In Borbecker Realschule schäumt und stinkt es

Mädels wie Jungs hatten Freude an der Experimentierstunde in der Realschule. Fotos: Winkler
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Wieviel Wasser kann eigentlich eine Windel aufnehmen? Und welche Chemikalien muss ich mischen, damit es schäumt, stinkt und knallt?

Bereits seit vier Jahren lädt die Realschule am Schloß Borbeck in Essen interessierte Mädchen und Jungen der umliegenden Grundschulen zu einem naturwissenschaftlichen Schnuppernachmittag ein.
„Damit gewöhnen wir die Viertklässler schon einmal an die Atmosphäre unserer weiterführenden Schule“, erklärt der stellvertretende Schulleiter Ulrich Sauerstein. Selbstverständlich nutzt man auf diese Weise auch die Chance, die eigene Leistungsfähigkeit aufzuzeigen und so das Interesse der potentiellen Neu-Schüler auf den Standort an der Schlossstraße 121 zu lenken. Schließlich möchte sich das Kollegium auch im kommenden Schuljahr wieder auf viele aufgeweckte Kinder im neuen fünften Jahrgang freuen.
36 Grundschüler nahmen das Angebot gern wahr und statteten der Schloß-Realschule einen zweistündigen Besuch ab. Auf dem Lehrplan standen für diesen besonderen Gast-Tag aber natürlich nicht Deutsch und Mathe sondern Chemie und Informatik. „Die Kinder wissen ja genau, dass dies nicht dem täglichen Schulalltag entspricht, aber zum Einstieg muss man ihnen schließlich etwas Spannendes bieten“, weiß Sauerstein, dass man sich für die Präsentation zwei der Unterrichts-Rosinchen herausgepickt hat. Aber die schmeckten den Besuchern auch ganz besonders gut.
Vor allem im Chemieraum ließen die Grundschüler ihrem Forscher-Drang freien Lauf - nicht ohne vorher in Schutzkleidung zu schlüpfen und erst nach einer entsprechenden Sicherheitseinweisung. Unter Leitung von Evelyn Meißner und unterstützenden Mentoren aus dem neunten und zehnten Jahrgang experimentierten sie zum Beispiel mit nassen Windeln, Halslutschtabletten und heißem Glas. In einem kleinen Geruchsparcour galt es, Parfüm, Vanille und Buttersäure zu erschnuppern.
Nebenan nahm sich derweil Michael Schulz dem anderen Teil der Schüler an. Sein Fachgebiet: die Informatik. Spielerisch gab er den Neulingen einen kleinen Einstieg in die Welt des Programmierens. Immerhin sind Computer zu wesentlich mehr gut, als sich in sozialen Netzwerken zu tummeln oder Online-Rollenspiele zu zocken. Und wer hätte gedacht, dass sich anhand des traditionellen „Schiffeversenken“ sogar die Grundlagen der Tabellenkalkulation erlernen lassen?
Nach der Hälfte der Zeit wurde getauscht und am Ende gab es allerhand Eindrücke zu verarbeiten. Möglicherweise nach dem Sommer direkt in den Räumlichkeiten an der Schloßstraße. Und wenn nicht, dann eben woanders.

Autor:

Sara Drees aus Dortmund

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