10 Jahre Engagement für Essens Stadtbild – Feierliche Preisverleihung ehrt „pico-bello-SauberZauber“-Teilnehmer

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Oberbürgermeister Reinhard Paß mit den Gewinnern und Sponsoren des 10. pico-bello-SauberZauber 2015 (Foto Peter Prengel - Stadt Essen)

Der "pico-bello-SauberZauber" ist eine Essener Erfolgsgeschichte, die von dem Einsatz der tatkräftigen Ehrenamtlichen lebt. Seit mittlerweile einem Jahrzehnt beweisen sie gemeinsam mit den langjährigen Sponsoren Einsatz- und Durchhaltewillen. Egal ob KiTa-Kinder, Schüler, Vereinsmitglieder, Unternehmensbelegschaften, Familien und Einzelpersonen - es machen alle mit!

Auch im zehnten Jahr konnten wieder viele Essener begeistert werden und mit 13.872 Teilnehmern, beteiligten sich so viele Bürger wie noch nie. Auch im Jubiläumsjahr wurden unter allen „SauberZauberern“ Gewinne verlost. Das Einrichtungshaus XXXL Kröger stiftete hierfür die Preise, mit denen Schulen, Kitas, Vereine und eine Essener Familie belohnt werden. Schirmherr Oberbürgermeister Reinhard Paß lud für die Preisverleihung auf die 22. Etage des Essener Rathaus.

Die Preise schließlich verlieh Kai Müller als Geschäftsführer von XXXL Kröger. Für das Unternehmen sei es eine Freude, die Tradition als Sponsor der verlosten Preise auch im zehnten Jahr weiterzuführen. Auch ihm sei eine grüne Stadt Essen wichtig, betonte er. Die Preisverleihung sei ein Weg, „Danke“ an alle Essener zu sagen, denen eine vermüllte Stadt nicht egal ist. Alle Preisträger erhielten Warengutscheine des Einrichtungshauses.


Anerkennung für die Preisträger


Der Familienpreis ging in diesem Jahr an Familie Jetter aus Bergerhausen, die zu viert Spielplätze und Grünflächen in ihrem Wohnumfeld aufräumte. Die engagierte Familie erhielt einen Einkaufsgutschein im Wert von 100 Euro, konnte aber leider nicht persönlich an der Verleihung teilnehmen.

Traditionell machen Schulen und KiTas die Mehrheit an Teilnehmern aus. Seit teilweise zehn Jahren sind manche von ihnen alljährlich als Teilnehmer beim „pico-bello-SauberZauber“ dabei. Als Zeichen der besonderen Anerkennung dieses stetigen Engagements wurde in diesem Jahr die Hauptschule an der Wächtlerstraße ausgezeichnet. Über 70 Schüler und Lehrer der siebten Klasse nahmen teil, um rund um ihre Schule für Sauberkeit zu sorgen. Lehrerin Barbara Kampmann und Sozialarbeiter Werner Hojenski nahmen gemeinsam mit Schülern ihren 500-Euro-Gutschein entgegen.

Die Kindertagesstätte „Pustekuchen“ aus Steele, die bei der Aktion mit 10 Kindern und 2 Erzieherinnen unterwegs war, erhielt einen Warengutschein im Wert von 750 Euro. Diesen nahmen Pustekuchen-Leiterin Andrea Pauker und ihre kleinen „SauberZauberer“ freudestrahlend in Empfang.

Der Verein „BürgerInitiative Gegen den Wilden AutoMarkt e.V.“ (BIGWAM e.V.) durfte sich über einen 250-Euro-Gutschein freuen. Die Initiative, die sich um die Belange des Essener Nordens kümmert, war in Bergeborbeck und Vogelheim unterwegs, um Müll und Unrat zu sammeln. Klaus Barkhofen und weitere Vereinsmitglieder nahmen den Scheck entgegen, den Kai Müller und Oberbürgermeister Reinhard Paß gemeinsam übergaben.

SauberZauber ist wichtig – nach wie vor


Was 2006 als gemeinsame Aktion verschiedener städtischer Ämter, Gesellschaften und anderer Institutionen ins Leben gerufen wurde, ist mittlerweile für viele Bürger ein fester Termin, den sie in ihren Stadtteilen gemeinschaftlich gestalten. Sie sammeln nicht nur zusammen, sie grillen und tauschen sich aus. Oberbürgermeister Paß lobte in seiner Ansprache ihr Engagement. Dieser Einsatz verändere Essen zum Besseren und der Einsatz-Willen der Essener sei stark. Auch im kommenden elften Jahr werde der „pico-bello-SauberZauber“ gebraucht und besonders mit Blick auf die „Grüne Hauptstadt 2017“.

