, tritt in unmittelbare Beziehung zur Natur. Die Rundung des Pavillons nimmt die Kugelformen der üppigen Blumenbeete und Sträucher auf. Architektur und Landschaft treten in einen Dialog.
Neuss: hombroich |

Reif für die Insel?

Da muss man gar nicht weit fahren. Keine halbe Autostunde von Düsseldorf entfernt lockt die Museumsinsel Hombroich mit ihrer einmaligen Mischung aus Natur, Kunst und Architektur.

Ein Traum wurde Wirklichkeit
Der Düsseldorfer Immobilenkaufmann Karl-Heinrich Müller legte sein Vermögen nicht in Steueroasen an, sondern sammelte europäische und außereuropäische Kunst. Seit 1982 erwarb er am linken Niederrhein in den Erftauen Grundstücke für seine Kunstsammlung, zuerst den historischen Park, eine Erftinsel mit verwildertem englischem Garten, und anschließend ein weites karges Auengebiet. Der Landschaftsarchitekt Bernhard Korte rekultivierte die Landschaft nach alten Plänen. Der Bildhauer Erwin Heerich entwarf dezentrale Ausstellungsräume, die der Maler Gotthard Graubner einrichtete. Das Ergenbis: Das Museum Insel Hombroich.

Vollendete Proportionen
Heerichs Ausstellungspavillons sind strenge Bauten von vollendeter Harmonie, konzipiert als begehbare Skulpturen. Gemauert aus alten holländischen Ziegeln, bilden sie Kontrapunkte zur Natur und passen sich ihr gleichzeitig an. Wie schon bei den Kartonplastiken greift Heerich auch für die Bauten in Hombroich auf elementare stereometrische Grundformen zurück: Würfel, Quader, Zylinder. Im Innern sind die Räume strahlend weiß und beherbergen Müllers Kunstsammlung. Die Objekte sind nicht chronologisch geordnet, sonderneuropäische Kunst der klassischen Moderne tritt in einen spannungsvollen Dialog mit kultischen Objekten aus Asien, Afrika und Südamerika.

Kunst parallel zur Natur
In Anlehnung an den bekannten Ausspruch von Paul Cézanne, er erstrebe eine Harmonie parallel zur Natur, wurde für die Insel das griffige Motto "Kunst parallel zur Natur" gefunden.

Inzwischen ist die Museumsinsel ein kulturelles Highlight, gefeiert von der Presse als irdisches Paradies und als das schönste private Museum in Deutschland. Seit 1996 wird es von der Stiftung Insel Hombroich getragen, an der u.a. auch das Land NRW beteiligt ist.

Man sollte genug Zeit für einen Besuch einplanen, um das weitläufige Gelände in Ruhe zu duchstreifen, die Natur zu genießen und vielleicht ins Gespräch mit dem Beuys-Schüler Anatol zu kommen. Er hat auf der Insel seine Werkstatt und seine archaischen Stein- und Eisenskulpturen sind hier überall zu finden.

Der Eintrittspreis beträgt 10 € montags bis freitags, 15 € am Wochenende. Dafür kann man sich kostenlos in der Cafeteria mit Getränken und am rustikalen Buffet bedienen.

Info: http://www.inselhombroich.de/museum-insel-hombroic...

Ich wünsche viel Freude beim Rundgang über die Insel.

Ausführliche Infos zur Architektur und zum Ausstellungskonzept finden sich bei den Bildunterschriften.
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16 Kommentare
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Marlies Bluhm aus Düsseldorf | 11.04.2016 | 12:17  
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Armin von Preetzmann aus Castrop-Rauxel | 11.04.2016 | 12:41  
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Rainer Bresslein aus Wattenscheid | 11.04.2016 | 13:52  
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Margot Klütsch aus Düsseldorf | 12.04.2016 | 19:30  
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Gottfried (Mac) Lambert aus Goch | 12.04.2016 | 19:49  
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Margot Klütsch aus Düsseldorf | 22.04.2016 | 18:44  
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