Rot-Weisser Ganztag: Alarm an der Ardeyschule

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Die RWE-Spieler Frank Löning und Pascal Nagel laden die Ardeyschüler zum Heimspiel gegen Oberhausen ein. Fotos: Capitain/JHE

Gemeinsam essen, dabei über Fußball fachsimpeln und anschließend nette Geschenke austauschen – ungefähr so sieht ein angenehmer „Rot-Weisser Ganztag“ aus. Im Rahmen des Essener-Chancen-Projekts nahmen die RWE-Akteure Frank Löning und Pascal Nagel zusammen mit Mitarbeitern aus der Geschäftsstelle des Traditionsvereins den langen Weg von der Hafenstraße zur Ardeyschule in Essen-Rellinghausen auf sich.

Die Kinder des Offenen Ganztages der Jugendhilfe Essen luden die Spieler zwischen zwei Trainingseinheiten zum Mittagessen ein. Bei Hähnchenschnitzel mit Tomate und Käse überbacken wurde mit den Idolen eifrig über das Leben als Berufsfußballer diskutiert. Die Gemeinschaftsräume waren kreativ geschmückt und auch zum Nachtisch gab es dem Anlass entsprechend ein rot-weißes Dessert – Vanillepudding mit Erdbeersoße.

Mittlere Reife und Ausbildung

Die offizielle Interviewrunde startet nach dem Essen: „Spielt Ihr den ganzen Tag nur Fußball oder habt Ihr noch einen anderen Beruf?“ Der 34-jährige Frank Löning antwortet: „Im Moment spiele ich nur Fußball, aber ich habe vorher eine Ausbildung zum Pfleger gemacht, dann kann ich später in meinen Beruf zurück. Eigentlich möchte ich gerne Trainer werden und irgendwann selber eine Mannschaft leiten.“ Pascal Nagel setzt im Alter von 24 Jahren noch alles auf die Karte Fußball, hat aber seine mittlere Reife in der Tasche.
„Kennt Ihr alle Lieder, die die Fans singen?“ Beide Fußballer sind erst im Winter nach Essen gekommen und nicht komplett textsicher, also gibt es Nachhilfe von den Ardeyschülern. Zusammen werden die ersten drei Strophen von „Opa Luscheskowski“ und immer wieder der Refrain geschmettert: „Wir werden Essen nie vergessen. Wir sind die Fans von Rot-Weiss Essen. Ob lebendig oder tot, wir lieben rot-weiß-rot!“

„Kleines Highlight“

„Wir wollen den Kindern in erster Linie ein kleines Highlight bieten, aber gleichzeitig auch in der Vorbereitung Kreativität und Gruppenarbeit fördern“, erklärt Jugendhilfe-Bereichsleiterin Annette Tischler, „als gewollter Nebeneffekt soll zu Bewegung motiviert und das Thema gesunde Ernährung gestreift werden.“
Das gemeinsame Kicken fällt bei regnerischem Wetter wegen Unbespielbarkeit des Pausenhofes aus, doch in der kleinen Turnhalle übergibt Schulleiterin Anke Seifert feierlich mit einigen Kindern den Wimpel der Ardeyschule an die rot-weisse Delegation, die im Gegenzug einen signierten RWE-Ball und Karten für das Hafenstraßen-Heimspiel gegen Rot-Weiß Oberhausen im Gepäck hat. Noch müssen die beiden Spieler unzählige Autogrammwünsche erfüllen, bevor sie von einigen Jungfans zum Schultor begleitet werden, um ihre nachmittägliche Trainingseinheit in Angriff zu nehmen.
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