Janina Krüger, Geschäftsführerin der Ehrenamt Agentur Essen e.V., die bereits zum vierten Mal im Auftrag der Stadt die Aktion zusammen mit den Entsorgungsbetrieben Essen (EBE) organisierte, schloss sich dem Lob von Reinhard Paß an. Ihr gefiel besonders, welche vielfältigen Gruppen unter den 13.872 Essener in 330 Aktionen zu finden waren. Janina Krüger schlug vor, dass der „SauberZauber“ verstetigt werden sollte, damit nicht nur an einem Tag im Jahr Essens Sauberkeit in aller Munde sei.


Bekenntnis zur Umwelterziehung


Für die EBE sprachen Rolf Friesewinkel, Leiter der Abteilung Abfallwirtschaft und Straßenreinigung, und Bettina Hellenkamp, Pressesprecherin, zu den Gästen der Preisverleihung. Das Abfallentsorgungsunternehmen spendete Säcke, Zangen, Handschuhe und Westen, verteilte diese und kümmerte sich um die fachgerechte Entsorgung der vielen Müllsäcke, die von Essener Bürgern gefüllt wurden. Sie betonten die Nachhaltigkeit der Aktion, bei der schon die ganz Kleinen würden lernen, wie wichtig städtische Sauberkeit ist. Ohne die EBE gäbe es den „SauberZauber“ in der Form nicht. Bettina Hellenkamp: „Dafür nehmen wir jedes Jahr richtig Geld in die Hand, eine satte fünfstellige Summe. Das ist in diesen Zeiten des Sparens ein klares Bekenntnis zur Umwelterziehung!“. Nach zehn Jahren Aufräumaktion sei mittlerweile eine kleine aber merkliche Veränderung im Handeln der Bürger zu beobachten, befand Rolf Friesewinkel. Aus seiner Sicht verlief der Jubiläums-„SauberZauber“ weniger aufregend als in den letzten Jahren. „Damit sind wir aber sehr zufrieden. Denn es bedeutet, dass kein Satz Treckerreifen oder ein alter Kneipentisch – wie in manchen Vorjahren – entfernt werden mussten. Die EBE kann nicht ganz Essen sauber halten, sondern daran müssen viele, viele Bürger jeden Tag mitarbeiten. Wer mal als kleiner Sauber-Zauberer mühsam Flugmüll aufgepickt hat, wirft hoffentlich so leicht nichts mehr einfach in die Gegend. Gut so – und weiter so!“, erklärte Rolf Friesewinkel.


Gegen Zivilisationsmüll im Wasser


Als Problem, mit dem der Ruhrverband als Wasserwirtschaftsunternehmen zu kämpfen habe, nannte Markus Rüdel, Abteilungsleiter Unternehmenskommunikation, die Massen an „Zivilisationsmüll“, die sich nicht nur auf den Straßen, sondern auch in den Gewässern der Stadt finden. Große Mengen Unrat und Müll werden tagtäglich in die Anlagen des Ruhrverband und an die Ufer unserer Flüsse gespült. Gewässer-Sauberkeit sollte nicht nur den Profis vom Ruhrverband ein Anliegen sein, weswegen die stadtweite Aufräumaktion ebenfalls die Wasserflächen ausdrücklich miteinbezieht. So passte das Engagement des Unternehmens, das bereits zum wiederholten Mal Zangen sponserte.

Ein weiterer wichtiger Sponsor beteiligt sich ebenfalls seit Jahren und sorgt für die innerstädtische Mobilität der Engagierten. Dank der Essener Verkehrs AG (EVAG) hatten alle Teilnehmer, die einen Aktionsbutton vorzeigen konnten, am Hauptaktionstag freie Fahrt im Essener Stadtgebiet. Eine wichtige Unterstützung, denn so konnte der Einsatz von über 13.000 „SauberZauberern“ erleichtert werden.

Die NOWEDA eG unterstützte die Aktion tatkräftig bei der Öffentlichkeitsarbeit und warb über ihr Apothekennetz. Denn nur wenn noch mehr Menschen in Essen von der Idee des „pico-bello-SauberZauber“ erfahren, kann die Aktion in den kommenden Jahren stetig wachsen. Davon profitieren Essens Umwelt und das Stadtbild.
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