Kommentar: Vorschuss für die DVG - Wirtschaftlicher "Wahnsinn"

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Thomas Wolters (FDP) hat sofort auf eine Sitzungsvorlage reagiert, die am 26. Juni den Haupt- und Finanzausschuss und am 3. Juli den Rat passieren soll: Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG soll bis zum 30.6.2042 mit den Personenverkehrsdiensten betraut werden.
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Wolters rechnet vor, was es kostet, falls der DVG auf 25 Jahre die Treue geschworen werde, denn jährlich würde ein Millionen-Defizit eingefahren. Würde man private Unternehmen stattdessen beteiligen, meint Wolters, könnte man erwarten, dass wirtschaftlicher gearbeitet würde. Doch die Alternative werde nicht einmal "geprüft".

Wenn so riesige Unternehmen ohne Zuschüsse nicht klar kommen, muss die Frage auch gestellt werden: Warum? Stattdessen wird einfach weiter defizitär gewirtschaftet wie bisher.

Wenn Unternehmen Miese machen, finden sie Finanziers. Die Stadt, die ihrerseits die kommunalen Sozialkosten kaum tragen kann, legt sich auf 25 Jahre Millionen-Stütze für die DVG fest, ohne damit irgendwelche Konsequenzen oder Anforderungen zu verbinden.

Das ist wirtschaftlicher "Wahnsinn". In diesem Punkt hat Thomas Wolters wohl recht.
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