Essener Tierschutzverein bietet Finanzhilfe bei Katzen-Kastration

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Streunerkätzchen haben es nicht leicht. Ohne Fürsorge erwartet den Nachwuchs unkastrierter Haustiere und verwilderter Katzen ein oft leidvolles Dasein. Mit seiner Hilfsaktion will der Tierschutzverein Groß-Essen e.V. das Katzenelend in Essen eindämmen. Foto: privat

Dank einer großzügigen zweckgebundenen Zuwendung aus Mitteln der „Stiftung für ältere Menschen und Tiere“ kann der Tierschutzverein Groß-Essen e.V. die gestartete Informationskampagne „ Alles für die Katz!“ um ein ganz konkretes Hilfsangebot erweitern.

Die Aktion richtet sich an Besitzerinnen und Besitzer von Katzen und Katern in Essen, deren Tiere bisher noch nicht kastriert sind, und bietet finanzielle Unterstützung bei der Kennzeichnung und Kastration der Stubentiger. Elke Esser-Weckmann, Vorsitzende des Essener Tierschutzvereins, erläutert das Angebot:

Aktion läuft bis Ende 2015


„Lassen Sie Ihren Kater, Ihre Katze in einer Essener Tierarztpraxis Ihrer Wahl chippen und kastrieren. Kommen Sie mit Ihrem Personalausweis und der Tierarztrechnung über die erfolgte Kastration Ihres Katers bzw. Ihrer Katze dienstags bis freitags in der Zeit von 13 bis 16 Uhr in unsere Geschäftsstelle im Tierheim Essen, Grillostraße 24. Wir zahlen Ihnen dann 30 Euro für die Katerkastration bzw. 60 Euro für die Katzenkastration bar aus. Wurde das Tier beim Tierarzt zusätzlich mit einem Chip gekennzeichnet, vergüten wir weitere 10 Euro. Wir berücksichtigen dabei Kastrationen ab Mai 2015; rückwirkend können wir allerdings keine Förderung gewähren.“
Durch die bis Ende 2015 laufende Aktion soll verhindert werden, dass sich unkastrierte Hauskatzen mit verwilderten Katzen und Katern verpaaren und der „ungewollte“ Nachwuchs das auch in Essen herrschende Katzenelend noch vergrößert.

Ca. 20.000 herrenlose Streunerkatzen in Essen


Auf fast 20.000 Tiere wird die Anzahl der weitgehend unsichtbar auf Brachflächen und im Umfeld von Fabrikanlagen, auf Friedhöfen und in Kleingärten lebenden Katzenpopulation geschätzt.

Die Tierschützer hoffen allerdings darauf, dass Essen endlich auch dem Vorbild vieler anderer Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen folgt und eine Katzenschutzverordnung erlässt, die die Kennzeichnung, Registrierung und Kastration von Katern und Katzen verbindlich regelt. „Das wäre nach der Novellierung des Tierschutzgesetzes und einer im Februar 2015 erfolgten Ermächtigung der Städte durch das für Tierschutz zuständige Ministerium in Nordrhein-Westfalen relativ schnell möglich. Politik und Verwaltung in Essen müssen nur endlich wollen!“, mahnt die Vorsitzende des Tierschutzvereins erneut an.

Bis dahin bleibt Esser-Weckmann nur der Appell an Umsicht und Verantwortungsbewusstsein der Katzenbesitzer: „ Nehmen Sie unser Angebot an. Helfen Sie mit, Katzenelend zu vermeiden. Wir helfen Ihnen dabei!“
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