Essen braucht neue Flächen für Gewerbeansiedlungen – und Erweiterungen

Bestandsflächen reichen zur Bedarfsdeckung kaum noch aus.

Die Fraktionen von SPD und CDU im Rat der Stadt Essen nehmen den Rückgang der durch die Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (EWG) vermittelten Gewerbegrundstücke mit Sorge zur Kenntnis. Die EWG konnte im zurückliegenden Jahr lediglich sechs Hektar an Gewerbeflächen absetzen. Die Nachfrage übersteigt das Angebot an Flächen bei weitem. Es zeichnet sich ab, dass bereits ansässigen Unternehmen keine Erweiterungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen werden. Damit schwinden auch die Chancen, neue Arbeitsplätze in Essen entstehen zu lassen.

„Essen braucht weitere Flächen für Gewerbeansiedlungen, insbesondere um Arbeitsplätze im produzierenden Gewerbe zu generieren. Wir wissen, dass eine Ausweisung weiterer Flächen für Industrie und Gewerbe - aber damit einhergehend auch für Wohnen - ein schwieriger Prozess ist, den es gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern zu meistern gilt. Dabei müssen oft auch alte Vorstellungen und bestehende Vorurteile abgebaut werden. Moderne Industrie raucht und stinkt nicht mehr so wie früher“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Rainer Marschan.
Was die Entwicklung der nationalen Kohlenreservefläche im Essener Norden angehe, so Rainer Marschan weiter, müssen die Städte Bottrop und Essen, ihre Wirtschaftsförderer und die RAG gemeinsam an einer zukunftsfähigen Entwicklung des Areals arbeiten, um den Bedürfnissen der regionalen Wirtschaft gerecht zu werden.

Auch Jörg Uhlenbruch, Vorsitzender der CDU-Fraktion drängt auf mehr Flächen insbesondere für die Industrie- und Gewerbenutzung: „Unsere Stadt ist seit Jahrzehnten deshalb eine beliebte Großstadt, weil zwischen den vielen Grünflächen auch zahlreiche Unternehmen hier ihren Sitz haben und damit tausende Arbeitsplätze verbunden sind. Wenn die Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (EWG) Alarm schlägt, wird es für uns höchste Zeit um zu handeln. Die Fraktionen von SPD und CDU sind sich über den Ernst der Lage im Klaren und werden alles politisch Notwendige tun, um wieder mehr Flächen für die Industrie- und Gewerbenutzung zur Verfügung zu stellen. Denn nur dann kann Essen als Großstadt auch im Ringen um Einwohner und Arbeitsplätze profitieren und in eine sichere Zukunft blicken.“

Autor:

Uwe Kutzner aus Essen-Nord

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