BÜCHERKOMPASS: Rezension "Kleeopold und Kleementine - En Döneken über sowat von dusel"

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Dat Döneken vom Glück im Unglück

Süße Fabel, die von Claus Sprick ins Ruhrdeutsche übersetzt wurde. Im Original ist die Erzählung von Werner Holzwarth, seinerseits freier Journalist und in der Werbebranche tätig. Die Illustrationen sind herzallerliebst, mir persönlich aber etwas zu eintönig. Aber eine Kleeblätter-Wiese gibt nun mal nicht mehr her... oder doch?

Dat Döneken (zu hochdeutsch: Erzählung) ist eine kurze Fabel (wirklich sehr kurz, ich hatte eine längere Geschichte erwartet) über Kleeblätter. Richtig gelesen. Kleeblätter.

Kleeblätter haben für gewöhnlich ja nur drei Blätter - hat eines dann aber vier Blätter, dann heißt es: GLÜCK gehabt! Das hat auch der "kleene Eumel" von Kleeopold und Kleementine, die mit samt Sippschaft auf der Kuhwiese vor sich dahin wachsen.

Nur einer, der Kleeberhard, denkt, dass vierblättrige Kleeblätter nicht anders sind als alle anderen. Der möppert und stänkert rum. Er wird aber eines besseren belehrt, denn Eumel mit den vier Blättern hat Glück im Unglück.

[Achtung Spoiler]

Eine Kuh stratzt an, Eumel duckt sich nicht wie die anderen und einen kurzen Augenblick denkt man: Der wird jetzt gefressen. Doch nichts da!

Eumel hat Glück! Auch alle anderen... denn nur einer hat Pech: Der olle Meckerbaat ist futsch.

Die Moral von dem Döneken: Glück hat man, wenn man fest dran glaubt!

Eine schöne Fabel, aber für Kinnas an sich nix. Denn dat ganze ist weder wat zum Lesen lernen, noch zum Vorlesen. Als Geschenk für alteingesessene Ruhrpottler alle Male besser geeignet. Von mir gibts 7 von 10 Punkten!
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1 Kommentar
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Heidi Dohle aus Arnsberg-Neheim | 12.05.2014 | 21:17  
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