Topspiel am Freitagabend zwischen Duisburg und Magdeburg

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Die Zebras wollen am Freitag im Spitzenspiel gegen Magdeburg auch wieder jubeln (Foto: Hannes Kirchner)
 
Andy Wiegel lobte auf der Pressekonferenz die gute Stimmung in der Mannschaft. Trainer Ilia Gruev möchte die Punkte an der Wedau halten
Duisburg: Trainingszentrum Westender Str. | Mit einem 2:0 Erfolg über die Reserve von Mainz 05 setzte der MSV seine Siegesserie weiter fort. Verteidiger Dustin Bomheuer gelang sein dritter Treffer im dritten Spiel und Trainer Ilia Gruev muss sich langsam überlegen ob er Bomheuer nicht als Stürmer einsetzen soll. Kingsley Onuegbu gelang der zweite Treffer des Spiels in der ersten Halbzeit. Der MSV machte kein schönes Spiel, entschied die Begegnung aber souverän für sich und hat jetzt sieben Punkte Vorsprung auf den neuen Zweiten 1. FC Magdeburg. Spiele für sich zu entscheiden ohne ein schönes Spiel abzuliefern spricht für die Qualität des Tabellenführers, obwohl Gruev schon ein wenig mit der Leistung seines Teams haderte: „Es war eines der schlechtesten Spiele der Saison und ein Arbeitssieg.“ Eine Leistungssteigerung gegen Magdeburg setzt Gruev für Freitag voraus.

Kein Tageskassenverkauf am Spieltag

Die Magdeburger konnten sich deutlich gegen Osnabrück mit 3:0 durchsetzen und haben jetzt zwei Punkte Vorsprung auf die Osnabrücker. Die Vorzeichen für Freitag sind also Ideal, wenn der Tabellenzweite aus Magdeburg an der Wedau zu Gast sein wird. Leider befürchtet der MSV Besuch von Hooligans aus anderen Vereinen und hat in Zusammenarbeit mit der Polizei das Sicherheitskonzept verschärft. Wer das Spiel am Freitag gucken möchte hat noch bis Donnerstagabend Zeit sich eine Karte zu besorgen an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Online gibt es schon jetzt keine Tickets mehr zu kaufen. Die Tageskassen bleiben am Spieltag ebenfalls geschlossen, wer das Spiel besuchen möchte muss sich frühzeitig entscheiden, ein spontaner Ticketkauf ist am Freitag nicht mehr möglich.

Der MSV begründet diese Entscheidung mit der Karnevalszeit und der Brisanz des Spiels. Hooligans von vielen Vereinen aus ganz Deutschland besuchen zur fünften Jahreszeit die Karnevalshochburgen und könnten das Spiel Duisburg – Magdeburg für ihre Zwecke missbrauchen. Bereits vor einigen Wochen konnte die Polizei in der Nähe von Hamm ein direktes Aufeinandertreffen zwischen Duisburger und Magdeburger Hooligans vermeiden. Geschäftsführer Peter Mohnhaupt erklärt die Maßnahme auf der Vereinshomepage so: „Wir hoffen, mit dem Stopp des Verkaufs am Donnerstagabend zu verhindern, dass Personen in unser Stadion gelangen, die wir nicht beim Fußball sehen wollen, weil es ihnen nicht um Fußball geht.“

Sicherheit geht vor und der MSV hofft natürlich, dass es friedlich bleibt und alle Zuschauer in der Schauinsland – Reisen Arena ein tolles Fußballspiel sehen werden. Bis jetzt sind knapp 15.000 Karten verkauft worden, der MSV rechnet mit 18.000 Zuschauern. Die Magdeburger haben ihr Gästekontigent komplett verkaufen können.
Nach dem Big Point gegen Münster in der Nachspielzeit und dem Auswärtssieg in Mainz soll die Serie natürlich weitergehen, seit 10 Spielen sind die Meidericher jetzt ungeschlagen. Mit einem Sieg würde man weiter einsam seine Kreise an der Spitze drehen und könnte sich weiter absetzen.

Die Magdeburger haben sich still und heimlich an die Spitzenplätze der Liga heran gekämpft und mit dem deutlichen Sieg in der vergangenen Woche gegen den bisherigen zweiten Osnabrück ein Ausrufezeichen gesetzt. Duisburgs Nummer eins im Tor Mark Flekken konnte wegen muskulären Problemen in Mainz nicht spielen und Marcel Lenz stand zwischen den Pfosten. Ob Flekken am Freitag spielen kann ist noch nicht klar, es stehen noch weitere Untersuchungen an. Hinter dem Einsatz von Nico Klotz steht ebenfalls ein Fragezeichen, er plagt sich mit einer Sprunggelenksverletzung rum. Lenz machte in Mainz ein gutes Spiel und brennt sicher auf einen weiteren Einsatz vor heimischem Publikum.

"Stimmung im Team ist großartig" - Andreas Wiegel



Gruevs Team wird die Magdeburger sicher nicht unterschätzen und von Beginn an druckvoll zu Werke gehen. Andreas Wiegel betonte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel nochmal, dass weiter Gas gegeben wird: "Es wäre der größte Fehler sich jetzt auf dem Vorsprung auszuruhen. Die Motivation im Team ist groß genug keinen Schritt weniger zu machen." Mit einem Sieg am Freitag wäre der nächste große Schritt getan für die Mission Wiederaufstieg. Die Verantwortlichen hoffen, dass das Sicherheitskonzept aufgehen wird und sich alle Beteiligten auf ein schönes Spiel freuen können.
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