Alte Cuesterey zeigt Opas coole Puppenstuben

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Hans-Peter Plenter mit Tochter Kea Wolter und seinen drei musikalischen Enkeln. Die machten die Eröffnung der Ausstellung zu einer ganz besonderen Veranstaltung. Das Publikum in der Cuesterey war begeistert. (Foto: Winkler)
 
Jürgen Becker vom Kultur-Historischen Verein eröffnete die Ausstellung. (Foto: Winkler)

Die Türen der Puppenstuben in der Alten Cuesterey sind seit dem Wochenende geöffnet. Beim Start der Ausstellung „Rückkehr der Miniwelten“, die der Kultur-Historische Verein Borbeck (KHV) bis zum 3. Januar in dem Heimatmuseum am Weidkamp 10 präsentiert, befand sich unter den Besuchern auch die komplette Familie des Puppenstuben-Erbauers Hans-Peter Plenter.

Seine Tochter Kea Wolter und ihre drei Kinder machten aus der Eröffnungsfeier eine ganz besonders gelungene Veranstaltung. Thematisch abgestimmt spielte das Streicher-Quartett einige Musikstücke zu ausgewählten Puppenstuben, die Kea Wolter mit fachkundigen und unterhaltsamen Anmerkungen vorstellte.
Beeindruckt waren die Gäste nicht nur von der Leistung der Violinistin, die Mitglied der Staatsphilharmonie Nürnberg ist, sondern auch vom musikalischen Talent ihrer Sprösslinge. Ohne eine Spur von Nervosität spielten die elfjährige Insa auf der Geige, der zehnjährige Jan auf dem Cello und der gerade fünf Jahre alt gewordene Julian auf seiner kleinen Kindergeige.

Applaus für kleine Musiker

Dafür gab es jede Menge Applaus, unter anderem von der begeisterten Borbecker Musik-Liebhaberin Margit Sund, die meinte: „War das schön! Ich krieg‘ mich gar nicht mehr ein.“
Schön fanden die Besucher beim anschließenden Rundgang durch die Ausstellung auch die selbstgemachten Puppenstuben, die der Dinslakener Hans-Peter Plenter in vier Jahrzehnten mit viel Hingabe und Liebe zum Detail erschaffen hat.
Erstmals konnten in der Alten Cuesterey auch die Enkel die gesammelten Werke des Großvaters bestaunen. Insa Wolter hatte ihren Favoriten schnell gefunden: „Opas Puppenstuben sind cool und toll. Am besten gefällt mir das große Puppenhaus.“ Marie-Luise Geldsetzer, die jahrelang Verschlusskappen, Deckel und Korken für ihren kreativen Schwager gesammelt hatte, war extra aus Betzdorf an der Sieg zur Ausstellungseröffnung nach Borbeck gereist: „Wahnsinn, das ist unglaublich. Diese Ideen für so viele unterschiedlich gestaltete Räume muss man erst einmal haben“.

Am Freitag wird das Cuesterey-Fenster eröffnet

Am Freitag, 27. November, erfolgt um 17 Uhr mit Rezitation, Gesang und Glühwein die Öffnung des Cuesterey-Fensters, das traditionell von der Schönebeckerin Hannelore Diekmann gestaltet wird. Mit bunten Servietten und Seidenpapier zaubert das KHV-Mitglied märchenhafte Geschichten aus 1001 Nacht auf die Scheiben. In Szene gesetzt und bei Dunkelheit angestrahlt werden „Der fliegende Teppich“, „Der kleine Muck“ sowie „Der fliegende Koffer und Kalif Storch“.

Wie bereitete man sich früher auf Weihnachten vor?

Am Dienstag, 1. Dezember, sprechen Regina Pfeiffer und Pfarrer Klaus Nösges ab 15.30 Uhr im Erzähl-Café mit ihren Gästen über Feste und Riten im Advent wie Nikolaus-Tag, Lichterfest und Barbara-Zweige. Bei Kaffee und Kuchen können die Besucher in gemütlicher Runde erzählen, wie sie sich früher auf das Weihnachtsfest vorbereiteten, wann die Krippe in der Familie aufgestellt wurde und ob es besondere Brot- und Backwaren gab. Dabei werden in der Alten Cuesterey auch gemeinsam Adventslieder gesungen.

Eintritt in die Cuesterey ist frei

Der Eintritt zu den Veranstaltungen und zur Ausstellung, die außer montags von 15 bis 18 Uhr geöffnet ist, ist frei.
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