Frontal 21 bei aufRECHT e.V. in Iserlohn

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Essen: Landessozialgericht NRW | Zugegeben, ich war nicht wenig überrascht als Anfang Juli eine Anfrage von Frontal 21 an den Verein aufRECHT e.V. herangetragen wurde, ob wir für Interviews bereit stehen würden. Ein paar Telefonate und einige Tage später konnte ich zurückmelden, dass sich mehrere Hartz IV-Opfer bereit erklärt hätten über Ihre Erfahrungen mit dem Jobcenter Märkischer Kreis und auch dem hiesigen Energieversorger zu berichten.

Als erste Anregung für die Themengestaltung war uns mitgeteilt worden: 
"Wir suchen Personen, die am Existenzminimum leben, obwohl sie früher viel gearbeitet haben.Oder Familien, die sich sehr wenig leisten können. Toll wären natürlich auch junge Menschen."

Es folgten einige Telefonate und ein erstes Vorgespräch bei mir. Dabei erwies es sich als sehr hilfreich, dass  ich eine Vielzahl von Fallkonstellationen bereits auf meiner Seite www.beispielklagen.de und auch hier im Lokalkompass veröffentlicht habe. Wir sprachen über rechtswidrige Sanktionen, sinnlose Maßnahmen, Leistungsverweigerung, Prozessverschleppung und Interesse fanden auch die Strafanzeigen, die die Geschäftsführung des Jobcenters durch Falschaussagen vor Gericht gegen mich provozierte. Die mir unterstellten Falschaussagen konnten nach 9 1/2 Jahren vor dem Sozialgericht Dortmund als korrekte Anschuldigungen erhärtet werden.

Interesse weckte auch L., die tagesaktuell davon berichten konnte, dass ein Jobcentermitarbeiter  in Hemer ihr kurzerhand Ihre Persönlichkeitsrechte auf die Begleitung eines Beistands ihrer Wahl entzog, weil der stellvertretende Geschäftsführer mich mittels eines Hausverbotes wegen eines Beweisfotos für die Datenschutzbeauftragte belegt hatte. 

Anfang August kam es dann zu Interviews vor laufender Kamera. Logisch, dass aus den stundenlangen Gesprächen nur ein Extrakt zusammen geschnitten werden kann. Fortsetzungen sind nicht ausgeschlossen.

Die Ausstrahlung der Sendung Frontal 21 vom 29. August 2017 läuft unter dem Titel:
Die ungerechte Republik - Arm und Reich in Deutschland

"Das zentrale Thema, mit dem vor allem die SPD bei der Bundestagswahl 2017 punkten will, ist soziale Gerechtigkeit. Doch einer aktuellen Umfrage zufolge meinen fast 80 Prozent der Deutschen, dass es genau daran hierzulande mangelt. Dabei können die Deutschen zufrieden sein: Die Arbeitslosenquoten sind niedrig, die Einkommensverhältnisse stabil, zudem sorgten sprudelnde Steuern und Sozialbeiträge im ersten Halbjahr 2017 für gut gefüllte Staatskassen.

Das Wohlstandsversprechen, so Timm Bönke, Professor für Finanzwissenschaften an der Freien Universität Berlin, "was für die Nachkriegsgeneration in den Wirtschaftswunderjahren noch galt, dass man durch eigene Leistung zu Wohlstand kommen konnte, gilt so nicht mehr".

Deutschland im Wahljahr 2017 - Frontal 21 hat sich umgesehen und ist auf große soziale Unterschiede in der Gesellschaft gestoßen."
 


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3 Kommentare
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Imke Schüring aus Wesel | 29.08.2017 | 23:23  
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Ulrich Wockelmann aus Iserlohn | 01.09.2017 | 17:56  
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Imke Schüring aus Wesel | 01.09.2017 | 21:17  
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