Christus' Segen fürs Rathaus: OB Sören Link empfing Duisburgs Sternsinger

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Martha und Theresa (vorne) wurden gemeinsam mit zahlreichen kleinen Sternsingern von OB Sören Link im Rathaus empfangen. (Foto: Foto: Frank Preuß)
Duisburg: Rathaus Duisburg | Oberbürgermeister Sören Link empfing im Rathaus Duisburgs Sternsinger. Die überbrachten nicht nur den Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“, sondern sammeln in diesen Tagen auch wieder Spenden für hilfsbedürfte Kinder.

Wenn die kleinen Heiligen Drei Könige durch die Gemeinden ziehen, dreht sich inhaltlich diesmal alles um den Klimawandel. „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam für Gottes Schöpfung – in Kenia und anderswo“ heißt das Motto der 59. Aktion Dreikönigssingen. Am Beispiel des ostafrikanischen Landes machen die Sternsinger darauf aufmerksam, wie sehr der Klimawandel das Leben von Menschen in aller Welt bedroht – und wie gerade Menschen in den Industrieländern durch ihren sorglosen Umgang mit den natürlichen Ressourcen die Zukunft von Kindern gefährden.

Im vergangenen Januar waren 132 Sternsingergruppen in den 42 Pfarreien des Ruhrbistums unterwegs, um mit ihren Liedern den Weihnachtssegen in die Häuser zu tragen, alles Gute für das neue Jahr zu wünschen und um Spenden für ihre Altersgenossen in aller Welt zu bitten. Gut 1,3 Millionen Euro an Spenden konnten die Jungen und Mädchen aus dem Ruhrgebiet und dem Märkischen Sauerland zu den insgesamt 46,2 Millionen Euro beisteuern, die die Sternsingeraktion 2016 insgesamt eingenommen hat. Auch deshalb gilt die mittlerweile von der Unesco als Kulturgut anerkannte Kampagne als weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder.

Im Jahr 2015 wurden mit den Erlösen aus der Sternsingeraktion 1.551 Projekte in 108 Ländern in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa gefördert. Bei mehr als der Hälfte der Projekte stand die Förderung von Bildung im Vordergrund. Außerdem unterstützten die Sternsinger Gesundheitsprojekte, Maßnahmen zur Ernährungssicherung und Nothilfeprojekte.

Hintergrund
=> In der Bibel berichtet das Matthäus-Evangelium von „Sterndeutern aus dem Osten“, die zur Geburt Jesu nach Jerusalem kommen, nachdem sie den Stern des neugeborenen Königs der Juden aufgehen sahen. Weil der Volksmund aus diesen Sterndeutern Könige gemacht hat, ziehen die Sternsinger rund um den Gedenktag dieser Heiligen drei Könige (6. Januar) mit Kronen und bunten Gewändern verkleidet durch die Straßen.
=> Diesen Brauch gibt es schon seit Mitte des 16. Jahrhunderts. Heute ist er vor allem im Zusammenhang mit der Sternsinger-Aktion des Kindermissionswerkes und des Bundes der Deutschen katholischen Jugend (BDKJ) bekannt, die 1959 gegründet wurde und Geld für Kinderhilfsprojekte in aller Welt sammelt.
=> Oft schreiben die Sternsinger mit Kreide das traditionelle „C+M+B“ an die Haus- und Wohnungstür; eine Abkürzung, die nichts mit den landläufigen Namen der Sterndeuter – Caspar, Melchior und Balthasar – zu tun hat, sondern für das lateinische „Christus mansionem benedicat“ steht: Christus segne dieses Haus. Sternsingen
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