Geschäftsmodell Asyl-Discounter?

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Soziale Verantwortung zahlt sich aus


Anlässlich der Kündigung von Betreuungsverträgen für 15 Asylunterkünfte in Essen erinnert Schöner Links an die Forderung nach verantwortungsvoll festgelegten Qualitätsstandards, besonders in psychosozialer Betreuung und medizinischer Versorgung von Geflüchteten in Essen.


„Die Weichen für eine gelungene Integration in Essen werden mit der kompetenten und verantwortungsvollen Aufnahme und Unterbringung der Geflüchteten gestellt “ so Janina Herff.


„Wer jetzt auf Dumpingpreise von Sozialdiscountern wie EHC setzt, wird sehen dass die Rechnung am Ende des Tages nicht aufgeht . Die Folgekosten um diese Anfangsfehler mit kaum absehbaren Folgen zu kompensieren sind, wie die Erfahrungen zeigen , enorm.“

Bevorzugt werden sollten kirchliche Träger und Wohlfahrtsverbände mit eigenständige , ethische und soziale Kriterien gegenüber Schutzbefohlenen sowie angemessene Anforderungen an die Qualifikation der Mitarbeiter, die sich in fundierter Ausbildung und dementsprechend auch angemessenen Löhnen wiederspiegeln.

Diese Träger verfügen über langjährige Erfahrung in Integrationsarbeit, interkulturelle Kompetenzen und sind in die Quartiersarbeit bestens vernetzt.
Dadurch können sie souverän und ebenso erfahren im vertrauensvollen Umgang mit der Koordination von Ehrenamtlern und anderen Akteuren passgenau agieren .

„Es besteht jetzt die Chance, durch geschickt formulierte Ausschreibungskriterien wie z.B. Kenntnisse der Kommunalen Akteure , der Quartiere, der Versorgungsleistung und der Sozialbetreuung die dringend nötige Qualität in der Unterbringung und Versorgung von Geflüchteten zu gewährleisten.“ so Herff weiter.

„Das All-Inklusive Paket des Discount-Anbieters European Home Care (EHC) hat in allen Belangen kläglich versagt und dabei so fahrlässige Verfahren zur Routine werden lassen, dass sogar Menschenleben gefährdet wurden.“ ergänzt Anabel Jujol
EHC ist bekanntermassen nicht in der Lage die sowieso schon sehr niedrig angesetzten Vorgaben der Stadt zu erfüllen.

So kam es durch fehlende Betreuung bei Arztbesuchen und fehlender Übersetzung von Diagnose und Therapie zu erheblichen gesundheitlichen und psychischen Problemen bei Geflüchteten- wie mindestens eine dokumentiert Fehlgeburt unter zeitweiser Lebensgefahr der Schwangeren.

„EHC Strukturen sind teilweise so unprofessionell , dass sie im Ergebnis willkürlich und demütigend wirken. Mir ist es ein Rätsel, wieso der Betreiber und verantwortliches Personal nach den Skandalen im Optipark, die 2014 den Landes-Innenminister zu einem spontanen einem Besuch in Essen veranlassten, Thema im Innenausschuss wurden und für Medienrummel sorgten, noch das Vertrauen der Stadtverwaltung genießt “. so Anabel Jujol. „Die CDU im Landtag hat damals sogar eine Heimaufsicht als Kontrollinstanz gefordert, was die Parteibrüder in der Essener Kommune jedoch nicht weiter interessiert hat.“ so Jujol, damals zu Gast mit Geflüchteten in der Innenausschusssitzung des Landtags.

EHC hatte in Essen mit unseriösen Security-Subunternehmen gearbeitet, die Geflüchtete drangsalierten – die Stadt hatte später kurzzeitig die eigene Tochter RGE beauftragt, dann aber aus Kostengründen (Stichwort Tariflöhne) auch hier Billigheimern wieder das lukrative Geschäft überlassen.

Die Defizite sind allen Akteuren der Stadtspitze, den Fraktionen im Rat der Stadt sowie den Verbänden bestens bekannt.

„Wir fordern, dass nun ein klarer Schnitt gemacht wird und bei der Ausschreibung und Neuvergabe Kriterien für die Asylbetreuung in Essen benannt werden, die den sozialen Anforderungen gegenüber Schutzbefohlenen gerecht werden, ein ordentliches Lohnniveau für angemessen qualifizierte Mitarbeiter garantieren und damit eine Basis für gelungene Integration in der Zukunft gelegt wird. Davon hängt sozialer Frieden in der Stadt ab.Ein Gut, dass man nicht an skrupellose Geschäftemacher verhökern darf“ betont Anabel Jujol für Schöner Links.

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