Metropol Baskets Ruhr setzen defensives Glanzlicht beim 71:31 über Münster

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Foto: Metropol Baskets Ruhr / D. Unverferth

Dritter Saisonsieg für den Nachwuchs

Recklinghausen/Essen - Ihren dritten Saisonsieg im vierten Spiel landeten die Metropol Baskets Ruhr am 4. Spieltag der Jugend Basketball Bundesliga (JBBL). Beim 71:31 (34:16) über den UBC Münster überzeugte das Team von Razvan Munteanu und Pit Lüschper in erster Linie defensiv, während in der Offensive noch erheblich Sand im Getriebe war. Ihre Tabellenführung in der Nordwest-Gruppe sind die Metropol Baskets aber trotz des Sieges erst einmal wieder los, weil der neue Spitzenreiter Giants Düsseldorf Junior Team mit 79:57 bei den Artland Young Dragons in Quakenbrück seinen dritten Sieg in Folge feierte und im Dreiervergleich mit den Metropol Baskets Ruhr und den Phoenix Hagen Youngsters nun die Nase vorn hat. Düsseldorf ist in 14 Tagen der nächste Gegner der Metropol Baskets, Kooperationsteam von ETB SW Essen und Citybasket Recklinghausen.

18 Punkte in 18 Minuten durch "PvQ"

In der Vestischen Arena Recklinghausen hatte der sieglose Tabellenletzte aus Münster am Sonntagmittag schnell sein Pulver verschossen. 2:0 und 4:3 führten die Münsteraner, die vom Recklinghäuser Per Reckinger an dessen alter Wirkungsstätte gecoacht wurden. Doch dann blieben die Gäste minutenlang ohne jeden Korberfolg, was sich im späteren Spielverlauf noch mehrfach wiederholte. Auf 17:4 zog Metropol davon, vor allem Kapitän Philipp von Quenaudon hatte in der ersten Hälfte ein „heißes Händchen“. Der Powerforward aus Essen versenkte zum 28:7 bereits seinen vierten Dreier beim vierten Wurfversuch aus der Distanz. „PvQ“ war auf Metropol-Seite am Sonntag der überragende Akteur: In knapp 18 Spielminuten sammelte der Spielführer 18 Punkte, pflückte sich 5 Rebounds, verzeichnete drei Ballgewinne und gab eine Korbvorlage. Seine Effektivität von +24 war mit Abstand der beste Tageswert im Spiel.

Starke Defensive
Auf der anderen Seite gefielen die Metropol Baskets Ruhr vor allem defensiv, denn in der Offensive lief es auch aufgrund vieler technischer Fehler und vieler Auswechselungen nicht rund. Mit am Ende 18 Ballverlusten gegen auf dem Feld unterlegene Münsteraner konnte auf Metropol-Seite niemand zufrieden sein. Sogar 31 Ballverluste produzierte der UBC, obwohl die Metropol Baskets nur ganz selten ihre Pressdeckung einsetzten.

Die Viertelergebnisse von 22:7, 12:9, 19:7 und 18:8 dokumentieren die Überlegenheit des Munteanu-Teams eindrucksvoll. In keinem Viertel konnte der Gast zweistellig punkten. Münsters Topscorer Erik Brummert, der schon früh foulbelastet war, kam in 26 Minuten Einsatzzeit nur auf einen einzigen Korb. Mit 24 Prozent war die Wurfquote des UBC unterirdisch – auch der harten Metropol-Verteidigung geschuldet. Bei den Dreiern sah es sogar ganz dramatisch aus. Bis kurz vor Ende schossen die Münsteraner 15 Fahrkarten, ehe mit der Schlusssirene Aufbauspieler Alexander Grudev per Dreier den 71:31-Endstand herstellte.

Sonderlob für Luca Gerke
Ein Sonderlob verdiente sich Metropol-Aufbauspieler Luca Gerke aus Mettmann. In den 24:33 Minuten, die Gerke auf dem Feld stand, legten die Gastgeber 39 Punkte zwischen sich und ihren Gegner – Bestwert im Team. Auch mit seinen fünf Ballgewinnen war Gerke Teambester. Die meisten Rebounds sammelte mit Valentin Bredeck aus Recklinghausen ebenfalls ein Aufbauspieler ein.

Er war in die starting five gerückt, weil Spielmacher Alexander Winck am linken Sprunggelenk verletzt ist und mehrere Wochen ausfällt. Das war neben Felipe Galvez Braatz schon der zweite Ausfall auf der Aufbauposition. Mit Fieber musste Center Niclas Hürland passen, so dass Paddy Stollorcz (Essen) und auch Erik Neusel (Mettmann) jeweils zu ihrem ersten JBBL-Einsatz kamen und auch gleich punkteten.

An Totensonntag ist in der JBBL spielfrei, in 14 Tagen steigt dann schon der letzte Hinrunden-Spieltag. Da wird es für die Metropol Baskets Ruhr in dezimierter Aufstellung zum Tabellenführer Düsseldorf Giants Junior Team gehen – ein echter Charaktertest für das Team von Razvan Munteanu und Pit Lüschper.

Metropol Baskets: Moritz Plescher (7/1), Michael Akporukevwe (2), Luca Gerke (8, 5 Assists), Till Hornscheidt (4), Philipp von Quenaudon (18/4, Effektivität 24), Valentin Bredeck (4, 6 Rebounds), Malte Thimm, Finn Fleute (4), Jason Fabek (4), Erik Neusel (8), Paddy Stollorcz (4) und Max Bömelburg (8)
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