Schonnebeck enttäuscht: Manno schießt WSV in letzter Minute zum Remis

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Schonnebecks Berkay Öz erzielte in der zweiten Halbzeit den Essener Führungstreffer. (Photo: Gohl)
 
Machte eine gute Figur in einem kampfbetonten Spiel: Essens Kevin Barra. (Photo: Gohl)

Für Neu-Oberligist Schonnebeck finden die Festspielwochen langsam ein Ende. Zum Abschluss einer Serie von Topspielen wurde der Wuppertaler SV zum „Heimspiel“ am Uhlenkrug begrüßt. 1050 Fußballfans sahen dabei zu.

Der Gast aus Wuppertal kam mit gehörigem Rückenwind an den Uhlenkrug. Die Mannschaft von Trainer Stefan Vollmerhausen konnte letztes Wochenende Aufstiegsaspirant KFC Uerdingen mit einem 0:5 nach Hause schicken. Vor dem Spiel warnte SVS-Coach Dirk Tönnies vor der produktiven Offensive der Gäste, die zu der Zeit nur einen Tabellenrang unter der drittplatzierten SpVg standen.

WSV trifft zweimal Aluminium

Der WSV – unterstützt durch gut 600 mitgereiste Fans – begann wie erwartet offensiv. Die „Hausherren“ hielten dagegen und spielten mit, ließen sich aber zu Unaufmerksamkeiten verleiten. Wuppertals Kapitän Gaetano Manno gelang in der neunten Minute der erste wirkliche Torschuss der Partie. Der quirlige Angreifer kam von rechts, düpierte Matthias Bloch und setzte aus gut 14 Metern das Spielgerät an den Pfosten. Schonnebeck verlegte sich auf Konterspiel. In der 15. Minute erschien Wuppertals Enes Topal alleine vor dem Kasten von Essens Keeper Andre Bley, doch der Stürmer war zu ungenau. Nach einem Eckball setzte Wuppertals Danijel Gataric den Ball aus kurzer Entfernung ebenfalls an den Pfosten (18.). Der Gast war der Führung deutlich näher als die Schwalbenträger. Schonnebeck versuchte sich durch unterschiedliche Spielvariationen einen Zugang zu eröffnen, was noch nicht so Recht gelang. Entweder fehlte die Präzision oder die Durchsetzungskraft in den Zweikämpfen. In der 30. Minuten wurde Arian Reimann im gegnerischen Sechzehnmeterraum regelwidrig zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter vergab Kai von der Gathen. Doch danach nahm das Spiel an Fahrt auf. Reimann setzte in der 33. Minute das Spielgerät um ein Haar per Kopf in das Wuppertaler Gehäuse, traf jedoch nur Aluminium. Es war ein gutes Fußballspiel, in dem Schonnebeck dennoch ein Quäntchen zu hektisch agierte. Soufian Ramis Versuch aus gut 25 Metern (40.) und der durch ihn eingeleitete Konter (43.) sollten bis zur Pause die letzten guten Szenen aus Schonnebecker Sicht bleiben. Mit dem 0:0 ging es in die Kabine. Schonnebeck hatte zweimal Aluminium-Glück, doch wurde nach dem vergebenen Elfmeter stärker.

Berkay Öz besorgt die Führung!

Diese Tendenz sollte sich in Durchgang Zwei fortsetzen. In der 47. Minute wollte Berkay Öz eine Hereingabe von Rami kunstvoll verwerten. Doch der Seitenfallrückzieher landete in dem Armen von WSV Schlussmann Joshua Mroß. In der Tat ließ der Gast die Essener in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff gewähren und wurde nur sporadisch, wie zum Beispiel durch Ercan Aydogmus in der 52. Minute, gefährlich. Die erste gelbe Karte des Spiels verdiente sich Wuppertals Lucas Arenz nach hartem Einstieg gegen Georgios Ketsatis. Der fällige Freistoß wurde von Bloch per Kopf verlängert und erst auf der Linie geklärt. Der Gast aus Wuppertal war nun in der Defensive zu fahrlässig. In der 62. Minute wurde Öz auf Höhe der Mittellinie gefoult, den fälligen Freistoß verwandelte der schnell nach vorne geeilte Gefoulte selbst sehenswert im Fallen (63.). Die Führung war aufgrund des nachlässigen Abwehrverhaltens der Gäste nun verdient. Die Partie verlor indes nichts von ihrem kampbetonten Charakter. Die Spielunterbrechungen häuften sich. Aber die Gäste wirkten zunehmend rat- und konzeptloser. In den letzten zehn Minuten verdiente sich die Schonnebecker Defensive mehrfach Szenenapplaus. Der WSV blieb in der Folge nicht chancenlos. In der 88. Minute fiel der etwas überraschende und für den Gast glückliche Ausgleich. Kapitän Manno trat einen Wuchtschuss aus gut 30 Metern in den Essener Kasten. Bley war dabei chancenlos. Mannos Ausgleich sollte auch einen Schlussstrich unter die Partie setzen.

Tönnies lobt Wuppertals Manno

Wuppertals Trainer Stefan Vollmerhausen, sprach auf der anschließenden Pressekonferenz von einer gerechten Punkteteilung und merkte an, dass seine Mannschaft gerade in der ersten Halbzeit gefährlicher war. Nicht nur Vollmerhausen, sondern SVS-Coach Dirk Tönnies sahen den vergebenen Elfmeter als Wendepunkt der Partie. Für Essens Linienchef war der Strafstoß die „Initialzündung“ für eine aktivere Gangart seiner Schützlinge. Dennoch analysierte Tönnies: „Wir hatten die ersten 20 Minuten einfach Glück, das wir nicht in den Rückstand geraten sind.“ Der späte Ausgleich hätte zwar die Mannschaft enttäuscht, aber auch ein Remis gegen den Traditionsklub WSV würde „richtig abgespeichert“ werden, versicherte Dirk Tönnies. Beide Trainer lobten Wuppertals Torschützen Manno, der eindeutig das Spiel des WSVs geschultert und den Ausgleich erzielt hatte. Kommenden Sonntag muss die ungeschlagene Tönnies-Truppe, die nun auf dem zweiten Tabellenplatz steht, die Reise nach Grevenbroich zum SC Kapellen-Erft antreten. Der SC steht auf dem 13. Platz.

SpVg Schonnbeck
: Bley – Dluhosch, von der Gathen, Bloch – Patelschick, Barrera, Barra, Ketsatis – Rami (90. Jasberg) – Reimann (75. Schlomm), Öz (82. Kepenek).

Wuppertaler SV: Mroß – Leikauf, Fedler, Schmetz, Schurig – Topal, Dan. Gataric, Manstein (78. Dal. Gataric), Arenz (71. Ellmann) – Manno, Aydogmus.

Schiedsrichter: Robin Delfs (Bottrop).

Tore: 1:0 Öz (63.), 1:1 Manno (90.).

Zuschauer
: 1.050.

Bes. Vork.: von der Gathen verschießt Foulelfmeter (32.).
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