Borbeck Kurier-Mitarbeiterin Nadima Kurbani genießt das bunte Treiben beim Rosenmontagszug aus ungewohnter Perspektive

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  Das Kostüm liegt griffbereit. Ganz ohne möchte ich mich auf keinen Fall ins bunte Treiben stürzen. Denn in diesem Jahr erlebe ich den Rosenmontag aus ungewohnter Persepektive, bin mitten drin beim Zug, hoch oben auf dem Wagen der „FidelenFrintroper“.


Menschen, so weit das Auge reicht: Verzweifelt suche ich nach einem Parkplatz an der Giradetstraße. Trotz überfüllter Straßen werde ich schließlich fündig.
Ich halte Ausschau nach Wagen Nummer 18. „Nagonia“ soll groß an der Front des Gefährts. Glück gehabt, das närrische Vehikel fällt sofort ins Auge. Wir sind richtig. Gemeinsam mit einer Freundin bin ich zu Gast auf dem Wagen der „Fidelen Frintroper“. Ein ungewohntes Karnevalserlebnis.

An Bord des fidelen Narrenschiffes

Mit insgesamt 17 Mitgliedern der Karnevalsgesellschaft besteigen den Wagen, Entschuldigung das Schiff, mit der Aufschrift „1951 e.V. KG Fidele Frintroper“.
„Wir haben in diesem Jahr ein Kätzchen mit an Bord“, begrüßt man mich sofort augenzwinkernd mit einer netten Bemerkung über meine Verkleidung. Die Stimmung an Bord ist von Anfang an super. Die erfahrenen Karnevalisten sind bestens vorbereitet. Es gibt Snacks und Getränke.
In der Präsidentensuite - so heißt das andere Ende des Wagens, das vom Rest abgegrenzt ist - empfangen mich Monika und Jochen Herforth. Beide sind im Vorstand der Geselllschaft aktiv.
„Unser Narrenschiff haben wir von einem befreundeten Karnevalsverein in Oberhausen gemietet und am Sonntagnachmittag ganz schnell in einen Wagen der Fidelen Frintroper umgewandelt“, klärt mich Günter Sprenger, erster Vorsitzender der Gesellschaft, auf.

Tausende bunte Gesichter

Es dauert nicht lange, und der Zug setzt sich in Bewegung: Tausende bunte Gesichter winken uns zu. „Helau“, schallt es zu uns herauf. Mit beiden Händen werfen wir Kamelle in die Menge. Und auch die Fidelen Frintroper, allesamt ganz maritim in rot-weiße Ringelshirts gekleidet, zeigen, was sie stimmlich so drauf haben.
„Schau mal, wie happy die sind“, freut sich meine Freundin über die strahlenden Kids am Straßenrand, die wir mit süßen Bonbons überraschen. Vor lauter Begeisterung über die Stimmung und die vielen neuen Eindrücke ist mir gar nicht aufgefallen, wie kalt meine Finger vom Kamellewerfen geworden sind. Hätte ich heute früh nur an Handschuhe gedacht. Außer kalten Händen gibt es aber nichts zu beklagen. „Selten hatten wir so schönes Wetter“, erzählt mir Jochen Herforth und schickt direkt ein Kompliment hinterher: „ Vielleicht liegt das an Ihrer Teilnahme!“

Regen oder Schnee schreckt Jecken nicht

Doch ob Regen oder Schnee, echte Karnevalisten wie die Fidelen Frintroper lassen sich durch nichts vom Feiern abhalten.
Nach etwa drei Stunden ist der Zug am Hauptbahnhof angekommen. An Bord unseres Narrenschiffes sind inzwischen auch die Süßigkeiten zu Ende gegangen. Jochen Herforth und die anderen Fidelen Frintroper haben aber immer noch nicht genug vom Karneval. „Für uns geht die Session erst am Veilchen-Dienstag mit einem Kostümfest zu Ende“, verrät mir der Präsident der lustigen Truppe.
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