An der Borbecker Dürerschule mögen sie es klassisch

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Das Zusammenspiel ist noch ein wenig schwierig. Schließlich haben Taqwa, Livia, Aminata, Mira, Karina und Kamilla erst zu Schuljahresbeginn mit dem Erlernen ihres Instruments begonnen. (Foto: Winkler)
 
Cornelia Krause (Foto: Winkler)

Ganz vorsichtig trägt Taqwa das Cello über die Flure der Dürerschule. Die Zweitklässlerin ist seit Ende der Sommerferien eines der Kinder, die an der Borbecker Gemeinschaftsgrundschule Musikunterricht erhalten. Dank des Engagements von Cardellino, dem Verein Begabtenförderung Musik Essen Borbeck e.V.

„Ich kann schon ein bisschen was“, verkündet Taqwa stolz. Und auch die anderen Neuen, Aminata, Mira und Livia an der Geige, sind schon gut mit dabei. „Wir üben jeden Tag“, machen sie deutlich, mit welchem Feuereifer sie bei der Sache sind.
Cornelia Krause sieht das gerne. Die Borbeckerin, die als Kind selbst die Dürerschule besucht hat, steht hinter dem Cardellino-Musikförderprojekt. „Wir möchten über unsere Projekte Kindern und Jugendlichen klassische Musik näher bringen. Vor allem auch denjenigen, die aufgrund ihres sozialen und familiären Umfelds nur wenig oder gar keinen Zugang zu diesem Bereich haben.“

Rechnung geht seit Jahren auf

An der Dürerschule geht die Rechnung auf - und das seit Jahren. Dabei geht man an der Städtischen Gemeinschaftsgrundschule an der Wallstraße eigene Wege, kombiniert die Fördermöglichkeiten, die sich den Schülern durch Cardellino eröffnen mit denen des Jeki-Programms (Jedem Kind ein Instrument).
„Nur dass wir seit diesem Schuljahr bei Jeki den Schwerpunkt auf den Chorbereich legen“, verrät Schulleiterin Angela Effing-Sagel.
Damit ist eine gute Grundlage gelegt für den Beginn des Instrumentenunterrichts im zweiten Schuljahr. Der folgt ganz gezielt durch ausgebildete Musikpädagogen. Zweimal in der Woche haben Aminata und die anderen Geigenunterricht, gleiches gilt für Taqwa und die anderen Cello-Kids.
Katharina und Kamilla haben sich für ein anderes Instrument entschieden. „Wir spielen Gitarre“, erzählen sie und berichten stolz von den ersten Erfolgen. „Wir können schon ein Lied.“ Die musikalische Förderung der Grundschüler an der Wallstraße umfasst insgesamt drei Stunden pro Woche. Neben dem Instrumentenunterricht gibt´s noch die Chorstunde. „Und auch da“, so freut sich Cornela Krause, „sind die Kinder mit Feuereifer bei der Sache.“
Dass der Samen, den sie im Grundschulbereich legen aufgeht, erleben die Cardellino-Gründer immer wieder. „Wir haben inzwischen einige Schüler, die längst das Gymnasium besuchen. Und sie sind noch immer mit dabei “, erzählt Cornelia Krause. Besonders erwähnenswert: „Unter ihnen gleich mehrere, die über eine besondere musikalische Begabung verfügen.“

Sommer- und Weihnachtskonzerte

In ihre Fußstapfen möchten Aminata und die anderen Neueinsteiger irgendwann natürlich gerne einmal treten. „Doch bis dahin ist es noch ein Weg“, weiß Cornelia Krause. Jetzt heißt es erst einmal, sich auf die anstehenden Auftritte vorzubereiten.
Dazu gehören die regelmäßigen Cardellino Sommer- und Weihnachtskonzerte. „Auftrittsmöglichkeiten sind wichtig für die Kinder“, betont die zweite Vorsitzende des Cardellino-Vereins.
Angela Effing-Sagel stimmt zu: „Es ist immer wieder toll zu sehen, wie sich die Kinder auf die Musik und die Instrumente einlassen, nicht nur die Musiker, sondern auch diejenigen, die im Publikum sitzen.“
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