"Käufer möchten Event-Shopping": Wie Duisburgs City-Managerin den lokalen Handel stärken möchte

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Die beliebte Automesse „Duisburg in Lack und Chrom“, verkaufsoffener Sonntag und dazu noch Wetter vom Feinsten: Da wird der Einkaufsbummel in der Duisburger Innenstadt zu einem Event, wie es der Online-Handel nicht bieten kann. Foto: Frank Preuß

Der Online-Handel verdrängt den stationären Einzelhandel mehr und mehr. Es droht das Aus lebendiger Innenstädte, Nebenzentren und Straßen. „Kauf lokal“ muss es daher heißen, will man auch in Zukunft mit Freude in der City ebenso wie in den Stadtteilen einen Einkaufsbummel machen. Was sagt Duisburgs neue City-Managerin Dagmar Bungardt dazu, wie will sie den lokalen Handel stärken? Der Wochen-Anzeiger hat nachgefragt.

WA: Welche Herausforderungen stellt der Online-Handel für den lokalen Einzelhandel dar?

Dagmar Bungardt: Bekannt ist natürlich, dass es im Online-Handel eine starke Wachstumsrate gibt. Die Herausforderung ist also groß, da bisher nur ein Drittel der Einzelhändler mit einem Internet-Shop vertreten ist. Aber man kann den Online-Handel auch als Chance für sich und sein Produkt sehen.

WA: Was sind die besonderen Vorzüge Duisburgs, die hier einen Kauf lokal lohnenswert machen?

Dagmar Bungardt: Heute ist es doch so, dass es nicht mehr ausreicht, nur den Einkauf losgelöst zu sehen, die Käufer möchten Event-Shopping. Und das findet man sehr wohl bei uns in Duisburg an vielen Wochenenden im Jahr. Darüber hinaus gibt es auch viele Möglichkeiten, seinen Einkauf mit einem Besuch im Museum, im Theater, der Spielbank oder vielleicht auch mit einer Hafenrundfahrt oder einem Bummel am Innenhafen zu beenden.

WA: Was zeichnet eine attraktive Einkaufsstadt aus, lässt Kunden lieber beim stationären Handel als im Internet kaufen?

Dagmar Bungardt: Als erstes natürlich die persönliche Einstellung – Einkaufen auch als Genuss und Entspannung zu sehen und nicht getrieben durch das Internet zu jagen. Als zweites natürlich die Mischung und die Qualität der Beratung, denn all das bekommt man im Internet nicht. Und dazu kommt die Aufenthaltsqualität im Geschäft und im Umfeld.

WA: Was hat das City-Management in der Vergangenheit getan, was möchte es in Zukunft tun, um den lokalen Handel vor Ort zu stärken?

Dagmar Bungardt: Sicherlich hat das City-Management in der Vergangenheit viel getan, das ergibt sich auch schon aus der Zusammensetzung des Vorstandes und des Beirates. Wichtig ist natürlich, bei wichtigen Entscheidungen auch gehört zu werden, um im Vorfeld auch die Belange des Einzelhandels mit einfließen zu lassen. Veranstaltungsformate, die dem Einzelhandel zu gute kommen, müssen neu definiert werden.
Natürlich ist für mich als City-Managerin ganz wichtig, sich um die Sorgen und Nöte zu kümmern, schnellere Entscheidungen herbeizuführen und neue Technologien zu unterstützen und voran zu treiben. Ein weiteres Ziel ist, mehr Frequenz in die Innenstadt zu bringen.

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