EHE FÜR ALLE WAR GESTERN: ARMUT IN DEUTSCHLAND GIBT´S NOCH IMMER

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Deutschland ist angeblich eines der reichsten Länder Europas. Dennoch leben hier über 15 Millionen Menschen in (Einkommens-)Armut oder sind unmittelbar von ihr bedroht.

Sicherlich muss niemand in Deutschland Hunger leiden, der das Leben bedroht - wie es z. B. in den Entwicklungsländern der Fall sein dürfte. Dennoch können wir nicht weiterhin die Augen davor verschließen, dass in unserem Lande 15, 7 Millionen Menschen von Armut betroffen sind und sich der Trent weiter fortsetzen wird. Dies bestätigt auch der Armutsbericht der Wohlfahrtsverbände.

Armut hat viele Gründe


Ein Hauptgrund für Armut ist Arbeitslosigkeit. In Deutschland sind es vor allem arbeitslose Menschen, die davon betroffen sind. Ein weiterer Grund wird häufig im geringen Bildungsstand gesehen. Je geringer der Bildungsstand desto größer ist auch das Risiko, in Armut abzugleiten. Ebenso leben ältere Menschen, Behinderte, chronisch Kranke und Migranten in prekären Verhältnissen oder sind zumindest stark gefährdet. Hinzu kommen Alleinerziehende und kinderreiche Familien. Eine Studie vom Kinderhilfswerk zeigt, dass jedes sechste Kind auf staatliche Unterstützung angewiesen ist; sie sind mit steigender Tendenz häufiger von Armut betroffen als zum Beispiel Erwachsene.

Eine gefährliche Entwicklung

Die Folgen der Armut zahlreich: Kinder und Jugendliche leiden oft an Mangelernährung und deren Folgen. Sie haben ein erhöhtes Krankheitsrisiko und schlechtere Ausbildungschancen, leben meist in sozialer Isolation und gleiten immer häufiger in Drogenkonsum, Alkohohlabhängigkeit und Kriminalität ab. Das Risiko ist groß, dass ihre späteren Kinder und Kindeskinder die gleiche Entwicklung durchmachen.

„relativ“ und „absolut“

Es ist höchste Zeit, dass sich die zahlreich hoch bezahlten und erstklassig abgesicherten Abgeordneten mit der steigenden Armutsgefährdung in Deutschland befassen und für eine gerechtere Sozialpolitik einsetzen, die wirklich allen zugutekommt.

Die Politik muss endlich aufhören, die gegenwärtig herrschenden prekären Verhältnisse und Armut mit dem „Rest der Welt“ in Bezug zu bringen und sie in Kategorien zu unterteilen, um die wirklichen Ausmaße der Armut in Deutschland unter den Tisch zu kehren. Fakt ist, dass viele Millionen in Deutschland sich das Leben kaum leisten können; ob sie nun „relativ“ oder „absolut“ arm sind - arm ist arm.

„Ja zur Ehe für alle“ war gestern. Heute muss es lauten: „Ja zur Abschaffung der Armut in Deutschland“ und „Ja zur Arbeit für alle“. Statt sich mit weniger dringenden Themen zu beschäftigen und dafür sogar den Fraktionszwang aufzuheben - den es ja z. B. laut CDU eigentlich nicht geben darf - sollten sich die vermeintlichen „Volksvertreter“ vordringlich für die Bildung unserer Kinder und für eine wirklich wirksame „soziale Gerechtigkeit“ einsetzen, damit Deutschland als eines der angeblich reichsten Länder Europas nicht zum „Land der Prekarier“ wird.

Definition der Armut:

Arm ist:
wer auf staatliche Unterstützung angewiesen ist, wer trotz staatlicher Unterstützung zu wenig zum Leben hat, wer sich die Wohnkosten nicht leisten kann, wer sich Kleidung und Ernährung kaum leisten kann, wer sich Gesundheit kaum leisten kann, wer keine Ausbildung oder Arbeit, bekommt, wer vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen ist, wer als Rentner/in eine Nebentätigkeit ausüben muss, wer als Mutter von fünf Kindern putzen gehen muss. Und schließlich ist arm, wer sich an „Essenstafeln“ anstellen muss.

Liebe Regierung, werdet endlich wach, sonst könnte es sein, dass:

DUMM IST, WER EUCH WÄHLT!
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1 Kommentar
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Roland Jalowietzki aus Düsseldorf | 02.07.2017 | 13:40  
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