"Bleibt hier, wir helfen euch!“ - Caritas-Bosnienhilfe engagiert sich vor Ort

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Das Schafprojekt der Caritas-Bosnienhilfe findet nach wie vor größte Aufmerksamkeit. Ein Großteil der Spenden stammt von Kindergärten und Grundschulen. 130 Euro kostet ein Schaf. Schulklassen und Gruppen dürfen "ihrem" Schaf einen Namen geben und erhalten zum Beweis ein Foto ihres Tieres mit Namensschild bei der Übergabe an die Kleinbauernfamilien. Foto: privat
 
Bosnienhelfer Heribert Hölz (Foto: Frank Preuß)
165.000 Euro: eine stattliche Spendensumme für das Jahr 2015. Noch nie zuvor standen Heribert Hölz von der Caritas-Bosnienhilfe Mittel in dieser Höhe zur Verfügung, um den Menschen in dem vielfach noch von Hunger und Elend geprägten Land helfen zu können.

"Ich organisiere seit 24 Jahren die Caritas-Bosnienhilfe. So viel Geld wie im vergangenen Jahr aber haben wir noch nie sammeln können." Der Grund liegt für Heribert Hölz auf der Hand. "Das hat mit der Flüchtlingssituation zu tun." Zu Tausenden fliehen Familien aus den Balkanländern, hoffen in Deutschland auf ein besseres Leben. Ohne Aussicht auf Erfolg. Bosnien ist als sicherer Herkunftsstaat eingestuft, Asylanträge werden daher in der Regel abgelehnt.

Dennoch machen sich die Menschen auf den Weg, um ein Leben in Not und Elend, ohne jede Perspektive auf Besserung, hinter sich zu lassen. Doch Hölz weiß und macht auch Familien beispielsweise in Gromiljak oder Slavonski Brod deutlich. „Ihr habt keine Chance. Bleibt hier, wir helfen euch!“

30.000 Euro sind daher im Jahr 2015 ins Familienpatenschaften-Projekt der Bosnienhilfe geflossen. Familien, die teils über gar kein Einkommen verfügen, erhalten dadurch ein Jahr lang 25 Euro im Monat. Insgesamt 20.000 Euro kamen dem Bereich "einmalige Familienhilfen" zugute. "Dahinter verbergen sich dramatische Einzelschicksale, die schnelle Hilfe vor Ort nötig machen."


Dramatische Schicksale


Gut angelegte Spendenmittel. Davon ist Heribert Hölz überzeugt. Den Menschen vor Ort zu helfen, damit sie erst gar nicht mehr abhauen müssen, koste zwar Geld. Aber noch mehr Geld koste die Unterbringung während des Asylverfahrens. „Unser Anspruch ist daher weiterhin, die Situation vor Ort so zu verbessern, dass die Menschen nicht gehen.“ Das, so Hölz, spare letztlich nicht nur Geld, das erspare den Flüchtlingen auch das Leid, nach ihrer Rückkehr noch weniger vorzufinden als das Wenige, dass sie für ihre vergebliche Suche nach einem besseren Leben aufgegeben hatten.

Wofür wurden die Spendengelder im vergangenen Jahr noch eingesetzt? Der unermüdliche Streiter für die Bosnienhilfe des Caritasverbandes Duisburg zeigt weitere Beispiele auf. 20.000 Euro überbrachte Hölz der Suppenküche in Zenica, die damit Bedürftige mit warmen Mahlzeiten versorgen kann. Für die Alten- und Krankenhilfe in zwei Kleinstädten der Republika Srpska stellte die Bosnienhilfe insgesamt 25.000 Euro zur Verfügung. Hilfe zur Selbsthilfe ermöglicht der Kauf von Schafen und Böcken im Rahmen des Schaf-Projektes, für das 10.000 Euro aufgebracht wurden. Mittels einer kleinen Herde können sich so Kleinbauernfamilien selbst versorgen oder Erlöse aus der Nachzucht erzielen.

Im Mai 2014 war ausgerechnet das Armenhaus Europas von einer Flutkatastrophe heimgesucht worden. Um die Folgen zu lindern, engagierte sich die Bosnienhilfe mit 10.000 Euro. Für einmalige Soforthilfen gab's insgesamt 20.000 Euro. Zwei Schulen und Kindergärten wurden mit 25.000 Euro unterstützt. Dank Spendengeldern in Höhe von 5.000 Euro konnte Brennmaterial für den Winter angeschafft werden.

Und die Unterstützung geht weiter. Vom 19. bis zum 26. April steht die nächste Hilfstour nach Bosnien an. Dann wird Heribert Hölz wieder Geld für wichtige Projekte und für Menschen in Not im Gepäck haben.
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