Rasierst Du noch…? Oder trägst Du ihn schon… der Bart als modisches Bekenntnis

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Alexander Runge (r.) und Stylingexperte Thommy - Barträger aus Überzeugung!
 
Regelmäßiges Nachschneiden ist wichtig - sonst wirkt ein Bart schnell ungepflegt.
Essen: Kray | Er ist seit einiger Zeit wieder salonfähig - der männliche Bart. Während er in den 80er, 90er und Anfang der 2000er Jahre nur von ganz besonders hartnäckigen Anhängern der männlichen Gesichtsfrisur getragen wurde - seit 2008/09 ist er wieder auf dem Vormarsch. Und das wird auch noch lange so bleiben, da ist sich Alexander Runge, seines Zeichens Inhaber des gleichnamigen Salons in Kray und selbst natürlich auch bekennender Barträger, sicher.

VON JULIA COLMSEE

Der Bart - getragen als Schnurrbart, Vollbart, Backenbart, Drei-Tage-Bart, Schifferkrause, Ziegenbart oder, oder oder… „Glatt“ war mal - er ist wieder da. Angeblich tragen sogar über 45 Prozent der deutschen Männer wieder Bart - unter den Jüngeren sogar über 60 Prozent. Ein Trend, den auch Alexander Runge nur bestätigen kann: „Ungefähr seit 2008 merken wir es ganz deutlich - Haare im Gesicht sind wieder in. Auch die Zahl unserer Kunden, die sich den Bart schneiden und pflegen lassen, hat deutlich zugenommen!“ Bärte haben eine sehr alte Geschichte und was heute als Körperschmuck im männlichen Gesicht getragen wird, hat so mancher mittlerweile für sich entdeckt und lieb gewonnen.
In der Frühzeit, vor tausenden von Jahren, galten Bärte als Zeichen von Kraft und Männlichkeit, aber auch eine rituelle und religiöse Sinnhaftigkeit eines Bartes hat lange Tradition. Die alten Ägypter trugen Zeremonienbärte, die alten Griechen und Römer trugen ihre Bärte mit Stolz und Würde, sowie die Wikinger, und persische Herrscher durchsetzten ihre Bärte mit Goldfäden um ihre absolute Macht zu demonstrieren. In allen alten Kulturen wurde Wert darauf gelegt seinen Bart zu pflegen und nicht wild wachsen zu lassen. So avancierte der Bart über die Jahrhunderte zu einem Statussymbol und Modeschmuck der verschiedensten Formen, auf dessen Pflege viel Wert gelegt wurde und bis heute noch wird. Denn ohne Hege und Pflege ist auch der beste Bart nichts anderes als „Gesichts-Gestrüpp“!
„Viele Kunden besuchen uns bereits bevor sie sich einen Bart wachsen lassen möchten. Da stehen wir sehr gerne mit Rat und Tat zur Seite, keine Frage. Beispielsweise was die geeignete Bartform angeht - passend zur Gesichtsform - aber auch zum eigenen Bartwuchs.“ Ist das gute Stück dann erst einmal da, kommen auf den „Träger“ auch gewisse pflegerische Verpflichtungen zu. „Nur ein wirklich gepflegter Bart sieht auch gut aus“, erklärt Runge, der sich übrigens sicher ist: 98 Prozent der Männer sehen mit Bart besser aus, als ohne.
„Die richtige Pflege des Bartes umfasst natürlich erst einmal regelmäßiges waschen - Experten sind sich nämlich sicher: Im männlichen Bart sammeln sich schnell mehr Keime, als in einer Kloschüssel. Für Bärte, die ja aus anderen Haare bestehen, als unser Kopfhaar, gibt es natürlich ein spezielles Bartshampoo. Nach dem Waschen föhnen und in Form bürsten - das gibt ihm mehr Glanz. Ideal ist auch etwas Conditioner und Bartöl. Nicht zu vergessen die Wachscreme - damit kann man dann gezielt formen.“ Damit er in Form bleibt, sollte der Bart regelmäßig getrimmt und gestutzt, und die Stellen, die frei bleiben sollen, nachrasiert werden. Am besten wöchentlich - denn Barthaar wächst schneller, als Kopfhaar: zirka 1,5 bis 2 Zentimeter pro Monat (Kopfhaar wächst maximal 1 Zentimeter). Was auch bei gefärbten Bärten von Nachteil ist - ja richtig gelesen. Manch ein Mann lässt sich den Bart auch färben. „Natürlich - das gibt es auch. Hier braucht man auch wieder spezielle Mittel - eine sogenannte Borstenmischung. Und ein wenig Zeit sollte man mitbringen - die Farbe muss recht lange einwirken.“
Der Bart - ein kurzfristige, modischer Trend? Nein - ist sich Alexander Runge sicher. „Sicher kein Trend mehr. Der Bart ist angekommen und fester Bestandteil der Männer-Schönheit - und das ist auch gut so!“
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2 Kommentare
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Bodo Kannacher aus Essen-Süd | 15.06.2016 | 12:43  
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Anastasia-Ana Tell aus Essen-Ruhr | 15.06.2016 | 21:41  
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