Rote Karte - hier gibt's kein Beißen, Hauen und Haare ziehen: Die Turnkinder, ein beliebtes Angebot beim TuS Altenessen 1919

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Das klassische frühkindliche Turnen erfreut sich beim TuS Altenessen 1919 großer Beliebtheit. Dieses Angebot fördert nicht nur die Beweglichkeit und körperliche Entwicklung bei den Drei- bis Sechsjährigen, sondern stärkt auch das Selbstvertrauen und die Ausbildung sozialer Kompetenzen.

Es braucht schon ein paar Muckis, um an einem Tau hochklettern zu können. Auf diese tricksige und anspruchsvolle Übung werden die Kiddies beim Kinderturnen des TuS Altenessen 1919 beim Absolvieren eines Parcours vorbereitet. „Wir trainieren an einer breiten Bank die Muskeln, die für das Hochklettern am Seil von Bedeutung sind“, erzählt Ulrike Fischer, Übungsleiterin und 2. Schatzmeisterin beim TuS Altenessen. Der Parcours besteht insgesamt aus etwa sieben Stationen. „Wir trainieren Oberkörper, Arme und Beine“, erzählt Ulrike Fischer. Dies erfolgt mithilfe von Ringen, an Barren, Reck oder Schwebebalken oder einer Slackline. An einer Kletterwand können die Kiddies Mut beweisen und sich auf eine darunter liegende Weichbodenmatte plumpsen lassen. Oftmals bringen die Kinder auch eigenen Ideen ein.

„Es wird auch viel gefragt, ob wir Kinder unter drei Jahren aufnehmen“, erzählt Ulrike Fischer, die, selbst Mutter, das Angebot einer Kinderturngruppe ohne Eltern im Jahre 2014 beim TuS mit aufgebaut hat. „Die Kleinen laufen zunächst an der Hand mit“, berichtet Fischer. Die Essenerin hat beobachtet: „Viele Kinder können heutzutage nicht rückwärts laufen oder schaffen nicht den Ansatz einer Vorwärtsrolle.“ Es sei sehr schön, eine Entwicklung bei den Kindern zu beobachten und zu erleben, wie sie mutiger werden und Fortschritte machen.

Rücksicht nehmen

„Wir haben auch Kinder mit Entwicklungsstörungen oder Kinder, wo die Eltern sich Sorgen machen, diese könnten ADHS haben. Aber manchmal ist es auch so, dass sich Kinder einfach zu wenig bewegen.“ Wenn Kinder regelmäßig kämen, würde deren Entwicklung gestärkt. Fischer: „Sie bewegen sich dann anders.“
Schöner „Nebeneffekt“ der Teilnahme am Kinderturnen: Auch die Fähigkeit zum soziale Miteinander wird gefördert.

„Die Kinder lernen Rücksicht zu nehmen auf die Kleineren. Bei uns gibt es kein Beißen, Hauen und Haare ziehen“, so Fischer. Außerdem werden die Kiddies für gesunde Ernährung sensibilisiert. Fischer: „Die Kinder dürfen nicht so viel Süßes mitbringen, sondern etwas Gesundes. Zum Abend hin ist Obst prima. Da das Training von 17.30 bis 19 Uhr geht, muss man danach auch keine Gummibärchen mehr essen.“ Die 90-minütige Turnstunde startet mit einem Begrüßungskreis und endet jeweils mit einem Sandmännchenlied.

Für das frühkindliche Turnen gibt keine Warteliste. Fischer: „Jedes Kind, was im Essener Norden turnen kann, turnt mit.“ Zweimal darf Probe geschnuppert werden. Eine Jahres-Mitgliedschaft kostet 60 Euro (fünf Euro pro Monat). Sie ermöglicht die Teilnahme am Training in mehreren Gruppen. Fischer: „Wenn ein Kind jeden Tag Sport machen möchte, kann es in jeder Abteilung teilnehmen.“
Kinder, die aus dem Alter für das Kinderturnen herausgewachsen sind, können am Kinderturnen für Grundschüler (6 bis 10 Jahre teilnehmen). „Außerdem bieten wir eine Gruppe für Mädchen ab zehn Jahren an“, erzählt Ulrike Fischer. Darüber hinaus bietet der TUS auch eine Trampolin- und Schwimmtraining – mit Wettkampfteilnahme – sowie Frauenturnen an.

Kürzlich haben 30 Turnkinder im Alter von drei bis sechs Jahren nach sechs Wochen ein großes Ziel erreicht: ein Kinderturnabzeichen mit Urkunde.
„Sie haben mit großer Freude und Engagement unterschiedliche Turngeräte kennengelernt und gemeistert“, erzählt Ulrike Fischer.
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