Erste Ideenwerkstatt für ein besseres Image: Es tut sich was in Duisburg!

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Darauf bin ich besonders stolz ... Im Bereich "Umwelt und Grün" waren das beispielsweise: "Duisburg ist grüner als man denkt (Image von außen)", die Nähe zum Rhein, der Ausbau der Fahrradwege. (Foto: Frank Preuß)
 
In der Hüttenschänke von KruppMannesmann im Duisburger Süden konnte Oberbürgermeister Sören Link viele Duisburger begrüßen, die ihre Stadt in der öffentlichen Wahrnehmung nach vorne bringen wollen. (Foto: Frank Preuß)
Duisburg: Hüttenschänke | Ihre Ideen - Unsere Stadt, so lautete das Motto der ersten Ideenwerkstatt. In der Hüttenschänke von KruppMannesmann im Duisburger Süden hatten sich viele Duisburgerinnen und Duisburger versammelt, um über ihre Stadt zu diskutieren.
„Wir wollen die Zukunft Duisburgs mit Ihnen gemeinsam gestalten. Gefragt sind deshalb Ihre Ideen, Anregungen und Vorschläge,“ verkündete der Flyer. Und es kamen viele Ideen und Vorschläge – die Duisburger sind engagiert, wollen ihre Stadt verändern.


Und sie leiden unter dem Außenbild, das nicht zuletzt Sendungen wie „Hartz und herzlich“ und diverse Reportagen mit Duisburg als Negativbeispiel generiert haben. Das soll sich nun ändern. Denn Duisburg kann mehr. Aus der ehemaligen Bergbaustadt, in der man die Wäsche nicht auf die Leine hängen konnte, weil sie bereits nach zehn Minuten schwarz vor Ruß war, ist eine lebendige Stadt mit viel Grün geworden.

"Wir haben uns viel vorgenommen"


„Wir haben uns viel vorgenommen. Das Image unserer Stadt soll positiver werden. Dazu starten wir nun einen Leitbildprozess und beginnen mit einem Bürgerdialog. Gemeinsam mit Ihnen möchten wir neue Perspektiven für Duisburg entwickeln. Ich bin ausgesprochen gespannt auf das, was der heutige Abend bringt,“ so Oberbürgermeister Sören Link.
Nach einer kurzen Einführung und einem kleinen Speeddating, um sich besser kennenzulernen, setzten sich die Besucher an Gruppentischen zusammen. Die Tische waren mit weißen, beschreibbaren Tischdecken bezogen, auf denen mit Edding Ideen gesammelt wurden. Zuvor konnte jeder schon einmal im Saal herumgehen und seine Ideen auf bereitstehende Whiteboards schreiben.

"Man schämt sich ja, Duisburger zu sein"


Der Schwerpunkt lag ganz klar auf dem Image Duisburgs, das zur Zeit nicht das Beste ist. „Man schämt sich ja, Duisburger zu sein und traut sich das gar nicht mehr öffentlich zu sagen, weil man sofort in eine Schublade gesteckt wird“, so ein Besucher. „Man muss sich erklären, das will ich nicht mehr“, ein anderer. „Man darf sich nicht schämen, Duisburger zu sein“, darin waren sich alle einig.
Aber das ist leicht gesagt, wenn Duisburg mit Pro-blemstadt gleichgesetzt wird. Das soll sich nun ändern!
Andere Städte mit einem schlechten Image haben es bereits geschafft, dieses zu ändern. Berlin wurde sogar zur Szenestadt Nummer eins. Warum sollte das nicht auch Duisburg gelingen? Es gilt nun, sich Gedanken zu machen und zu schauen, wie andere Städte dies gemeistert haben.
Gefragt waren Vorschläge zu den Themen: „Arbeiten, Wohnen und soziales Miteinander“, „Bildung und Wirtschaft“, „Umwelt und Grün“, „Freizeit, Kultur und Sport“ sowie „Image und Identifikation“.
„Was ist in Duisburg gut so, wie es ist?“, „Was muss unbedingt besser werden?“ und „Welche Ideen und Vorstellungen haben Sie von der Zukunft für Duisburg?“. Mit diesen drei Fragen beschäftigten sich die Besucher den ganzen Abend, und es kamen erstaunlich viele Ideen dabei heraus.


"Wir sammeln jetzt erstmal alle Ideen"


„Wir sammeln jetzt erst einmal alle Ideen und werten sie dann aus“, so Birgit Nellen, Leiterin der Stabstelle Strategisches Marketing im Büro des Oberbürgermeisters. Sieben Bürgerforen soll es geben. Weitere werden im Casino Bliersheim in Rheinhausen, im Walsumer Brauhaus Urfels, im Medien Bunker Marxloh, in der Haniel Akademie in Homberg, im ThyssenKrupp Steel Europe Besucherzentrum in Meiderich und im Opernfoyer in Stadtmitte folgen. Gemeinsam mit der Agentur IQ aus Dortmund hat die Stadt die Ideenwerkstatt auf die Beine gestellt.
Was auch immer am Ende des Leitbildprozesses herauskommen wird, eines kann man schon jetzt mit Sicherheit sagen: Es tut sich was in Duisburg!

Text: Janina Schulze/Fotos: Frank Preuß



Die weiteren Ideenwerkstätten:

=> Stadtbezirk Walsum: 14. Juni, 18 Uhr, Walsumer Brauhaus Urfels, Römerstraße 109, 47179 Duisburg.
=> Stadtbezirk Homberg/Ruhrort/Baerl: 6. September, 18 Uhr, Haniel Akademie, Franz-Haniel-Platz 1, 47119 Duisburg.
=> Stadtbezirk Duisburg Mitte: 25. Oktober, 18 Uhr, Theater Duisburg, Opernfoyer, Neckarstraße 1, 47051 Duisburg.
=> Stadtbezirk Rheinhausen/Rumeln-Kaldenhausen: 24. Mai, 18 Uhr, Casino Bliersheim, Bliersheimer Straße 83, 47229 Duisburg.
=> Stadtbezirk Hamborn: 25. August, 18.30 Uhr, Medien Bunker Marxloh, Johannismarkt 18, 47169 Duisburg.
=> Stadtbezirk Meiderich/Beeck: 29. September, 18.30 Uhr, ThyssenKrupp Steel Europe, Besucherzentrum (Parkmöglichkeit P1), Kaiser-Wilhelm-Straße 100, 47166 Duisburg.
=> Weitere Infos unter www.ideen-fuer-duisburg.de
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12 Kommentare
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 16.05.2016 | 18:01  
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Dirk Schlenke aus Duisburg | 17.05.2016 | 09:35  
Lokalkompass Duisburg aus Duisburg | 17.05.2016 | 12:49  
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Dirk Schlenke aus Duisburg | 17.05.2016 | 13:09  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 17.05.2016 | 19:26  
402
Frank Nohl aus Duisburg | 17.05.2016 | 20:18  
5.024
Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 17.05.2016 | 20:45  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 17.05.2016 | 20:45  
402
Frank Nohl aus Duisburg | 17.05.2016 | 20:54  
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Dirk Schlenke aus Duisburg | 18.05.2016 | 08:36  
Sabine Justen aus Duisburg | 18.05.2016 | 09:15  
5.024
Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 18.05.2016 | 23:30  
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