Gruga-Stiftungsverein Essen feiert Einjähriges

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Die Bänke - vor allem in Seenähe - sind heiß begehrt. (Foto: Stiftungsverein Grugapark)
 
Ulrike Streich ist Geschäftsführerin des Stiftungsvereins Grugapark. (Foto: privat)
Seit genau einem Jahr hat die Gruga eine Stiftung. In ihr sollen sich engagierte Bürgerinnen und Bürger, Parkliebhaber und Unternehmen vernetzen. Der erste Schritt ist getan, der Stiftungsverein nimmt Formen an und Fahrt auf. Der STADTSPIEGEL sprach mit der Geschäftsführerin Ulrike Streich.

Die Leuchtenspende von RWE Deutschland (wir berichteten) ist ein erster großer „Deal“, den der Stiftungsverein nach einem Jahr intensiver Arbeit auf der Haben-Seite verbuchen kann. 280 Lampen werden neu installiert. Natürlich freut sich Ulrike Streich darüber, doch kommt es ihr auch auf kleinere Spenden an, die eine Verbundenheit der Essener zu ihrem Park dokumentieren. So können zum Beispiel auch Kosten für große Blumensäulen übernommen werden (250 Euro pro Saison).
„Was unglaublich gut läuft, sind die Parkbänke“, resümiert Ulrike Streich. 25 davon wurden bereits reserviert, viele auch schon aufgestellt. „Am Wasser sind bereits alle Plätze belegt. Derzeit sind wir bezüglich der Aufstellung zwar in der Winterpause und starten erst wieder im März durch, Bestellungen nehme ich aber jederzeit auf. Hergestellt werden die Bänke übrigens von den Essener Franz-Sales-Haus-Werkstätten.“
Die Widmungen auf den Messingschildern zeigen wie vielfältig Beweggründe sein können, sich eine Bank im Grugapark aufzustellen: Vom „Bankgeheimnis“ sprechen die Spender H. und K und C. und B. Ob es sich dabei um Banker handelt, oder etwas anderes Geheimnisvolles dahintersteckt, werden die restlichen Parkbesucher wohl nie erfahren. Auch die geprägte „sagenhafte Entdeckung“ macht neugierig. Was hier wohl entdeckt worden sein mag?
„Viele der Bankspender melden sich hin und wieder mal bei mir“, freut sich Ulrike Streich über die zahlreichen lieben Kontakte, die sie knüpft. „Ich hatte sogar mal einen nicht ganz so ernst gemeinten Beschwerdeanruf, dass ein Bankspender auf ‚seiner‘ Bank nie Platz findet, weil diese immer bereits besetzt ist, wenn er in den Park kommt“, lacht Streich.

Bänke stehen hoch im Kurs

Der Stiftungsverein Grugapark will dabei helfen, die geplanten Projekte des Parks möglichst zeitnah umzusetzen. Er kümmert sich um die Beschaffung zusätzlicher ­finanzieller Mittel, knüpft Kontakte und bildet Netzwerke. „Jemand kennt wiederum jemanden, der Transporte übernehmen kann, oder ähnliches“, beschreibt Ulrike Streich praktische Überlegungen.
Laut Satzung ist Sinn und Zweck des Vereins, der Schutz, die Pflege, Erhaltung und Fortentwicklung des historischen Grugaparks. „Es gibt Projekte, die dem Parkentwicklungskonzept entstammen und die ganz oben auf der Prioritätenliste stehen. So zum Beispiel der Mehrgenerationenspielplatz oder der fernöstliche Garten unweit des Grugaturms“, erklärt Streich. Doch auch Ideen wie der historische Bauernhof, der dem Erhalt ursprünglicher Tierrassen dienen soll, erfreut sich bei Bürgern großer Beliebtheit.“
Ulrike Streich selbst ist Ansprechpartnerin für alle Interessenten. Sie führt viele Telefonate, die ihr Tag für Tag verdeutlichen, wie viele Herzen in dieser Stadt für den Grugapark schlagen. Doch nicht nur Privatpersonen, auch etliche Unternehmen haben sich bereits zum Park und zum Stiftungsverein bekannt. Juristische Personen zahlen 240 Euro jährlich für die Mitgliedschaft im Verein, private sind mit 50 Euro dabei.
„Aktuell feilen wir gerade an unserem Internetauftritt“, erklärt Streich, die telefonisch unter 88 67 120 zu erreichen ist. Unter www.grugapark-stiftung.de können demnächst vielleicht auch einzelne Beete im Rosengarten personalisiert werden. Auf der Bank neben seinem Beet sitzen - das hat doch was ...
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