Rot-Grün stellt die Wohnungsbauförderung neu auf

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Der Allbau-Vorstand Dirk Miklikowski referierte über die neue Wohnungsbauförderung und stellte sich den Fragen der SPD Mitglieder. Sehr zufrieden mit der Mitgliederversammlung war der Vorsitzende des SPD Ortsvereins Holsterhausen, Benno Justfelder.
Der SPD-Ortsverein Holsterhausen und der SPD-Unterbezirksvorstand luden ihre Mitglieder zu einer Mitgliederversammlung am 11. April ins Otto-Hue-Haus ein, um sich über die neuen Pläne der Landesregierung zu informieren. Als Referent konnte der Allbau-Vorstand Dirk Miklikowski gewonnen werden.

Herr Miklikowski stellte zu Beginn seiner Ausführungen die Leitbilder, die Aufgaben und die Leistungen des städtischen Wohnungsbauunternehmens vor. "Seit seiner Gründung im Jahre 1919 sind die Leitbilder des Allbaus soziales Engagement für die Menschen in Essen, wirtschaftlicher Nutzen, technischer Fortschritt und künstlerische Ausgestaltung des Wohnumfeldes. Allbau ist der größte Anbieter von Wohnungen in Essen mit 18.000 Einheiten, davon 730 in Holsterhausen. In Zeiten, in denen viele Wohnungsunternehmen ihr Handeln nach Kapitalmarktzielen ausrichten, ist dies keine Selbstverständlichkeit mehr. Eckpfeiler unserer Arbeit sind eine konsequente Kunden- und Serviceorientierung sowie die Optimierung und Weiterentwicklung unserer Wohnungen und Stadtquartier." Dementsprechend positiv fiel sein Urteil über die neue Zielrichtung der Landesregierung aus. "Herr Minister Michael Groschek hat die Probleme und Herausforderungen der Immobilienwirtschaft verstanden und steht engagiert an unserer Seite. Ein erstes Ergebnis ist die Vereinbarung eines Bündnisses für Wohnen, an dem auch der Allbau als Mitglied des Verbands der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (VdW) Rheinland Westfalen neben Haus und Grund sowie des Bundesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) NRW beteiligt ist. Ziel des Bündnisses ist die Vereinbarkeit von Energieeffizienz, Altersgerechtigkeit und Bezahlbarkeit von Wohnraum zu fördern."

Nach den grundlegenden Gedanken zur Wohnbauförderung ging der Allbau-Vorstand Dirk Miklikowski auf die Eckwerte des Landesprogramms ein. Die allgemeinen Förderdarlehen sind zwar um 50 Mio € auf 800 Mio. € gekürzt worden, weil in den vorangegangenen Jahren nur 500 Mio. € abgerufen wurden. Grund hierfür ist zum einen der seit Jahren sehr günstige Kapitalmarkt mit niedrigen Zinsen und die in Teilen nicht attraktiven Förderprogramme. Vielfach werden vor dem Hintergrund günstiger Zinsen die mit der öffentlichen Förderung verbundenen Belegungs- und Mietpreisbindungen von den Investoren nicht akzeptiert. Diese 800 Mio. € verteilen sich wie folgt: 450 Mio. € sollen für den Neubau von Wohnungen ausgegeben werden, 80 Mio. € sind für den Ersterwerb von Wohneigentum vorgesehen, 150 Mio. € können in den Wohnungsstand investiert werden, 79 Mio. € stehen für Investitionen in die Quartiersentwicklung zur Verfügung, für die Förderung von studentischem Wohnen wurden 50 Mio. € eingestellt. Der Quartiersgedanke ist damit ein zentrales Anliegen nicht nur der Landesregierung, sondern auch der kommunalen Wohnungswirtschaft.

Die SPD-Landtagsabgeordnete Britta Altenkamp nahm diesen Gedanken auf: "Entscheidend wird sein, was man unter einem Quartier versteht. Selbst die Experten, die im Landtag zu einem Hearing eingeladen worden waren, konnten sich nicht auf eine einheitliche Definition einigen. Damit befinden wir uns noch in einem offenen Prozess." Sie fügte das positive Beispiel an der Wächtlerstraße an, wo in einem Wohnhaus eine Kita integriert wurde, was sich auf die soziale Situation in dem Quartier positiv auswirkt. Auch der Allbau-Vorstand Dirk Miklikowski konnte auf zwei richtungsweisende Projekte seines Unternehmens verweisen: "In Altendorf entsteht ein neues Wohnviertel, nachdem die alten Häuser aus den 1930er Jahre nicht mehr zu vermieten waren. Die neuen Wohnungen sind energiesparend und barrierefrei. Die lockere Bauweise lässt viele Freizeitaktivitäten zu. Der Niederfeldsee wird die Attraktion sein. In der Hölderlinstraße 2 in Holsterhausen hat der Allbau ein Mehrgenerationenhaus eingerichtet. Die Familien- und Krankenpflege e.V. als professioneller sozialer Dienstleister ist unser Kooperationspartner für altenbetreutes Wohnen. IEin zusätzlicher Concierge-Dienst kümmert sich um die Belange aller MieterInnen – ob jung oder alt."

Viele der anwesenden SPD-Mitglieder haben sehr viel aus dieser Veranstaltung mitgenommen, was in erster Linie an den Ausführungen des Allbau-Vorstands Dirk Miklikowski lag. Der Quartiersgedanke muss mit Leben jetzt gefüllt werden. Holsterhausen bietet als kunterbunter Stadtteil jede Menge Möglichkeiten einen zukunftsweisenden Quartiersgedanken mit vielen interessierten Bürgerinnen und Bürger und mit Institutionen wie den Allbau zu entwickeln.
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