Beliebtes Zuzugsgebiet für junge Familien

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Der Pavillon der Grundschule könnte ersetzt werden, das "Wäldchen" daneben Platz machen für einen Anbau. Foto: Henschke
 
So könnten das Erdgeschoss und die Freifläche des Erweiterungsbaus an der Jacobsallee aussehen. Grafik: privat

Mögliche Erweiterung der Schule an der Jacobsallee wurde in der BV vorgestellt


Eine mögliche Erweiterung der Heidhauser Grundschule an der Jacobsallee wurde in der BV vorgestellt. Hier hatten sich Eltern frühzeitig mit einem Konzept befasst, drei von ihnen wurden auserkoren, die Pläne zu erläutern.



Die stellvertretende Vorsitzende der Schulpflegschaft Barbara Bause, Dr. Michael Curth vom Förderverein und Elternvertreter Thorsten Kaatze erläuterten zunächst den Stand der Dinge: Aktuell besuchen 185 Kinder die Schule, 110 davon werden im Nachmittagsbereich betreut. Etwa 20 Familien warten auf einen Betreuungsplatz. Die Hauptbetreuungsräume befinden sich im Obergeschoss eines Pavillons aus den 70er Jahren, der eigentlich nur eine Übergangslösung sein sollte und als asbestbelastet gilt. Eltern hätten bereits selbst Hand angelegt, um den Bau „aufzufrischen“, dennoch blieben massive Mängel, zum Beispiel bei den Nachtspeichergeräten. Hier heizte einer gar nicht, an kalten Tagen tauschten die Klassen mehrfach die Klassenräume. Der andere „bullerte“ über Gebühr, Kinder klagten über Kopfschmerzen. Zuletzt konnte ein Brand nur durch Zufall verhindert werden, ein im Flurbereich stehender Warmhaltecontainer für das angelieferte Essen war geschmolzen. Weiterhin wurden Schulranzen, Jacken und Hausschuhe durch die starke Hitze des Nachtspeicherofens beschädigt. Inzwischen teilte die Verwaltung mit, nach Rücksprache mit der Immobilienwirtschaft seien die Nachtspeicher repariert, als auch ein Wasserschaden behoben worden.

Keine Besserung in Sicht

Da aufgrund der finanziellen Ausstattung der Verwaltung keine entscheidende Besserung in Sicht sei, haben sich Vertreter aus der Elternschaft, dem Förderverein und der Schulpflegschaft zusammen getan und das Schulerweiterungskonzept für die Schule an der Jacobsallee entwickelt.

Junge Familien

Ein Hauptargument: Heidhausen ist ein beliebtes Zuzugsgebiet für junge Familien. Der momentan stattfindende Generationenwechsel im Stadtteil sorgt für Bedarf, auch die zahlreichen Neubaugebiete: Allein an der Grünen Harfe werden 110 neuen Einheiten geschaffen. Weitere Flächen für Neubaugebiete sind die Wiese an der Jacobsallee, die Freifläche an der Barkhovenallee sowie eine Freifläche an der oberen Heidhauser Straße. Hierdurch könnten zusätzlich weitere 50 Einheiten geschaffen werden. Zusammengefasst rechnen die Eltern bei Fertigstellung dieser Neubaugebiete mit einem Zuzug von etwa 290 Kindern. Dies würde etwa zusätzliche 70 Grundschulkinder bedeuten, diese könne die Schule an der Jacobsallee aus Kapazitätsgründen nicht alle aufnehmen.
Im Stadtteil fehlten zudem Kindergartenplätze. Eine Wartezeit von einem Jahr auf einen Kindergartenplatz sei mittlerweile keine Seltenheit. Die prognostizierten Zuzüge würden etwa 90 zusätzliche Kindergartenkinder ausmachen.

Hohe Aufenthaltsqualität

Geplant ist eine Schulerweiterung, aber auch die Integration einer Kita in die Grundschule. Ziele dieser Kooperation wären unter anderem die Nutzung von Synergien, die Schaffung gemeinsamer Strukturen für eine nachhaltige Zusammenarbeit und ein niederschwelliger Übergang von Kita zur Grundschule.
Aus diesem Grund wurde eine 2,5-gruppige Kindertagesstätte in die Planung mit aufgenommen. Ziel ist unter anderem eine hohe Aufenthaltsqualität, der Schulhof würde entsprechend erweitert. Dazu kommen Klassenräume für eine zukünftige Dreizügigkeit, ausreichende Betreuungsräume sowie eine Mensa für gemeinsame Nutzung durch Schule und Kita. Die Planung ist barrierefrei ausgelegt, neben einem Kinderbehinderten-WC, ist ein Aufzug zur Erschließung der oberen Etage geplant, so dass auch das Thema Inklusion entsprechend berücksichtig wurde.
Gleichzeitig würde das neue Gebäude nur minimalem Energieeinsatz bedeuten, die bisherige Nutzung von Nachtspeichern sei sehr teurer und habe eine schlechte Umwelt- und Energiebilanz.


Öffentlich-private Partnerschaft

Die Finanzierung und Umsetzung des Projekts soll eine Gruppe privater Inverstoren tragen, diese Finanzierung wäre laut Elternschaft bereits in weiten Teilen gesichert. Die Zusammenarbeit würde im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft „PPP“ erfolgen: Die Stadt Essen stellt die benötigte Grundstücksfläche zur Verfügung und mietet im Anschluss die Schulerweiterungsflächen an. Die Kita würde unabhängig durch eine Elterninitiative betrieben.
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