Viel zu viel Müll in Deutschland

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Da hat man ja zunächst ein gutes Gefühl. Wenn in der WAZ heute berichtet wird, dass wir Essener im vergangenen Jahr "nur" 247 kg Müll pro Kopf erzeugt haben. Und damit im Vergleich zu 2005 rund 46 kg weniger pro Kopf. Doch das Gefühl schwindet ganz plötzlich, wenn man sich auch andere Studien anschaut. Das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft stellt fest, dass mit

37 Kilogramm Plastikmüll pro Einwohner

Deutschland 2015 deutlich über dem durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch in der EU lag. Damit nicht genug, der Pro-Kopf-Verbrauch an Plastik in Deutschland stieg zwischen 2005 und 2015 um 29 Prozent. Jetzt könnte man zur Ehrenrettung anführen, dass in Deutschland knapp 50% des anfallenden Abfalls wiederverwertet werden und die Recycling-Quote im EU-Schnitt liegt nur bei 40 Prozent. Doch unsere EU-Nachbarn wie Österreich, Dänemark und die Niederlande produzieren trotz ähnlicher Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung weniger Abfälle pro Einwohner. Also lasst uns mal über die Grenzen schauen und lernen, was unsere Nachbarn besser machen. Wir haben nur diese eine Erde.
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